VfL-Frauen treffen auf direkten Tabellennachbarn

Handball

Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer haben einen Lauf. Aus den letzten sechs Spielen holte das Team zehn Punkte. Zählbares soll auch am Samstag gegen Tabellennachbar Netphen her. Auf die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden wartet nächste dicke Brocken. Alle Partien in der Vorschau.

LÜNEN

, 05.03.2015, 12:31 Uhr / Lesedauer: 4 min
Martha Rykowski und die VfL-Frauen müssen im Siegerland bei TVE Netphen antreten.

Martha Rykowski und die VfL-Frauen müssen im Siegerland bei TVE Netphen antreten.

Frauen-Verbandsliga 2 TVE Netphen – VfL Brambauer (Samstag, 17.10 Uhr, Haardtstraße 62, Netphen)

„Es läuft im Moment wirklich gut. Das soll auch so bleiben. Wir haben uns Platz drei als Ziel und werden alles daran setzen, dieses auch zu erreichen“, betont Trainer Uli Richter. Seine Mannschaft steht aktuell mit 23:11-Zählern auf dem dritten Rang, dicht verfolgt von der TVE Netphen, die gerade einmal zwei Punkte weniger hat. Das Hinspiel ging mit einem 29:25-Sieg zugunsten der VfL-Frauen aus. „Wir kennen Netphen schon jahrelang, haben sogar noch in Jugendzeiten gegen die gleiche Mannschaft gespielt. Das wird ein Duell auf Augenhöhe“, ist sich Richter sicher. Fakt ist, dass bei einem Sieg von mindestens fünf Toren Unterschied der Gastgeber tabellarisch an Brambauer vorbeiziehen könnte. „Das wollen wir auf jeden Fall verhindern. Wir gehen mit dem nötigen Respekt ins Spiel, wollen aber an unsere starke Leistung zuletzt anknüpfen“, fordert Richter.

Stark im Eins-gegen-Eins

Netphen tritt körperlich robust auf und nutzt seine Körperkraft besonders in der Defensive, teilt gerne aus. Für den VfL Brambauer sollte der Schlüssel zum Erfolg im Tempospiel liegen. „Wenn wir mit viel Schnelligkeit agieren, dann können wir diese Abwehr durchbrechen“, ist sich der Coach sicher.

Richter wünscht sich ein ähnlich gutes Tempospiel wie zuletzt in Witten, als sein Team den ETSV mit 35:28 schlug. Der Gastgeber hat zudem zwei Rückraumspielerinnen, die stark im Eins-gegen-Eins sind. Da muss die VfL-Abwehr gut und im richtigen Moment verschieben. Mit Blick auf die personelle Situation fehlen die Langzeitverletzten Sanja Lasshof (Knie) und Tatjana Sahage (Fuß). Ansonsten hat Richter alle Spielerinnen zur Verfügung.     

Frauen-Landesliga 3 Lüner SV – ATV Dorstfeld (Sonntag, 18 Uhr, Kurt-Schumacher-Str. 41-49, Lünen)

Im direkten Kellerduell empfängt der Vorletzte Lüner SV jetzt das Schlusslicht ATV Dorstfeld. Für Coach Marcel Mai ist ein Sieg Pflicht: „Wir müssen unbedingt gewinnen, egal wie. Jetzt wird es allmählich ernst.“ Dorstfeld scheint mit 2:32-Punkten abgeschlagen zu sein. Die LSV-Frauen haben mit 11:23-Zählern noch Chancen, die Abstiegsregion zu verlassen oder zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Die aktuelle Abstiegsregelung besagt, dass der Letzte und der Vorletzte den Gang in die Bezirksliga antreten müssen und der Drittletzte noch eine Relegation spielen kann. 

Spannend dürften der Ausklang der Saison werden: Gleich drei Teams kämpfen um den Nichtabstiegsplatz beziehungsweise um die Relegation: Mit dem Neunten SV Teutonia Riemke II (13:21-Punkte), dem Zehnten HSG Vest Recklinghausen (12:22-P.) und dem Lüner SV (11:23-P.) sind alle Mannschaften fast auf Augenhöhe. Der LSV hat mit einem machbaren Restprogramm aber gute Karten, die Liga noch zu halten.

Personell fällt Michelle Schröder (Grippe) aus. Doreen Hülsewede und Anna Lieneke sind nach ihren Verletzungen wieder fit.  

