VfL-Frauen mit Personalnot – Die Vorschau

Handball

Mit enormen Personalsorgen müssen die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer auswärts beim Tabellenneunten Halden-Herbeck antreten. Derweil liegen die Handballer des SuS Oberaden nur fünf Punkte hinter Spitzenreiter HSC Haltern-Sythen. Rein rechnerisch ist der Aufstieg in die Oberliga noch möglich.

LÜNEN

, 31.03.2017, 14:05 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL-Frauen mit Personalnot – Die Vorschau

Spielmacherin Anna Juchems wird in dieser Saison nicht mehr auflaufen. Der VfL hat einige Ausfälle zu verkraften.

Handball, Damen Verbandsliga SG TuRa Halden-Herbeck – VfL Brambauer Samstag, 19 Uhr, Am Bügel 20, Hagen

„Ich habe regulär aus meinem Kader gerade einmal acht Feldspielerinnen und eine Torfrau“, berichtet Trainer Uli Richter. Neben den Langzeitverletzten Anna Juchems und Michelle Holz werden Angelina Pötter und Torfrau Swantje Wulff fehlen. Aus der zweiten Mannschaft helfen aber Keeperin Angi Trottenberg und Sonja Plotek aus, sodass Richter mehr Alternativen haben dürfte.

„Trotzdem ist die Lage natürlich angespannt“, macht sich Richter nichts vor. Da Juchems und Pötter ausfallen, ist der Rückraum enorm geschwächt. „Wir wollen trotzdem das Beste draus machen und wollen zusehen, dass wir möglichst schnell zu unserem Spiel finden“, sagt Richter. Damit meint der Coach von Beginn an konzentriert in der Abwehr zu stehen und über einfache Tore, sprich Gegenstöße, zu Treffern zu kommen.

Der Gastgeber steht auf Platz neun, hat drei Punkte weniger als Brambauer. Im Hinspiel behielten die VfL-Frauen mit 32:25 noch die Oberhand. Jetzt rechnet Richter sich nur Punkte aus, wenn die kämpferische Einstellung stimmt. Zudem muss die Richter-Sieben Anne Messarius in den Griff bekommen. Sie steht auf Platz drei der Torschützenliste, erzielte bereits 116 Treffer. Auch die ehemalige Nationalspielerin Sabrina Richter, die mit 114 Toren ebenfalls oben steht, ist nicht außer Acht zu lassen.

Nach dieser Partie in Halden-Herbeck hat der VfL Brambauer knapp vier Wochen spielfrei. Die nächste Partie findet erst am 29. April zu Hause gegen die HSG Schwerte-Westhofen statt, ehe nur eine Woche später – am 6. Mai – das letzte Saisonspiel beim RSVE Siegen ansteht.   

Frauen-Landesliga 3 Lüner SV – Westfalia Kamen Sonntag, 18 Uhr, Kurt-Schumacher-Straße 41-49, Lünen

Die Landesliga-Handballerinnen des Lüner SV haben sich für den Saisonendspurt einiges vorgenommen. Sie wollen ihren zweiten Tabellenplatz verteidigen.

Dafür müssen aber aus den letzten drei Spielen drei Siege her, um auf der sicheren Seite zu sein. Denn der Tabellendritte Hammer SC ist punktgleich mit Lünen, wird in den letzten Partien wohl nicht mehr viel abgeben. „Unser Minimalziel lautete Platz drei. Den haben wir schon sicher. Wir wollen aber unsere weiße Weste behalten. Wir sind zu Hause bisher ungeschlagen“, sagt Trainer Marcel Mai.

Gegen Westfalia Kamen haben die Rot-Weißen noch einiges gutzumachen. Im Hinspiel unterlag Lünen mit einem Tor Differenz (28:29). „Das war ärgerlich. Da haben wir uns zu dumm angestellt“, sagt Mai. Der Coach muss jetzt auf Lisa Krause (Knie) und womöglich auch auf Michelle Schroeder (Rücken) verzichten. Fraglich ist der Einsatz von Mandy Schwinger (Seminar). Luca Koeppen befindet sich im Urlaub. „Da werden wir improvisieren müssen“, so Mai.

Herren Verbandsliga 2 Teutonia Riemke – SuS Oberaden Samstag, 19.15 Uhr, Wielandstraße, Bochum

„Wir haben das Wort Aufstieg erstmals Anfang der Woche in den Mund genommen. Man hat gemerkt, dass auf einmal eine ganz andere Stimmung im Team herrscht“, sagt Spielertrainer Alex Katsigiannis. Bei noch vier Spielen – acht Punkte sind noch zu vergeben – ist rechnerisch alles möglich. Doch dafür müsste der Spitzenreiter aus Haltern noch patzen. Mit den Spielen gegen unter anderem Ferndorf II und ASV Senden hat Haltern noch ein schweres Restprogramm.

Der Zweite FC Schalke schwächelt nach einer bisher starken Saison. TuRa Bergkamen und TuS Ferndorf II bilden die Plätze drei und vier und sind nur einen Punkt vom Fünften SuS Oberaden entfernt. Beide Teams müssen noch gegeneinander spielen. Der Saisonendspurt bleibt spannend.

