Westfalia Wethmar befindet sich im freien Fall

Fußball: Bezirksliga

Klatsche statt Befreiungsschlag: Die Krise des Fußball-Bezirksligisten Westfalia Wethmar hat sich mit dem 0:4 am Sonntag im Derby gegen den BV Brambauer noch weiter verschärft. Probleme gibt es viele. Wir nennen die größten Baustellen im Wethmarer Team.

WETHMAR

, 25.09.2017, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfalia Wethmar befindet sich im freien Fall

Wethmars Trainer Simon Erling bemängelte nach der 0:4-Derbyklatsche gegen Brambauer: „Wir sind viel zu still.“

Simon Erling und sein Co-Trainer Robert Kittel saßen noch 15 Minuten nach dem Abpfiff auf der Trainerbank. Der Austausch war intensiv. Es gibt viel zu bereden am Cappenberger See. Sieben Spiele, zwei Punkte, vier verlorene Heimpartien: Der einstige Titelkandidat befindet sich im freien Fall. Ein Ende der Talfahrt ist gerade nicht in Sicht. Auf der Homepage der Wethmarer stellt der Sportliche Leiter Rolf Nehling klar: „Nur gemeinsam können wir die Wende schaffen.“ Er sagt: „Wir werden die Ruhe bewahren und mit allen Beteiligten an zielführenden Lösungen arbeiten. Wir wissen, was momentan schief läuft. Und daran werden wir arbeiten, denn ansonsten wird es ganz schwer, die Liga zu halten.“

Die Westfalia ist angekommen im Abstiegskampf. „Mit nichts anderem brauchen wir uns zu beschäftigen“, sagte Erling am Sonntag. „Das müssen jetzt alle im Team begreifen. Zu sagen, wir kommen da doch schon wieder raus, ist nicht förderlich“, so der Trainer.

Einfachste Dinge funktionieren nicht

Seine Mannschaft ließ die einfachsten Dinge vermissen. Brambauer war in Sachen Lauf- und Kampfbereitschaft haushoch überlegen. Der Spielaufbau war planlos, vor den Gegentoren erlaubte sich Wethmar einfachste Ballverluste. „Hinzu kommt, dass wir nicht reden auf dem Platz“, sagte Erling. „Wir sind viel zu still.“ Wurde doch gesprochen, waren es fast ausschließlich negative Kommentare. Aufbauende Worte untereinander? Fehlanzeige. Defensivspieler ärgerten sich darüber, dass Stürmer Tim Heptner keine Bälle fest machte. Die Defensive selbst stürzte unterdessen aber von einer Verlegenheit in die nächste. „Natürlich schlagen die Ergebnisse auf die Stimmung“, sagte Erling. „Die Mannschaft ist Vizemeister geworden. Dann muss sie ja unzufrieden sein mit der aktuellen Situation. Sie müssen sich an die neue Situation gewöhnen.“

Erling selbst bewahrte am Sonntag meist die Ruhe am Rand. Selbst nachdem Abwehrchef Pascal Harder ihn Mitte der ersten Hälfte lautstark aufgefordert hatte, Wechsel vorzunehmen. „Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, wenn ich noch mehr Feuer reinbringe“, sagte der Trainer. In der Pause habe er sein Team aufgefordert, positiv miteinander zu sprechen.

Reise zum FC Overberge

Kommenden Sonntag (15.15 Uhr) geht es für Erling und sein Team beim Tabellenfünften Overberge weiter. Bastian Quiering und Dennis Anderson kehren dann aus ihren Sperren zurück, Alexander Podszuck könnte für einige Minuten in Frage kommen. Doch etliche Leistungsträger fehlen weiterhin. So auch Stürmer Christian Wantoch von Rekowski, dessen Sperre nach der Gelb-Roten Karte in Hamm aufgrund von Kommentaren in Richtung des Schiedsrichters noch verlängert wird.

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