VfK gelingt am grünen Tisch der Aufstieg

Ringen

LÜNEN Die Ringer des VfK Lünen-Süd sind die Strahlemänner. Durch die Hintertür steigen sie doch noch in die Verbandsliga auf. Möglich wurde dies, weil der RC Hürth aus der Oberliga zurückzog.

von Von Bernd Janning

, 05.03.2010, 15:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der VfK Lünen-Süd um Trainer Frank Bieber ringt künftig in der Verbandsliga.

Der VfK Lünen-Süd um Trainer Frank Bieber ringt künftig in der Verbandsliga.

Dieser wollte zwar eins tiefer in der Verbandsliga weitermachen, muss aber, so sagen es die Statuten, zwei Klassen tiefer in der Landesliga neu starten. Als Dritter der Verbandsliga rückt jetzt der ASV Heros Dortmund in die Oberliga.

Die Verbandsliga startet mit zehn Teams. Alt bekannt sind dort Bonn-Duisdorf II und Mülheim-Styrum, die direkt aus der Landesliga aufstiegen. Die Mülheimer bringen genau so viele Fans mit zu den Kämpfen wie die DSC Wanne-Eickel, ein weiterer Gegner in der für den VfK neuen Liga. Oberliga-Absteiger KSV Marten, KSV Kirchlinde und TuS Bönen sind dort die Konkurrenten, die für die beliebten Lokalduelle sorgen. Hohe Ansprüche runterschrauben

Weiter ist die Fahrt für den VfK schon zur KG Rheinhausen, zum ehemaligen 2.-Ligisten Oberforstbach bei Aachen und zum RC Merken bei Düren. "Wir müssen uns erst einmal in der neuen Liga zurecht finden!" schraubt VfK-Geschäftsführer Horst Gehse hohe Ansprüche sofort herunter. Aber es gibt eine Verstärkung: Vom KSV Erkenschwick kommt der 20-jährige Ferhat Demir. Gehse: "Das ist ein Man für beide Stilarten zwischen 60 und 66 kg. Wir hätten ihn gern schon vor zwei, drei Jahren geholt. Doch da war er uns als Kaderringer des Landesliga-Temas zu teuer!"

Jetzt musste für den Landesmeister der Jugend- und Junioren, der wegen des Studiums kürzer trat, "nur noch" 525 Euro festgesetzte Ablöse gezahlt werden. Demir ist mit den Uzun-Brüdern des VfK befreundet. Neuer kommissarischer Jugendwart beim VfK wurde jetzt David Tautz. Dieser tritt die Nachfolge von Halil Kaya an, der zum VfL Keminghausen wechselte.Tagung in Duisburg

Zusammen mit Trainer Frank Bieber besucht Gehse am Mittwoch, 17. März, in Duisburg-Wedau eine Tagung des Deutschen Ringerbundes und des Ringerverbandes NRW. Sturkturveränderungen stehen auf der Tagesordnung, wie auch bei den um 17.30 Uhr vorgeschalteten Tagungen der Bezirke Rheinland und Westfalen.

"Gedacht ist an 14 Kämpfer pro Mannschaft in sieben Klassen, wobei beide Stilarten zum Zuge kommen! Ob das richtig ist, weiß ich nicht. Manchmal ist weniger oft mehr!" blickt Gehse skeptisch auf ein so verlängerten Kampfabend.

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