VfL: Remis zu Richters Abschied/ Herren steigen auf

Handball

Mit einer guten Leistung haben sich die Handballerinnen des VfL Brambauer am Samstag vor heimischem Publikum aus der Saison verabschiedet. Nach Abpfiff wurde auch Uli Richter würdig verabschiedet, der nach 18 Jahren die Trainerbank verlässt.. Die Bezirksliga-Herren des VfL haben derweil den Landesliga-Aufstieg perfekt gemacht.

LÜNEN

, 29.04.2017, 14:23 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL: Remis zu Richters Abschied/ Herren steigen auf

Das VfL-Team überreichte Gerd Kämmler (v.l.) und Uli Richter Erinnerungen an 18 Jahre Trainertätigkeit.

Handball, Damen Verbandsliga VfL Brambauer – HSG Schwerte-Westhofen 22:22 (12:12)

„Mein Dank gilt allen, die da waren und mir einen würdigen Abschied ermöglichten“, sagt Richter. Zu seinem letzten Heimspiel sind auch viele ehemalige Akteure erschienen. Seine Mannschaft hatte für ihn einiges vorbereitet – mit dem Punktgewinn gegen Schwerte-Westhofen war auch der Abschied sportlich gelungen. Dabei zeigten die VfL-Frauen eine deutliche Steigerung gegenüber dem letzten Spiel. „Wir standen sicher in der Deckung und sind mit schnellen Angriffen zu Torerfolgen gekommen“, resümierte Richter die erste Halbzeit. Aber auch die Gäste spielten gut mit, ließen sich nicht abschütteln, sodass beide Teams mit einem 12:12-Remis in die Kabine gingen.

Im zweiten Durchgang legte Brambauer einen Gang zu, führte zehn Minuten vor Spielabpfiff mit vier Toren (19:15). Dann schlichen sich aber einige Fehler ein, sodass Schwerte ausglich und 20 Sekunden vor Abpfiff sogar in Führung ging. Doch Brambauer spielte seine Überzahl in den letzten Sekunden gut aus und glich dank Amelie Neumann zum 22:22 mit dem Schlusspfiff aus. „Ich war sehr zufrieden. Die Mannschaft hat toll gekämpft“, lobte Richter, der seine große Verabschiedung sichtlich genoss.

Team und Tore VfL: Wulf/Sindermann – Mai 1, Martha Rykowski 5/2, Sahage 1, Plotek 1, Leismann 2, Neumann 4, Lasshof 6/4, Monika Rykowski, Karau 2

Frauen-Landesliga 3 Lüner SV – DJK Westfalia Hörde 32:32 (17:15)

„Leichter als heute hätten wir Hörde nicht schlagen können“, sagte LSV-Coach Marcel Mai. Sein Team rutschte jetzt auf Rang drei ab hinter dem neuen Zweiten Hamm. Ein Spieltag bleibt noch. „So oder so: Das war eine Super-Saison“, sagte Mai.

Seine Sieben startete nicht so gut, lag mit 0:2 hinten. Appia-Sarah Dressler glich aus. Über 5:5 führten die Lünerinnen mit 12:10. Hörde kam durch ihre starke Schützin Anne Pommeranz, die 14 Tore warf, immer wieder ran und führte beim 14:15 wieder. Drei Tore von Vivienne Blümel, Michelle Schröder und Anna Lieneke brachten aber die LSV-Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel zog der LSV auf 19:15 weg, warf danach bis zum 19:19 kein Tor mehr. Die Partie blieb spannend. Pommeranz verhinderte kurz vor dem Ende die zweite Niederlage Hördes.

Team und Tore LSV: Klostermeier/Gosemärker - Rosenthal, Schröder 4, Lieneke 2, Blümel 4, Hülsewede 5, Köppen, Püschel, Lohölter 6, C. Schmidt, Krause 2, A. Schmidt 4, Dressler 5

Herren Verbandsliga 2 SuS Oberaden – FC Schalke 24:24 (11:11)

Die Träume vom Aufstieg dürften dahin sein. Bei noch zwei ausstehenden Partien liegt der SuS drei Punkte hinter Spitzenreiter HSC Haltern-Sythen. Vor einer guten Kulisse lieferten sich Oberaden und Schalke einen offenen Schlagabtausch. Der SuS hatte unter anderem beim 13:11 die Chance, wegzuziehen. „Wir haben es aber versäumt, die Dinger reinzumachen, sind immer wieder gescheitert. Man muss auch fairerweise sagen, dass Schalkes Sven Erzfeld eine überragende Partie im Tor bot“, sagte SuS-Spielertrainer Alex Katsigiannis. Erzfeld fischte einige Bälle heraus, unter anderem auch vier Siebenmeter und zwei Gegenstöße.

Schalke nutzte die mangelnde Torausbeute gekonnt aus, setzte sich auf 16:13 ab. Doch dann schlug die Stunde von Pascal Stennei, der für das 16:16 sorgte. Oberaden agierte im Inneblock mit Lukas Noe und Mats-Yannick Roth stark. Kurz vor dem Ende lag die Führung bei Oberaden. Lukas Noe hatte die Chance, 70 Sekunden vor Schluss per Gegenstoß sein Team auf die Siegerstraße zu bringen. Doch auch er scheiterte an Erzfeld. Schalke glich im Gegenzug aus, traf dann zum 23:24. Im letzten Angriff holte der gute Kreisläufer Bastian Herold einen Siebenmeter, Tim Fehring traf nervenstark zum verdienten Remis.

