VfL Brambauer nutzt gegen den ASC Dortmund eine doppelte Überzahl nicht aus

Handball: Ergebnisse

Schon beim Saisonauftakt mussten die Handballer des VfL Brambauer personell improvisieren. Am Ende verpasste es der VfL selbst, sich für eine couragierte Leistung zu belohnen.

Brambauer

, 15.09.2019, 22:05 Uhr / Lesedauer: 3 min
VfL Brambauer nutzt gegen den ASC Dortmund eine doppelte Überzahl nicht aus

Sebastian Pohl und der VfL überwanden die gewohnt harte ASC-Deckung mit zunehmender Spieldauer immer seltener. © Timo Janisch

Personell gebeutelt empfing der VfL Brambauer am Samstagabend den ASC Dortmund zum Saisonauftakt in der Handball-Landesliga. Lange Zeit hielt der VfL mit den traditionell starken Dortmunder Gästen mit, verschenkte dann aber einen möglichen Punktgewinn. Am Ende stand ein 28:21 für den ASC auf der Anzeigentafel.

Handball-Landesliga 3
VfL Brambauer - ASC Dortmund 2

1:28 (12:14)

Ohne die beiden Linkshänder Jonas Lüke und Niklas Sporbeck, dafür mit Kreisläufer Rafael Pape im rechten Rückraum und insgesamt nur mit neun Feldspielern, startete der VfL in seine dritte Landesliga-Saison. „Das war sicherlich einer der Gründe, dass uns in der zweiten Halbzeit die Körner ausgegangen sind“, sagte Neu-Trainer Björn Grüter. Vor allem im Rückraum fehlten die Alternativen, nur Sebastian Pohl und Leo Langmann nahmen dort ihre angestammte Position ein.

Denn rund 40 Minuten machte der VfL in Anbetracht seiner Möglichkeiten ein gutes Spiel. Die favorisierten Gäste, gegen die Brambauer schon vor zwei Jahren den Auftakt verloren hatte, zogen nie davon. „Mit der Personalbesetzung hat mir die erste Halbzeit sehr gut gefallen“, so Grüter.

Stattdessen hatten die Brambaueraner sogar die große Gelegenheit, die Drei-Tore-Führung der Dortmunder zu egalisieren. Beim 15:18 (39.) geriet Aplerbeck für 90 Sekunden in doppelte Unterzahl. Doch der VfL spielte seine Angriffe nicht konsequent und abgebrüht genug aus, kassierte sogar das 15:19. Wenig später war der Brambaueraner Widerstand gebrochen und die Partie entschieden. „Da musst du eigentlich ein, zwei machen. Das tat schon weh“, sagte Grüter.

In der Schlussphase bauten die deutlich breiter aufgestellten Gäste ihre Führung immer weiter aus und gewannen letztlich etwas zu hoch. Grüter vermisste bei seiner Sieben die letzte Entschlossenheit, sich nochmals heranzukämpfen. „Da muss ein bisschen mehr die Brust raus.“

VfL Brambauer: Sträde/Welski - Richter (1), L. Langmann (3), Ziepel (1), Gärtner, P. Langmann, Pape (1), P. Maurer (5/2), Pohl (3), Eder (7/2)

Frauen-Verbandsliga 2
VfL Brambauer – DJKSG Bösperde 17:24 (6:12)

„Manchmal hat man so Ta-ge“, sagte Brambauers Trai-ner Andre Schwedler nach dem Spiel. „Wie sagt man so schön: Mund abwischen und weiter geht’s.“ Viel zu feiern hatten die Brambauer Damen zum Ligabeginn in der Handball-Verbandsliga nämlich nicht. Zwischenzeitlich lag Schwedlers Team mit 10:20 hinten.

Dabei waren die ersten Spielminuten ausgeglichen. 3:3 zeigte die Anzeigentafel für einen kurzen Moment an. Bösperde zauberte daraus wenig später eine 8:3-Führung, die frühzeitig die Partie zu ihren Gunsten entscheiden sollte. „Das war unser Genickbruch“, sagt Schwedler. „Davon haben wir uns das ganze Spiel nicht mehr erholt.“

16 Frauen hatte der VfL-Trainer im Kader, an personellen Engpässen lag es also nicht. Bösperde habe laut Schwedler „ihren Stiefel ein-fach weiter heruntergespielt“. Die Gäste würden seiner Einschätzung nach „diese Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben“.

„Der Wille war da“

Das einzig Positive, das Schwedler aus dem vermasselten Start in die neue Saison mitnimmt, sei die durchweg motivierte Einstellung seiner Mannschaft: „Wir haben bis zum Ende gekämpft und uns nicht aufgegeben.“

VfL Brambauer: Jaschewski/ Sindermann – Fleckstein, Ceylan, Holz, Sahage, Plotek, Kost, Leismann, Bauer, Lasshof, Umbescheidt, Bloess, Kroll

Lüner SV – HSG Schwerte-Westhofen 29:37 (16:20)

„Zu viele Gegentore – das ist nicht unser Anspruch“, sagte SV-Trainer Marcel Mai nach dem missglückten Saison-Auftakt am vergangenen Samstag in heimischer Halle. Zwar habe auch in der Offensive Zug zum Tor gefehlt, „aber unsere Defensive hatte große Probleme. Da war der Wurm drin.“ Lünen plagt zum Saisonstart die Personalnot. Junge Spielerinnen wie Myriam Hins und Tia Schmidt, die beide gerade erst aus der A-Jugend kommen, brauchen noch Spielpraxis, werden aber schon gebraucht.

Mais Team lag bereits nach vier Spielminuten mit 1:4 zurück, schaffte es aber bis zur 21. Spielminute, die Partie kurzzeitig zu drehen – 14:13. Tia Schmidt und Myriam Hins netzten dabei binnen 86 Sekunden zusammen dreimal ein. Am Ende verloren die Handballerinnen wieder den Faden und damit auch das Spiel deutlich mit 29:37. „Nächste Woche müssen wir dann die Reaktion zeigen“, sagt Mai.

Lüner SV: Schink – Lieneke (4), Köppen, T. Schmidt (5/3), Hins (3/1), Püschel (1), Lohölter, J. Krause, M. Krause, A. Schmidt (3), Rempe (7), Dressler (4), Geissler (2), Klostermeier

Herren-Bezirksliga
VfL Brambauer II – Kamen Corp. 11:32 (2:16)

Kein schöner Samstag für den VfL Brambauer II, aber einer, auf den die Handballer laut Trainer Dominik Schidlowski „aufbauen können“. Bereits zur Halbzeit war das erste Spiel der Saison eigentlich schon gelaufen: 16 Treffer erzielte Kamen, Brambauer nur zwei. „Die neue Härte in der Liga war noch ungewohnt, was zu vielen Gegenstößen geführt hat“, sagt Schidlowski. Gegenstöße, die häufig auch vom „starken Torwart“ aus Kamen eingeleitet wurden, der die Brambaueraner vor allem in Durchgang eins mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung brachte. Am Ende hieß es 11:32 aus Sicht des VfL.

VfL Brambauer II: Tesch – M. Greinert, Pörschke, , T. Greinert (3), Surkamp (1), P. Strauch (3), Hövener (1), Mross, Wolke (2/1), D. Strauch, Wessel, Maaß, Benthaus (1)

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