Verträgt Lünen so viele Vereine?

Tennis

LÜNEN Auch in diesem Jahr schicken wieder elf Lüner Tennisvereine ihre Mannschaften ins Rennen. Ziemlich viele Vereine für einen begrenzten Raum. Kann das funktionieren? RN-Mitarbeiter Michael Gössing befragte die Vorsitzenden der heimischen Klubs zu dem Thema.

von Von Michael Gössing

, 14.05.2009, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sei fast unmöglich die Vereine Cappenberg und SuS Oberaden in das Lüner Tennisgeschehen zu integrieren, sagt Peter Kiewitt, Vorsitzender des TV Altlünen. "Das heißt nicht, dass wir nicht dazu bereit wären, sondern vielmehr schieben die Satzungen des Stadtsportbundes einen Riegel davor, denn die beiden Vereine sind keine offiziellen Mitglieder des Stadtsportverbandes Lünen. Es gab bereits Versuche den TC Cappenberg beim Lüner-Mixed Turnier einzuladen, funktionierte aber auf Grund der Regeln nicht."

Es sei fast unmöglich die Vereine Cappenberg und SuS Oberaden in das Lüner Tennisgeschehen zu integrieren, sagt Peter Kiewitt, Vorsitzender des TV Altlünen. "Das heißt nicht, dass wir nicht dazu bereit wären, sondern vielmehr schieben die Satzungen des Stadtsportbundes einen Riegel davor, denn die beiden Vereine sind keine offiziellen Mitglieder des Stadtsportverbandes Lünen. Es gab bereits Versuche den TC Cappenberg beim Lüner-Mixed Turnier einzuladen, funktionierte aber auf Grund der Regeln nicht."

Armin Ott, Vorsitzender des Lüner SV, warnt: "Viele Ältere werden den Verein demnächst verlassen oder Passivmitglieder. Der Nachwuchs bleibt aus, weil sich die Jugendlichen von heute lieber den Trendsportarten zuwenden." Es fehle ein Zugpferd, wie damals Steffi Graf oder Boris Becker, das die Massen elektrisiert habe und so in die Vereine lockte. "Aus diesem Grund müssen wir als Tennisvereine nun auch andere Sportarten mit in das Vereinsleben integrieren und zum Beispiel Beach-Tennis-Plätze bauen. Da die Zahlen rückläufig seien, sehe er keine Zukunft für elf Tennisvereine im Großraum Lünen.

"Auf Dauer werden alle Vereine nicht mehr funktionieren" Ähnlich sieht das Oliver Reich, Vorsitzender des TV Preussen 08: "Auf Dauer werden alle Vereine eigenständig nicht mehr funktionieren, weil sie einfach im Schnitt zu wenig Mitglieder haben", sagt er. In Zukunft werde es mehr Spielgemeinschaften geben.

Thomas Dzillum, Vorsitzender des SuS Oberaden, sieht das anders: "Ich denke, dass es funktioniert." Grundvoraussetzung sei die Aktivität der Mitglieder. Dzillum: "Sie müssen den Verein mit Leben füllen." Generell sei er gegen Fusionen. Eine solche ergebe nur dann Sinn, wenn ein Verein, der nur Außenplätze besitzt, mit einem Hallenverein fusioniert. "Dann bietet man den Mitgliedern Spielmöglichkeiten das ganze Jahr über."

Rainer Majewski, Vorsitzender der DJK Brambauer, sieht das Problem erst seit kurzem aufziehen. "Vor rund zehn Jahren haben wir darin überhaupt keines gesehen", sagt er. Heute sehe es schon anders aus. "Die kleinen Vereine sind auf Spielgemeinschaften, Gastspieler und Kooperationen angewiesen", sagt Majewski. Die kleinen und großen Vereine müssten sehr eng zusammenarbeiten und zum Teil sogar fusionieren, um bestehen zu können. "Fusionen sind zuerst ein Rückschritt" "Für die Funktionäre, die natürlich immer versuchen, ihren Verein nach vorne zu bringen, wird das zunächst ein Rückschritt sein", räumt er ein. Es dürfe niemals ein Dritter entscheiden, welche Vereine fusionieren. "Dann wird es zwangsläufig große Meinungsverschiedenheiten geben. Ich bin mir sicher, dass es Änderungen geben wird." Wie diese aber aussehen, hänge von den Vereinen ab.Die Stimmen der anderen Spitzenfunktionäre des Lüner Handballs lesen Sie in der Freitagsausgabe (15. Mai) der Lüner Ruhr Nachrichten.

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