Westfalia Wethmar erhält einen Kunstrasen

Ratssitzung

LÜNEN Die Fußballer der A-Ligisten TuS Westfalia Wethmar 48 und des VfB 08 Lünen dürfen kurzfristig auf den Bau einer neuen Anlage mit Kunstrasen hoffen. Das hat der Rat der Stadt am Donnerstagnachmittag in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause nach über einer Stunde kontrovers geführter Diskussion beschlossen.

von Von Bernd Janning

, 25.06.2009, 19:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erst demonstrierten die Fußballer von Westfalia Wethmar, dann übergaben Kinder einen Brief an den Bürgermeister Hans-Wilhelm Stodollick - und am frühen Abend stimmte der Rat für den Kunstrasenbau am Cappenberger See.

Erst demonstrierten die Fußballer von Westfalia Wethmar, dann übergaben Kinder einen Brief an den Bürgermeister Hans-Wilhelm Stodollick - und am frühen Abend stimmte der Rat für den Kunstrasenbau am Cappenberger See.

Am Ende setzte sich die 17-köpfige CDU-Fraktion mit ihrem Antrag durch. Dabei erhielt sie auch die Stimmen von Christiane Mai, Egbert Gutowski und Achim Schwarz, drei Vertretern aus dem Süden der Stadt der 22 Köpfe starken SPD-Fraktion. Die CDU erhielt mit folgendem Antrag die Mehrheit: "Die beiden Sportanlagen Dammwiese Lünen-Süd und Wethmar Cappenberger See erhalten aus Konjunkturmitteln statt der heute vorhanden Asche einen Belag aus Kunstrasen. Beide Anlagen genießen in Hinblick auf Schul- und Vereinssport erste Priorität, was auch aus dem Sportentwicklungsplan abzuleiten ist. Sollten die Mittel nur für einen Platz reichen, hat die Anlage in Wethmar Priorität."

Die Verwaltung wird beauftragt, die Kosten zu ermitteln und mit beiden Vereinen in Verhandlungen zu treten, ob und welche Eigenleistungen erbracht oder Drittmittel bereitgestellt werden können.

SPD setzt Wethmar an die erste Stelle Als Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes erklärte sich CDU-Ratsherr Dirk Wolf für befangen und verließ vor der Abstimmung den Saal. Die SPD setzte in ihrem Antrag den Kunstrasen für Wethmar an die erste Stelle, wollte sich bei der Modernisierung einer zweiten Anlage, wenn die Mittel reichen würden, nicht auf den VfB 08 Lünen oder einen anderen namentlich genannten Verein festlegen lassen.

Begleitet wurde die Ratssitzung von einer Demonstration, zu der der Förderverein des TuS Westfalia aufgerufen hatten. Dem Aufruf zum Protest waren über 100 TuSler, zuerst vor dem Rathaus, dann diszipliniert und im Austausch von Argumenten mit Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick vor und im Ratssaal, gefolgt waren.

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