VfL Brambauer feiert beim Lüner SV

Handball in Lünen, Brambauer und Oberaden

Bis kurz vor dem Ende lieferten sich der Lüner SV und der VfL Brambauer einen Schlagabtausch. Eine Zeitstrafe spielte dem VfL dann in die Karten. Auch andere Handballer waren im Einsatz.

Lünen, Brambauer

, 27.01.2019, 19:02 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL Brambauer feiert beim Lüner SV

Ausgelassen war der Jubel bei den Brambaueranerinnen nach dem Derbysieg. © Henrik Schmale

Am Ende streckten die Gäste die Siegerfäuste in die Luft. Die Verbandsliga-Frauen des VfL Brambauer haben am Samstag das Handball-Lokalderby gegen den Lüner SV für sich entschieden.

Frauen-Verbandsliga 2

Lüner SV – VfL Brambauer 21:24 (10:10)

Es war das erwartete spannende Derby. Nervosität, Intensität und Kampfbereitschaft bestimmten das Spielgeschehen. Die Ränge in der Rundsporthalle waren voll, die Stimmung bestens. Die Fans pushten ihre Mannschaften nach vorn, fieberten bei jeder Aktion mit. Am Ende war es aber erneut der VfL Brambauer, der am Ende kaum mehr Kraft hatte, letztlich jedoch die einfachen Fehler des LSV eiskalt ausnutzte. 90 Sekunden vor Spielende stand es noch 21:21. Dann kassierte Thia-Carolin Schmidt eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Der LSV musste in Unterzahl spielen.

Diese Überzahl nutzte der VfL gut aus, Sanja Lasshof verwandelte den Siebenmeter zur 22:21-Führung. Verena Leismann und erneut Lasshof schraubten das Ergebnis binnen 41 Sekunden auf 24:21 in die Höhe. „Wir waren am Ende leider nicht abgezockt genug. Wir hatten etliche Male die Chance das Dingen zu entscheiden, haben aber viel zu einfache Fehler gemacht“, sagte LSV-Coach Marcel Mai. Dass die Partie auch durchaus anders hätte enden können, weiß auch Andre Schwedler, Trainer des VfL Brambauer: „Das war ein hartes und intensives, aber stets faires Spiel. Wir waren am Ende platt, waren aber abgezockter.“ Beide Mannschaften boten über 60 Minuten lang alles, kämpften sich in jeden Ball rein. „Beide Teams haben 120 Prozent gegeben“ sagte Schwedler.

Große Nervosität

In der ersten Halbzeit merkte man den Teams die Nervosität noch an. Es war aber ein stets ausgeglichenes Spiel. Nach der Pause erwischte der VfL den besseren Start und setzte sich zwischenzeitlich auf vier Tore ab. Doch der LSV ließ sich nicht abschütteln, kämpfte sich kurz vor Abpfiff wieder heran. Dann knallte der VfL einen Gegenstoß an den Pfosten.

Im Gegenzug glich Hanna Püschel zum 21:21 aus. „Dann spielte uns das Glück in die Karten“, so Schwedler, der wieder einmal auf eine starke Torhüter-Leistung durch Karen Jaschewski zurückblicken kann. Sarah Bauer übernahm Verantwortung, machte entscheidende Tore. Generell verdiente sich die Mannschaft ein Sonderlob. Auch wenn der LSV erneut als Verlierer im Derby vom Parkett ging, so war Mai nicht unzufrieden: „Natürlich war das ärgerlich, weil wir jetzt schon zum zweiten Mal so knapp verloren haben. Aber wir haben eine starke Abwehr gezeigt. Allen voran Katja Lohölter im Innenblock.“

Lüner SV: Preuss/Klostermeier – Schröder (2/1), Lieneke (3), T. Schmidt (4/2), Püschel (1), Lohölter, C. Schmidt (1), Krause (1), Rempe (1), Dressler (2), Hülsewede (3), Geisler (2)

VfL Brambauer: Jaschewski – Ceylan (2), Holz, Holste, Sahage, Bauer (8/2), Kindmann, Trippe (4), Leismann (1), Neumann (1), Lasshof (8/5), Umbescheidt

Der frühzeitige Klassenerhalt ist wieder in weitere Ferne gerückt. Die Landesliga-Handballer des VfL Brambauer mussten sich am Samstagabend zuhause dem SV Eintracht Dolberg mit 27:31 geschlagen.

Landesliga 3

VfL Brambauer – Eintracht Dolberg 27:31 (14:15)

Brambauers Trainer Nadim Karsifi war auch am Morgen nach der bitteren Heimpleite noch angefressen. „Wir haben wirklich kein gutes Spiel gemacht“, so Karsifi. Die Trefferquote seiner Sieben war gering, hinten zeigte sich der sonst so stabile Innenblock löchrig gegen die als Kollektiv auftretenden Dolberger.

