Verhandlung beim FLVW: Wird ein Lüner Fußballverein am Mittwoch vom Spielbetrieb ausgeschlossen?

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Es wäre ein echter Hammer: Am Mittwoch wird beim FLVW über einen Lüner Fußballverein verhandelt. Nach Informationen dieser Zeitung soll es um einen Ausschluss vom Spielbetrieb gehen.

Lünen

, 19.08.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einem Lüner Fußballverein könnte nach Informationen dieser Zeitung der Ausschluss aus dem Spielbetrieb drohen. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) und der betroffene Klub halten sich bedeckt.

Mit großer Regelmäßigkeit hat der FC Brambauer in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen gesorgt: Die körperliche Auseinandersetzung beim VfL Kemminghausen, in die auch Kevin Großkreutz involviert war, Trainer-Rücktritt, Spielabbrüche. Teilweise kannte der Trainer der Brambaueraner nicht mal seine eigenen Spieler - so chaotisch schien es zuweilen beim FCB zugegangen zu sein.

Immer wieder drohte den Brambaueranern daher der Ausschluss aus dem Spielbetrieb. Auch der Fußballkreis Dortmund, dem der Verein angehört, schien zunehmend genervt vom FCB.

Doch Ahmet Elikalfa wendete die schlimmsten Folgen immer wieder ab. Der Präsident des Vereins ist gleichzeitig auch der einzige Vereinsvertreter, der öffentlich auftritt. Manchmal erweckt es fast den Anschein, der FC Brambauer sei ein Ein-Mann-Unternehmen.

Fußballkreis Dortmund sperrt Ahmet Elikalfa

Aber auch Elikalfa selbst geriet ins Fadenkreuz des Fußballkreises Dortmund. Wegen des Verdachts des grob unsportlichen Verhaltens, Nichtbefolgen der Schiedsrichter-Anweisungen und unsportlichen Verhaltens gegenüber der Kreiskassiererin sperrte der Kreis Elikalfa ab Ende März für sechs Monate für sämtliche Ämter.

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Die Einsprüche Elikalfas gegen seine persönliche Strafe blieben beim Kreissportgericht ohne Erfolg. Fristversäumnisse und fehlende Begründungen ließen keine andere Entscheidung zu, hieß es schon vor einigen Monaten vom Sportgericht.

Bei den Hallenstadtmeisterschaften in der Rundsporthalle gehört Ahmet Elikalfa längst zum Inventar. Dem von ihm geführten Verein könnte bald die Teilnahme an jeglichem Spielbetrieb verboten sein.

Bei den Hallenstadtmeisterschaften in der Rundsporthalle gehört Ahmet Elikalfa längst zum Inventar. Dem von ihm geführten Verein könnte bald die Teilnahme an jeglichem Spielbetrieb verboten sein. © Timo Janisch

Nun könnte es auch den Verein als solches erwischen. Inzwischen hat sich nämlich der FLVW endgültig der Causa FC Brambauer angenommen. Nach Informationen dieser Zeitung wird am Mittwoch über den Ausschluss des Vereins aus dem FLVW verhandelt. Grund dafür sollen vor allem offene Rechnungen des Vereins sein.

Auf eine erste Anfrage dieser Zeitung antwortete die Pressestelle des FLVW nach einigen Wochen Wartezeit Mitte Juli, dass der Fall Elikalfa aktuell „noch zur Bearbeitung bei den zuständigen Stellen vorliegt“. Spruchreife Auskünfte könnten deshalb noch nicht erteilt werden.

FLVW bestätigt Verhandlung über den FC Brambauer

Als diese Redaktion den FLVW am Dienstag mit den neuen Informationen konfrontierte, ergab sich eine neue Entwicklung. Die Pressestelle kümmerte sich dieses Mal sehr zügig um aktuelle Informationen.

Es gebe tatsächlich am Mittwoch eine Verhandlung, die den FC Brambauer betrifft, heißt es vom FLVW. Und: Es geht dabei nicht um eine einzelne Person, sondern um den Verein generell. Mehr könne man aber nicht sagen - schwebendes Verfahren.

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In den Listen zur Staffeleinteilung des Dortmunder Fußball-Kreisligen - der FCB spielt mit der ersten Mannschaft in der Kreisliga B - war der FCB als einziges Team in kursiven Buchstaben gedruckt. Ein weiteres Indiz dafür, dass offenbar Unsicherheit bezüglich der Zukunft des Vereines mit seinen Mannschaften besteht.

Gänzlich bedeckt hielt sich der FC Brambauer. Ahmet Elikalfa war am Dienstag für diese Redaktion nicht zu erreichen.

In seiner bis dato letzten Stellungnahme gegenüber den Ruhr Nachrichten hatte Elikalfa Ende März bezüglich der persönlichen Strafe gegen ihn gesagt: „Wir haben genügend Beweise und vernünftige Unterlagen und ich denke auch, dass für den FC Brambauer entschieden wird, auch dass ich dann komplett freigesprochen werde.“

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