Westfalia Wethmar startet die Mission Klassenerhalt: „Natürlich wollen wir gewinnen“

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Westfalia Wethmar startet mit dem Derby gegen den BV Brambauer in die Rückserie der Bezirksliga 8. Der abstiegsbedrohte TWW braucht ab jetzt jeden Zähler für den Abstiegskampf.

Wethmar, Brambauer

, 29.11.2019, 10:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange überlegen musste Steven Koch nicht, als er auf die Zielvorgabe für das Derby am kommenden Sonntag, 1. Dezember (14.45 Uhr, Wehrenboldstraße, Lünen), angesprochen wird. „Ich gehe niemals in ein Spiel, um auf einen Punkt zu spielen. Natürlich wollen wir gewinnen“, folgte die Antwort - wie aus der Pistole geschossen - aus dem Mund des Trainers des Fußball-Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar. Das Derby gegen den BV Brambauer kann und soll am Sonntag die Positivwende für die Wethmarer einläuten. Dazu bräuchte der abstiegsbedrohte Klub aus dem Lüner Norden aber schon drei Punkte.

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Die enttäuschende Hinserie, nach der die Grün-Weißen den vorletzten Platz belegt haben, möchte der TuS endlich hinter sich lassen - und nach vorne schauen. „Wir (Das Trainerduo Steven Koch und Christian Kinder, Anm. d. Red.) sind jetzt etwa fünf Wochen da. Man sieht, dass bei den Jungs etwas passiert. Die letzten Spiele waren knapp. Das Selbstvertrauen ist sicherlich ein bisschen gestiegen“, verrät Koch, dessen Team zuletzt vor dem spielfreien Wochenende ein beachtliches 1:1-Remis gegen den Tabellendritten SSV Mühlhausen erzielte. Koch ist sich auch sicher: „Mit dem richtigen Einsatz können wir mit den Teams von oben mithalten.

Die Jungs können pöhlen, es muss nur an kleinen Rädchen gedreht werden“.

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Dazu zählt mit Sicherheit auch die Verbesserung im Torabschluss. Noch stellt die Westfalia nämlich den schwächsten Angriff in der Liga, hat bislang nur zehn Tore erzielt. „Wir müssen einfach eiskalt vor dem Tor werden“, so Koch weiter.

Dass mit dem Lokalrivalen BV Brambauer nun ausgerechnet eine der defensivstärksten Mannschaften zum Cappenberger See reist, ist Steven Koch bewusst. Mit Ausnahme der zuletzt überraschend hohen 1:5-Niederlage der Brambaueraner gegen Kemminghausen stand die Defensive des BVB in der Regel sehr gut. Nur 18 Gegentore kassierte die Mannschaft von Jascha Keller bislang, gehört damit zu den Spitzenteams der Liga.

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Darauf ausruhen darf sich der BVB allerdings gewiss nicht. Die Brambaueraner, die das Hinrundenderby gegen den TWW knapp mit 1:0 für sich entschieden, wissen, dass es für die Wethmarer um das nackte Überleben geht. „Ich erwartet einen hochmotivierten Gegner, der aber auch Druck hat. Es wird sicherlich ein Kampfspiel. Wethmar wird versuchen, alles zu investieren. Das Spiel wird auch über den Willen entschieden“, sagt BVB-Trainer Jascha Keller, der einen Qualitätsverlust der Wethmarer Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr ausgemacht hat. „Wethmar hat starke Verluste erlitten. Till Kowalski und Arlind Jashanica waren herausragende Akteure, die der Verein abgegeben hat. Die Qualität fehlt nun auf den Außenbahnen. Außerdem fehlt vorne ein Knipser“, so Keller weiter, der trotzdem beteuert, dass Wethmar „konkurrenzfähig“ sei.

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Dass die Paarung am Sonntag an der Wehrenboldstraße wohl eher keinen fußballerischen Leckerbissen verspricht, dürfte daher klar sein. Hinzu kommt, dass beide Mannschaften nicht in Bestbesetzung auflaufen werden. Beim BVB fallen in Jörg Lemke, Joel Razanica, Enrico Christal, Marvin Mainoo-Boakye und Arkadi Daunhauer fünf Spieler sicher aus. Die Westfalia muss definitiv auf Andreas Kahlkopf, Jonas Allefeld und Bastian Pöhlker verzichten, hat allerdings für Sonntag auch noch eine Menge fraglicher Spieler im Kader.

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