Westfalia Wethmar hat neuerdings einen echten Elfmeterkiller in seinen Reihen

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In den vergangenen Jahren waren Strafstöße gegen Westfalia Wethmar eine Art Freifahrtsschein. Doch das hat sich in dieser Saison geändert. Grund dafür ist auch eine akribische Vorbereitung.

Wethmar

, 01.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Fußball-Fachjargon spricht man gerne davon, dass es bei ein Torhüter bei einem Elfmeter nur als Gewinner vom Platz gehen kann. Entweder er lässt den Schuss wie erwartet passieren oder er pariert und ist der gefeierte Held.

Bei Bezirksligisten Westfalia Wethmar ging der „Schnapper“, wie er selbst seine Position benennt, zuletzt gleich drei Mal in Folge als Sieger aus der Situation. Denn die vergangenen drei Strafstöße gegen Wethmar hielt Torwart Florian Fischer allesamt. „Es ist eigentlich schon etwas kurios. In den letzten Jahren konnte ich das überhaupt nicht“, sagt er lachend. „Da waren Elfmeter schon so eine Art Freifahrtsschein. Jetzt müssen sich die Gegner schon etwas mehr einfallen lassen.“

Sowohl in den beiden Ligaspielen gegen die Zweitvertretung des Lüner SV und den TuS Hannibal als auch im Pokalduell mit dem TSC Hamm fanden Elfmeter nicht ihren Weg ist Westfalia-Tor. Im Kreispokal flog dazu sogar ein zweiter Strafstoß noch über den Wethmarer Kasten - vielleicht aus Angst vor dem neuen Elfer-Killer Florian Fischer.

„Ich bin froh, wenn ich der Mannschaft damit helfen kann“, freut sich der Schlussmann. Und gerade beim 2:2 zuletzt in Hannibal sicherte Fischer damit einen wichtigen Punkt. „Wir sind mit der Platzierung - Rang 6 nach dem vierten Spieltag - natürlich sehr zufrieden. Auch die Punkteausbeute ist genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Dazu hatten wir mit Holzwickede, Mühlhausen und Hannibal auch drei sehr starke Gegner. Nur gegen Mühlhausen waren wir dabei wirklich etwas unterlegen.“

Gegen Hannibal hielt Florian Fischer schon seinen dritten Elfmeter in dieser Saison.

Gegen Hannibal hielt Florian Fischer schon seinen dritten Elfmeter in dieser Saison. © Günther Goldstein

Dabei freut sich Fischer besonders auf die kommenden Aufgaben. Erst trifft Wethmar am Wochenende auf den TuS Körne, wo er aus privaten Gründen nicht im Westfalia-Kasten stehen wird, dann gibt es gleich drei Derbys im Folge. Zunächst wartet im Kreispokal der SuS Oberaden, dann geht es zu BW Alstedde und Mitte Oktober ist der BV Brambauer zu Gast. „Das werden natürlich richtige Knallerspiele. Besonders auf das Spiel gegen Alstedde freut sich hier Jeder“, so Fischer. „Als Alstedde im vergangenen Jahr kurz vor dem Aufstieg war, wussten wir genau, dass wir nun bloß nicht absteigen dürfen. So groß war damals schon die Vorfreude. Es ist das Derby schlechthin.“

Dass es aber plötzlich so gut mit dem Elfmeter-Halten klappt hat einen ganz klaren Grund und hat nichts mit einem plötzlich geborenen Killerinstinkt zu tun. „Ich habe mich vor dem Hannibal-Spiel tatsächlich ganz akribisch auf einen möglichen Elfmeter vorbereitet. Ich habe mir jedes Spiel von ihnen online angeschaut und genau studiert, wie sie ihre Elfmeter schießen. Dann habe ich mir angeschaut, wie der Schütze angelaufen ist und war mir sicher, dass er in diese Ecke schießen wird. Vielleicht war aber auch ein bisschen Glück dabei“, so Fischer scherzhaft.

Auch gegen den SuS Oberaden bereitet sich Florian Fischer vor

Und auch vor seinem nächsten Auftritt, dem Kreispokalderby in Oberaden, möchte sich der Torwart bestmöglich auf ein mögliches Elfmeterschießen vorbereiten. „Es gibt ja heutzutage echt viele Möglichkeiten, sich die Spiele der anderen Mannschaften anzuschauen. Vielleicht finde ich ja auch von Oberaden etwas.“

Generell hat der Wethmarer großen Respekt vor der Aufgabe beim A-Ligisten. „Sie haben vorher Königsborn geschlagen, die ja immerhin bei uns in der Liga Zweiter sind. Das wird ein ganz, ganz schweres Spiel. Auch, wenn wir höher spielen.“

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