„Trotz allem hätten wir nicht verlieren dürfen“, meint Karsifi. In seinem Fokus: die Schiedsrichter. Kritik an den Unparteiischen übe er eigentlich nicht, betont der VfL-Trainer. Doch die Leistung des Gespanns am Samstag sei „frech“ gewesen. Drei Mal traf der VfL zum Ausgleich, drei Mal wurde Kreisab gepfiffen – teilweise erst deutlich nach der Aktion und Protesten der Gäste. Ein Beispiel war hier der mögliche Ausgleich zum 24:24 durch Marius Wolke. Dolberg spielte ohne Torhüter, Sebastian Pohl fing den Ball ab und traf über das ganze Feld nur den Pfosten. Wolke verwandelte ohne Gegnerkontakt den Abpraller. Erst nach starker Verzögerung entschied das Gespann auf Kreisab – die Halle in Brambauer tobte. „Das ist eine klare Frechheit“, sagte Karsifi.

„So hatten wir keinen Zugriff. Immer, wenn wir herangekommen sind, sind solche Situationen passiert. „Das sind schon spielentscheidende Situationen, weil es mental richtig schwierig ist“, so der scheidende Trainer. Dolberg präsentierte sich in der Schlussphase aber auch deutlich cleverer und konsequenter als der VfL. Letztlich probierte es Brambauer nochmal mit einer offenen Manndeckung, scheiterte spätesten an den starken Dolberger Keepern aber entscheidend. „Kopf hoch. Es gibt solche Spiele. Wir müssen weiterschauen und das Positive mitnehmen“, sagte Karsifi abschließend.

VfL Brambauer: Welski/Sträde – P. Langmann, Pohl, Baggemann, Freitag, Lüke, Richter, Gärtner, Wißemann, L. Langmann, Ruch

Die Oberliga-Handballer des SuS Oberaden kassierten am Samstag im ostwestfälischen Bielefeld einen Dämpfer und verloren mit 26:36. Dabei hatten sich die Cobras nach dem erfolgreichen Hinspiel insgeheim mehr ausgerechnet.

Oberliga

TuS Bielefeld-Jöllenbeck – SuS Oberaden 36:26 (15:13)

„Das war sehr ärgerlich. Auch wenn das Ergebnis am Ende vielleicht etwas zu hoch ausfällt, es ist nicht unverdient“, sagte Oberadens Spielertrainer Alexandros Katsigiannis. Seine Mannschaft zeigte in den ersten fünf Minuten der ersten Halbzeit und in den zweiten fünf Minuten der zweiten Halbzeit ganz schwache Momente, die letztendlich zu dieser hohen Niederlage führten. Bielefeld-Jöllenbeck ist bestens gestartet, hatte einen 5:0-Lauf, der Katsigiannis schon früh zum Team-Time-Out zwang. „Wir haben im Angriff meist schon nach der ersten Kreuzbewegung den Abschluss gesucht. Das war viel zu früh. In der Deckung haben wir auch keinen Zugriff gefunden“, resümierte Katsigiannis. Nach der Auszeit lief es bei den Cobras aber wesentlich besser. Der SuS stand hinten kompakter, war beim 9:9 wieder im Spiel. Dass Oberaden so stark wurde, zwang schließlich Bielefeld-Jöllenbeck zur Auszeit. Danach setzte der Gastgeber sich auf 12:9 ab. „Das war ärgerlich. Da haben wir vorne die gleichen Fehler gemacht“, so Katsigiannis. Zur Pause stand es 15:13.

Im zweiten Durchgang verschliefen die Cobras die ersten Minuten völlig. Bielefeld setzte sich so ab. „Wir haben einfach, egal in was für einer Formation, keinen Zugriff in der Deckung gefunden. Lukas Noe hat uns sehr gefehlt“, so Katsigiannis.

SuS Oberaden: Klepping/Makus – Lauber (1), Hajduk (2), Herold (4/2), Katsigiannis (4/1), P. Stennei (7), Roth, Maschewski, Braach, B. Stennei (2), Rossfeld (5), Wagner, Holtmann (1)

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV mussten am Samstag eine deutliche Klatsche im Lokalduell gegen den TV Werne einstecken. Am Ende waren es zehn Tore Unterschied.

Bezirksliga Hellweg

Lüner SV – TV Werne 26:36 (10:21)

Bereits in der ersten Halbzeit war die Partie entschieden, als die Gäste mit 21:10 führten. Beim LSV kam insgesamt nur wenig zustande: In der Abwehr kassierten die Rot-Weißen ein Gegentor nach dem anderen. Im Angriff lief kaum etwas zusammen. Nach der Pause steigerte sich Lünen aber, gewann die zweite Halbzeit mit 16:15. Doch aufgrund des viel zu schwachen Auftritts in der ersten Halbzeit fiel die Niederlage am Ende mit 26:36 ziemlich deutlich aus.

Lüner SV: Karanski/Hangebrock – Hadac, Gores, Mai (5), Schink, Droste, Höfler (1), Donat (2), Leder, Stroscher (11/4), Neve (4/3), Schmidt (3)

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