Verbandsliga 2 SuS Oberaden – OSC Dortmund (Freitag, 20 Uhr, Legionärstraße, Bergkamen)

Ein einziger Punkt trennt den Tabellenzweiten OSC von Spitzenreiter RSVE Siegen. Dabei haben die Dortmunder aber die bessere Ausgangslage. Das Team hat nämlich bisher eine Partie weniger bestritten und somit die Chance, an Siegen noch vorbeizuziehen. Hoch motiviert wird der OSC also in der Römerberg-Sporthalle antreten.

Die Gäste lebten bisher ähnlich wie Siegen von ihrem Tempospiel. In der offensiven 3-2-1-Deckung lauern die Spieler auf gegnerische Fehler und münzen diese in Tempogegenstöße um. Für den SuS Oberaden gilt es also besonders in der Rückzugs-Bewegung flott auf den Beinen zu sein. Aber auch im Positionsangriff dürfen die „Cobras“ sich keine leichten Fehler erlauben.

Mit Ferdi Hümmecke hat der OSC einen großgewachsenen Kreisläufer, der zum Saisonende in die Oberliga zur Ahlener SG wechselt. Hümmecke spielt in der Deckungsmitte einen wichtigen Part und ist am Kreis nur schwer zu stoppen. Im Rückraum sind die Dortmunder unter anderem mit Andre Bekston gut besetzt. Die Außenspieler warten auf ihre Gegenstöße, sind aber auch beim Abräumen über Außen treffsicher. Generell ist das Team sehr ausgeglichen besetzt, kann auf jeder Position beliebig wechseln.

Kampfansage

Einen Vorteil könnte der SuS aber haben: Philipp Schürmann, der das OSC-Spiel auf der Mitte vorantreibt und den SuS im Hinspiel vor großen Problemen stellte, fällt verletzungsbedingt aus. Er brach sich letzte Woche den kleinen Finger. Der andere Rückraum-Mitte-Akteur Sebastian Kreft ist seit einigen Wochen wegen seiner Fuß-Verletzung nicht mehr an Bord, sodass Linksaußen Markus Schmitz auf die Spielmacher-Position rückt. Florian Edeling muss ebenfalls noch passen. Dafür ist aber wieder Patrick Hoffmann dabei.

Auf SuS-Seite müssen die Langzweitverletzten Mats-Yannick Roth, Pascal Wix, Bastian Stennei (Foto) und Stefan Vogel aussetzen. Abwehr-Spezialist Lars Köhler steht dafür aber wieder im Aufgebot. „Wir werden alles daran setzen, um in Oberaden zu gewinnen“, kündigte OSC-Coach Thorsten Stoschek an.   

Bezirksliga 5 VfL Brambauer – TV Ennigerloh (Samstag, 18.30 Uhr, Diesterweg 7a)

Der VfL liegt nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Hamm. Bei noch sieben ausstehenden Spielen ist also noch alles machbar. „Wir haben uns eine gute Ausgangslage erarbeitet und wollen diese Position auch verteidigen“, macht es Trainer Ingo Nagel deutlich. Sein Team empfängt den TV Ennigerloh, der wegen seines vorletzten Tabellenplatzes mächtig unter Zugzwang steht. „Wir rechnen mit großer Gegenwehr und werden Ennigerloh nicht unterschätzen“, so Nagel.

Die Gäste sind gut im Eins-gegen-Eins und spielen oft eine schnelle Mitte. Diese heißt es für Brambauer zu unterbinden. Nagel muss auf die beiden Rückraumspieler Christoph Ruch (Rücken) und Dimitri Varhotov (Fuß) verzichten.

HSG Unna – Lüner SV (Samstag, 19.30 Uhr, Iserlohner Str. 14, Unna)

Die Rollen sind klar verteilt. Der Lüner SV ist mit seinem vierten Tabellenplatz und 20:12-Punkten der klare Favorit dieser Begegnung. Die HSG Unna steht mit dem Rücken zur Wand, benötigt dringend Punkte gegen den Abstieg. Im Hinspiel gelang den Rot-Weißen bereits ein 36:31-Sieg. Doch unterschätzen sollte der LSV den Gastgeber nicht.

Dieser fuhr nämlich zuletzt einen 27:25-Erfolg über den TV Ennigerloh ein und tankte damit ein wenig Selbstvertrauen. Vor heimischer Kulisse holte die Mannschaft fünf ihrer acht Punkte, ist zu Hause also für eine Überraschung gut. Personell hat Trainer Jürgen Weber fast genau den gleichen Kader zur Verfügung wie zuletzt. 

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