Lüner Vereine erhalten eine neue Verfüllung für ihre Kunstrasenplätze

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Verklumpendes Granulat auf Kunstrasenplätzen stellt schon länger ein Problem auch für Fußballvereine aus Lünen dar. Nun wird bei zwei Vereinen gehandelt und die Verfüllung ausgetauscht.

Wethmar

, 06.08.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Sommer ist es bei hohen Temperaturen stets besonders schlimm: Das Granulat auf manchen Kunstrasenplätzen verklumpt. Dicke Klumpen, die schnell größer als ein Tischtennisball werden, erhöhen dann die Verletzungsgefahr auf den Plätzen.

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Diese dienen trotz der Corona-Pandemie bereits seit Wochen wieder als Ort für Trainingseinheiten und inzwischen auch wieder für Testspiele. In Lünen sind die Kunstrasenplätze des Lüner SV und des TuS Westfalia Wethmar besonders betroffen.

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In Wethmar fielen die groben Granulatklumpen am Sonntag deutlich auf. Als die erste Mannschaft der Westfalia gegen den SV Preußen testete (8:0), warf Schiedsrichter Yannick Iwersen immer wieder dicke Klumpen vom Spielfeld jenseits der Spielfeldbegrenzungen. Dabei habe der TWW erst am Samstag dreieinhalb Stunden den Platz abgeblasen, wie Wethmars Vorsitzender Stephan Polplatz berichtete.

Lüner SV genauso betroffen wie Westfalia Wethmar

Polplatz kümmert sich für Westfalia Wethmar um das Problem. Gemeinsam mit Arno Franke vom Lüner SV hatte er im März dafür gesorgt, dass Politik und Verwaltung der Lippestadt sich der Problematik annehmen.

Die Granulat-Klumpen bleiben zwischen den Stollen der Fußballer kleben. Denen fehlt anschließend der Halt, wodurch das Verletzungsrisiko steigt.

Die Granulat-Klumpen bleiben zwischen den Stollen der Fußballer kleben. Denen fehlt anschließend der Halt, wodurch das Verletzungsrisiko steigt. © Jura Weitzel

Der Ausschuss für Bildung und Sport hatte das Thema in seiner zweiten Sitzung des Jahres am 3. Juni behandelt. „Die Verklumpung des Granulats wird in Kürze entfernt, dazu wird das komplette Granulat abgetragen und Sand eingebracht“, haben laut öffentlicher Niederschrift der Beigeordnete Horst Müller-Baß und David Littmann von der Sportverwaltung dort berichtet.

In der Zwischenzeit - natürlich durch die Corona-Pandemie verzögert - habe die Stadt verschiedene Lösungen abgewogen und mit verschiedenen Anbietern Kontakt gehabt, so Polplatz. Schon im März hatte sich schnell abgezeichnet, dass ein Entfernen des aktuellen Granulats und ein Ersetzen durch eine Sandverfüllung alternativlos sei.

Platz wird mit Sand befüllt

Das aktuelle Gummi-Granulat „wird wohl abgesaugt“, sagt Polplatz. Aktuell läuft noch die Widerspruchsfrist gegen die Ausschreibung der Stadt. Ab Ende August rechnet Polplatz damit, dass die Verfüllung ausgetauscht wird. Gleiches gelte auch für den Lüner SV, mit dem er in regelmäßigem Kontakt stehe.

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Zwei Tage werde der Austausch wohl dauern, so Polplatz. Die neue Sandverfüllung „macht die Plätze sicherlich härter. Im Winter gibt es eine höhere Rutschgefahr“, sagt Wethmars Vorsitzender. Doch der TWW sei froh, dass es überhaupt eine Lösung gibt und hält diese für die richtige.

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Doch völlig sorgenfrei ist Westfalia Wethmar damit nicht. Die Lebensdauer des Kunstrasenplatzes bleibt begrenzt. Fünf bis sechs Jahre würde der Platz grundsätzlich noch zu nutzen sein, vermutet Polplatz. „Dann kann man davon ausgehen, dass Exodus ist.“

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