VfB-Coach Mark Bördeling vor dem Derby: „Jungs sind heiß genug, um drei Punkte zu holen“

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VfB Lünen gegen SV Preußen - dieses Kreisliga-A-Derby zum Start der Rückrunde hat es in sich. Das Hinspiel ist beiden Trainern im Gedächtnis geblieben. Die Süder wollen es nun besser machen.

Lünen

, 30.11.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir spulen 16 Wochen zurück: Zum Saisonstart am 11. August ging der VfB Lünen als klarer Favorit in den Lüner Fußball-Klassiker beim SV Preußen. Doch der erste Spieltag der Kreisliga A2 Dortmund verlief anders als es sich die Lünen-Süder vorgestellt hatten. Das neu formierte Horstmarer Team überrumpelte den Vorjahres-Vizemeister vor vielen Zuschauern mit einer kämpferischen Leistung.

„Die Preußen haben aggressiv gespielt - nicht unfair, aber eben aggressiv“, erinnert sich der VfB-Trainer Mark Bördeling. Seiner Mannschaft fehlte eine solche Zweikampfstärke zum Auftakt, kam mit der Spielweise der jungen SVP-Elf nicht klar. Lange führte das Team von Coach Stefan Urban durch einen frühen Treffer von Luca Frenzel. Erst zwei Minuten vor dem Ende konnte der VfB mit dem 1:1 durch Tim Gehrmann, der damals überraschend zentral spielte, den Fehlstart gerade noch so abwenden.

Stefan Urban: „Der VfB Lünen ist wieder in Torlaune“

In den 14 Spieltagen danach entpuppte sich der SVP als Überraschungsteam der Liga, spielt nun oben mit. Auch dem VfB gelang in den Wochen danach ein guter Start. Mit schwieriger Personallage kam jedoch ein Durchhänger bei den Südern. Zuletzt wurden die Ergebnisse wieder besser. „Der VfB ist wieder in Torlaune“, weiß Urban mit Blick auf das 6:1 des Derby-Kontrahenten gegen Topteam K.F. Sharri. Sein Team dagegen zeigte zuletzt beim 3:4 gegen Husen-Kurl Schwächen. „Das war unglücklich. Wir haben uns selbst darüber geärgert, aber die Niederlage gut verkraftet“, sagt Urban.

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Gastgeber VfB Lünen ist am Sonntag als Tabellenzweiter gegen den Fünften Favorit, auch wenn die Favoritenrolle nicht mehr so klar ist wie zum Saisonbeginn. Urban: „Ich erwarte einen starken Gegner. Die VfBer wollen die Schmach vom 1:1 wettmachen. Und wir sind in der Rolle, das 1:1 bestätigen zu müssen.“

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Die Preußen haben sich mit Videoanalysen auf die Partie vorbereitet. Urban: „Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt. Beim letzten Mal haben wir uns hinten reingestellt. Mal sehen, ob wir das wieder so machen.“ Eines sei für den Preußen-Coach aber klar: „Wir müssen alles abliefern. Wir sind qualitativ in der Breite nicht so gut aufgestellt, können nicht eins zu eins wechseln.“ Wenn die Hinrunde, aber eines gezeigt hat, dann ist es, dass die Preußen sich in Derbys und gegen Topteams gut verkauft haben. Lediglich mit der Favoritenrolle kamen sie selten gut zurecht.

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Doch auch Gastgeber VfB Lünen hat sich vorbereitet. Bördeling hat das Hinspiel Revue passieren lassen. Neben der Aggressivität lobt der VfB-Trainer vor allem die Kompaktheit des SVP. „Wir müssen dagegen halten“, so der Coach. Auf das schnelle Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff müsse man ebenfalls achten. „Natürlich habe ich mir meine Gedanken gemacht und wir werden das ein oder andere abändern“, so Bördeling. Was genau, wollte der Trainer jedoch nicht verraten. Bördeling: „Ich bin guter Dinge. Die Jungs sind heiß genug, um drei Punkte zu holen.“

Das Personal beim VfB Lünen: Beim VfB befindet sich Ex-Preuße Simon Serges nach seinem Mittelfußbruch wieder im Training. Ob es für einen Einsatz gegen seinen Stammverein reicht, ist noch unklar. Generell entspannt sich die personelle Lage bei den Südern allmählich. Mehr Spieler können mittrainieren, wodurch die Trainingsqualität steigt.
Das Personal beim SV Preußen: Der Kader für das Derby am Sonntag sollte bei den Horstmarern gut gefüllt sein. Allerdings fehlten unter der Woche immer wieder Leute im Training. Lukas Goetz, Fabian Vom Hofe, Sascha Südmeyer, Florian Hans und Tom Meier konnten alle nicht voll trainieren, sollten aber einsatzbereit sein. Nicht dabei sind Pascal Broda (Wadenverletzung), Dominik Nitsche und Marvin Schack. Keeper Marcel Möller befindet sich im Lauftraining. Wichtig ist die Rückkehr von Innenverteidiger Sebastian Pommerin.
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