Team und Tore SuS: Klepping/Makus – Hajduk 1, Noe 2/1, Herold 3, Fehring 2/1, Lauber 1, Katsigiannis 4/1, P. Stennei 7, Pohl, Roth 4/3, Braach, Mork, B. Stennei

Bezirksliga Hellweg TV Beckum – VfL Brambauer 28:35 (15:18)

Damit hatte am Samstagnachmittag noch niemand gerechnet in Brambauer. Bereits beim Auswärtsspiel beim Tabellenachten TV Beckum bot sich dem VfL die Aufstiegschance. Der Handball-Bezirksligist nutzte sie und spielt in der kommenden Saison in der Landesliga. 28:35 (15:18)

Verfolger SuS Oberaden II hatte am Samstagabend eine überraschende Heimniederlage gegen den Tabellenneunten Heeren-Werve kassiert. So genügte dem VfL plötzlich bereits ein Remis in Beckum, um uneinholbar davonzuziehen. An der Unterstützung sollte es nicht mangeln. Die Spieler wurden von einem Fan-Bus begleitet, viele fuhren mit dem eigenen PKW nach Beckum. Rund 150 Gästeanhänger unterstützten letztlich den VfL und machten die Begegnung zu einem gefühlten Heimspiel.

Zu Beginn nervös

Die Nervosität war dem Team von Nadim Karsifi aber zunächst anzumerken. Das junge VfL-Team lag 1:4 in Rückstand. Im Laufe des ersten Durchgangs fing sich der Favorit. Zur Pause lag der Gast beim 18:15 mit drei Toren vorn. Brambauer erzielte viele Treffer über Gegenstöße, Beckum hingegen war vornehmlich vom Siebenmeter-Punkt erfolgreich. Auf beiden Seiten agierten die Schiedsrichter großzügig.

Die Begegnung blieb zunächst auch nach der Pause umkämpft. Beckum kam auf zwei Tore ran. Die individuelle Klasse des VfL war aber zu viel für das Mittelfeld-Team. Zumal sich Manuel Welski im VfL-Tor minütlich steigerte. „Mega geil. Das ist traumhaft schön für die Jungs. Wir haben vor zwei Jahren hier angefangen und spielen jetzt Landesliga. Wir haben es uns hart erarbeitet, dass wir in die Geschichte des Vereins eingehen“, sagte Meistertrainer Karsifi nach der Partie.

Nachdem die VfL-Herren in den vergangenen Jahren mehrmals knapp am Aufstieg gescheitert waren, war die Erleichterung am Sonntagabend umso größer. Auch beim VfL-Vorsitzenden Jochen Kindmann, der spontan 100 Liter Freibier versprach. Der Tanz in den Mai wurde in Brambauer zum Aufstiegstanz.

SuS Oberaden II – HC Heeren-Werve 31:37 (16:19)

Das Team von Trainer Björn Grüter zeigte vor allem im ersten Durchgang wenig Laufbereitschaft in der Defensive. Sein Team führte zwar zu Beginn, ließ dann aber deutlich nach. Nach neun Minuten sah zudem Haupttorschütze Hendrik Schuchtmann nach einem Foulspiel Rot. Heeren kam immer wieder über Gegenstöße zu Torerfolgen.

„19 Gegentore in einer Halbzeit sind eindeutig zu viele“, sagt Grüter. Nach der Pause nahm Oberaden Heerens Spielmacher Dominik Höft in Manndeckung. Trotzdem gab er die Impulse. „Da waren wir einfach nicht clever genug“, so Grüter. „Mit 37 Gegentoren kann man nur schwer ein Spiel gewinnen“, lautete das Fazit von Grüter, der Kreisläufer Mario Stratmann ein Sonderlob aussprach.

Team und Tore SuS: Schäfer/Knop – Stratmann 9, Rodefeld 1, Wegelin 3, Krock 4, Titz 5/4, Schuchtmann 1, Gonschewski 3/1, Wagner 1, Grosser 2, Merten 2

Lüner SV – TuS Eintr. Overberge 25:22 (10:9)

Die Lüner begannen schlecht, lagen zunächst mit 2:4 hinten. Nach vier Toren in Serie durch Philipp Gärtner, Robin Stroscher, Till Wildemann und Marcel Mai führte der LSV mit 7:4. Der Vorsprung wurde bis zum 9:6 gehalten. Overberge ließ sich nicht abschütteln und war beim 9:9 dran. Nach langem hin und her und Zeitstrafen auf beiden Seiten traf Gärtner per Siebenmeter zur Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel schien es, als könne sich der LSV absetzen. Nach dem Treffer von Mai (38.) betrug der Vorsprung erstmals vier Tore.

Overberge kam jedoch erneut auf und glich beim 16:16 (45.) wieder aus. Erst kurz vor Schluss setzte sich der LSV nach Toren von Wildemann und Gärtner (56.) wieder entscheidend ab, führte 24:20 und hielt den Vorsprung. Gärtner (9) und Mai (6) hatten mit ihren Toren einen großen Anteil am Erfolg. „Das war ein wichtiger Sieg. Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen. Hätten wir verloren, wären wir erst einmal Vorletzter und auf einem Abstiegsplatz gewesen“, so LSV-Trainer Christian Neve, der überzeugt ist, dass die nötigen Punkte zum Klassenerhalt im letzten Heimspiel gegen Ennigerloh geholt werden. 

Team und Tore LSV: Hangebrock/Bauer - Hadac, Dornseifer, Grammon 2, Mai 6, Seeger, Gärtner 9, Stroscher 2, Wildemann 4, Albers, Maurer, Miehle 1

 

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