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Wohl keine Spielabsagen wegen der Hitze: „Unverantwortlich“

rnFußball-Stadtmeisterschaften

Die Stadtmeisterschaften der Junioren stehen ganz im Zeichen der Hitze. Sind bei den zu erwartenden Temperaturen sogar Spielabsagen sinnvoll? Die Meinungen darüber gehen stark auseinander.

Lünen

, 24.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Sezer Yildiz war am Sonntag nicht zu beneiden. Bei über 30 Grad Celsius machte der Jugendgeschäftsführer des BV Brambauer ordentlich Meter, damit die Ausrichtung der Jugendfußball-Stadtmeisterschaft möglichst problemlos über die Bühne geht.

Wohl keine Spielabsagen wegen der Hitze: „Unverantwortlich“

Brambauers Jugendgeschäftsführer Sezer Yildiz nimmt den SSV in die Pflicht. © Patrick Schröer

Und wenn Yildiz mal keinen Botengang erledigte, stand er unter dem Dach der Brambaueraner Glückauf-Arena, das wenigstens ein paar Quadratmeter Schatten spendete. Vor ihm sonderte eine Slush-Eis-Maschine, die er über den Tag immer wieder bediente, zudem ein wenig kühle Luft ab. Das sich dort drin befindende halbgefrorene Eisgetränk war allerdings den vielen jungen Fußballern vorbehalten, die am Sonntag bei der Stadtmeisterschaft im Einsatz waren.

Wassereimer zur Abkühlung des Kopfes

Das Slush-Eis war eine von mehreren Maßnahmen, die der BV Brambauer ergriff, um die jungen Kicker vor der Hitze zu schützen. Wassereimer zur Abkühlung und Befeuchtung des Kopfes stellte der BVB zur Verfügung, die Schiedsrichter baten auch während eines Spiels zu einer Trinkpause.

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Ein Blick in den Wetterbericht zeigt: Die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen weiter, von knapp 40 Grad war zwischenzeitlich die Rede. Und auch die Stadtmeisterschaft geht weiter, sogar in die entscheidende Phase.

Detlev Eppmann: „Da kann man mit klarkommen“

„Da kann man mit klarkommen. Die Temperaturen sind ja nicht ungewöhnlich“, sagt Detlev Eppmann. Eppmann ist Leiter der Fachschaft Fußball Junioren im Stadtsportverband (SSV) der Stadt Lünen. Spielabsagen durch den SSV werde es nicht geben. „Das wird nicht funktionieren“, sagt Eppmann. Schließlich würden die ausgefallenen Spiele nicht in den Spielplan untergebracht werden können, bevor am Wochenende die Finalspiele beginnen.

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„Wenn gespielt wird, ist es von den Veranstaltern der Stadt unverantwortlich bei diesen Temperaturen“, sagt Yildiz. Eppmann sieht die Verantwortung dafür woanders. „Der Schiedsrichter hat die Fürsorgepflicht“, so Eppmann.

Keine Regel für Spielabsagen

Eine Regel, ab welchen Temperaturen Spiele abgesagt werden, gebe es nicht. Vermehrte Trinkpausen oder verkürzte Spielzeiten seien Einzelfallentscheidungen, die zwischen Schiedsrichter und Mannschaften abgesprochen werden müssten. Am Sonntag wurde etwa ein D-Jugend-Spiel nach 15 und 45 Minuten für eine Trinkpause unterbrochen. Hinzu kam die Halbzeitpause nach 30 Minuten.

Yildiz überzeugen solche Maßnahmen nicht. „Die Gesundheit unserer Kinder hat Vorrang, auch wenn wir den Fußball lieben“, sagt er.

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