Warum Andreas Sorgatz noch lange nicht ans Aufhören denkt

Sportlerporträt

Einer der bekanntesten Lüner Fußballer feiert am Dienstag seinen 50. Geburtstag. Die Rede ist von Andreas "Schnulli" Sorgatz, das Urgestein bei der SG Gahmen. Ans Aufhören denkt er allerdings noch lange nicht. Ein Porträt.

GAHMEN

von Von Carina Püntmann

, 21.02.2012, 14:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Andreas Sorgatz - ein echtes Urgestein bei der SG Gahmen.

Andreas Sorgatz - ein echtes Urgestein bei der SG Gahmen.

Am Freitag soll eine große Fete mit den Kickern der SG Gahmen, der Familie und natürlich auch mit den engsten Freunden in Gahmen stattfinden. "Ich bin ein Fußballer und wir kennen nun mal sehr viele Leute. Wenn ich alle einladen müsste, dann wäre ich bei weit über 300 Gästen", sagt Sorgatz schmunzelnd.

Über sein Alter hat sich der jetzt 50-Jährige besonders in den letzten Tagen viele Gedanken gemacht: "Au Backe, da bin ich tatsächlich schon 50 Jahre alt", holt ihn die Realität ein, er betont aber: "Da muss jeder einmal durch."

Seit 1995 bei Gahmen

Sportlich gesehen ist "Schnulli", wie er liebevoll von allen genannt wird, seit 1995 bei den Gahmenern aktiv und steht selbst noch bei den Altherren zwischen den Pfosten. Ans Aufhören denkt Sorgatz aber noch lange nicht.Erst wenn sein Freund Peter Lemke (58) vom SV Preußen seinen Abschied verkündet, wird Sorgatz auch seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. "Ich möchte einfach mehr Spiele als Peter absolviert haben. Ich möchte ihn unbedingt einholen", sagt Sorgatz mit einem Augenzwinkern. So motiviert er sich immer wieder aufs Neue.  Lemke und Sorgatz wollen gemeinsam mit einem Abschiedsspiel aufhören. "So lange mein Knie noch hält, laufe ich auch weiter auf", gibt er den Ton klar und deutlich an.

Von Heilbronn nach Dortmund

Seine Laufbahn als Fußballer begann Sorgatz in Süddeutschland, beim VfR Heilbronn. Nach seinem Umzug nach Dortmund kam er über die Sportunion zum damaligen Kreisligisten Eintracht Gahmen. Von dort wechselte er zur FSG Drubbel (später RW Alstedde) und spielte mit Uwe Höhn zusammen. "Er als Libero und ich im Tor waren schon eine Macht", erinnert sich Sorgatz. In der Tat hat das Duo der Mannschaft mit nur neun Gegentoren die Meisterschaft und somit den Aufstieg in die A-Liga gesichert.

Nach der Zeit in Alstedde wechselte Sorgatz zum VfB Lünen und feierte dort im entscheidenden Spiel gegen die ÖSG Viktoria vor 2000 Zuschauern den Aufstieg in die Bezirksliga. Im Elfmeterschießen parierte Sorgatz den entscheidenden Elfer. "Eigentlich habe ich zwei gehalten. Aber der Schiedsrichter meinte, dass ich mich zu früh bewegt hätte und hat daher den Elfer neu ansetzen müssen. Das stimmte aber überhaupt nicht. Ich habe mich ganz bestimmt nicht bewegt", stellt Sorgatz klar. Mit den Südern feierte er 1990 auch den Titel bei der Hallenstadtmeisterschaft. Im Finale setzte sich das Team gegen den damaligen Oberligisten Lüner SV durch.

 

 

 

 

 

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