„Wir müssen erst einmal zusehen, dass wir unsere Hausaufgaben erledigen. Das fängt jetzt Samstag in Riemke an“, fordert Katsigiannis. Mit Blick auf die 34:36-Hinspielniederlage haben die „Cobras“ zudem noch einiges gutzumachen. „Da haben wir nicht unser bestes Spiel abgeliefert, haben zu viele einfache Fehler gemacht“, so Katsigiannis. Generell hat Oberaden in der Hinserie zu oft Punkte liegen gelassen, die am Ende sehr ärgerlich waren, was auch Kapitän Mats-Yannick Roth bestätigt: „Wir führen die Rückrundentabelle an.

Das ist schon ärgerlich, dass wir in der Hinrunde zu viel liegen gelassen haben. Am Anfang fehlte uns aber einfach die Selbstsicherheit. Jetzt in der Rückrunde sind wir stark. Wir werden sehen, was am Ende dabei herausspringt.“ Gegen Riemke sind alle Spieler an Bord. Auch Routinier und Abwehrspezialist Lars Köhler ist wieder dabei. 

Bezirksliga Hellweg SG Massen – VfL Brambauer Sonntag, 18 Uhr, Mittelstraße 14, Massen

Vier Punkte Vorsprung haben die Bezirksliga-Handballer des VfL Brambauer auf den Zweiten SuS Oberaden II. Der VfL ist dem Aufstieg ganz nahe.

Das Spiel in Massen ist für Brambauer eine reine Pflichtaufgabe. „Wir müssen wir weiter punkten, um den Aufstieg frühzeitig klar zu machen“, sagt Brambauers Trainer Nadim Karsifi. Auch wenn der Gastgeber SG Massen auf Platz sieben steht, warnt Karsifi: „Massen ist schwierig einzuschätzen. Mal gewinnt das Team überraschend, mal verliert es komischerweise. Wir wollen aber auf uns schauen und wollen unser Spiel durchziehen und Oberaden so weiter auf Distanz halten.“

Die SG Massen hat in Christopher Diste einen spielintelligenten Mittelmann. „Das ist deren gefährlichster Spieler“, warnt Karsifi. Generell spiele Massen eine harte Deckung und gehe mit viel Tempo nach vorn.

Die beiden Rückraumspieler Björn Benden (Skifreizeit) und Dimitri Varhotov (Bänderriss) werden fehlen. „Das sind zwei wichtige Spieler. Wir werden das aber kompensieren“, sagt Karsifi. Hinzu kommt der Ausfall des Langzeitverletzten Thomas Greinert.

Soester TV II – SuS Oberaden I Samstag, 19.30 Uhr, Geschwister-Scholl-Straße 1, Soest

Handball-Bezirksligist SuS Oberaden II steht vor einem Top-Spiel. Das Team um Trainer Björn Grüter muss auswärts beim Soester TV II ran.

Gerade einmal zwei Minuspunkte beträgt der Abstand der beiden Mannschaften. „Wenn wir auf dem zweiten Platz bleiben wollen, dann muss ein Sieg her“, fordert Grüter. Sein Team steht auf Rang zwei, hat 33:11-Punkte. Soest II ist derzeit Vierter, hat eine Partie weniger bestritten und aktuell 29:13-Zähler.

Grüter erwartet in Soest eine schwierige Aufgabe: „Ich gehe davon aus, dass aus der Oberliga-Ersten der ein oder andere Spieler aushelfen wird, so wie zuletzt Max Picht“, sagt er. Picht lieferte gegen den Dritten Hammer SC eine starke Leistung ab und netzte gleich zehnmal ein. Im Rückraum, besonders auf den halben Positionen, sieht Grüter die Stärken des Gastgebers. „Da ist Soest echt gut besetzt.“

Verstecken braucht der SuS II sich aber nicht. Auch er ist bestens besetzt. Ausfallen werden weiter die Langzeitverletzten Vincent Vetter und Yannick Schwinger. 

HC Heeren-Werve – Lüner SV Sonntag, 18 Uhr, Heerener Straße 203, Kamen-Heeren

Eine enorm wichtige Aufgabe wartet auf Handball-Bezirksligist Lüner SV. Er tritt gegen den direkten Tabellennachbarn HC Heeren-Werve an.

Der Gastgeber steht auf Platz zehn mit 15:29-Punkten. Lünen ist Elfter und weist 14:28-Zähler auf. Diese Partie dürfte auf Augenhöhe verlaufen. Für beide Mannschaften wäre ein Sieg mit Blick auf den Klassenerhalt wichtig. „Wir müssen darauf achten, dass wir Heeren nicht über Tempogegenstöße ins Rollen kommen lassen. Das heißt, dass wir unsere Angriffe möglichst erfolgreich abschließen müssen. Heeren verfügt über gute Einzelspieler, die wir auch in den Griff bekommen müssen“, sagt Trainer Christian Neve.

Personell sieht es beim Lüner SV durchwachsen aus. Mehrere Spieler seien angeschlagen. „Deshalb konnten wir uns diesmal nur individuell vorbereiten“, sagt Neve. „Wir werden trotzdem eine Mannschaft aufbieten, die sich in diesem immens wichtigen Spiel aufopfert, um nicht auf den vorletzten Platz abzurutschen.“ 

 

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