Woller klagt nach torlosem Remis über „Fehlpass-Orgie“ des Lüner SV

Fußball: Westfalenliga

Die Schwansbeller spielen gegen die DJK TuS Hordel 0:0 – und das trotz jeder Menge Offensivkraft.

Lünen

, 08.09.2019, 21:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Woller klagt nach torlosem Remis über „Fehlpass-Orgie“ des Lüner SV

Marcel Ramsey und Milan Sekulic (v.l.) spielten gegen die DJK-TuS Hordel unentschieden. Warnecke

Trotz intensiver Bemühungen verpasste es Fußball-Westfalenligist Lüner SV am Sonntag der noch verlustpunktfreien DJK TuS Hordel beim torlosen Remis die erste Niederlage zuzufügen.

Westfalenliga

Lüner SV - DJK TuS Hordel

0:0 (0:0)

Hordels Trainer Holger Wortmann war bei der anschließenden Pressekonferenz der Meinung, gegen einen starken Gegner einen Punkt gewonnen zu haben: „Der LSV hat über 90 Minuten richtig, richtig Offensivpower an den Tag gelegt und in der zweiten Hälfte ein Plus an qualitativ hochwertigen Chancen gehabt. Es war ein intensives Westfalenligaspiel mit vielen Umschaltmomenten.“

Der Sportliche Leiter des Lüner SV, Christian Hampel, der die Pressekonferenz leitete, verdrehte etwas die Augen und schien der Meinung nicht zu folgen. LSV-Coach Marc Woller relativierte in seiner Sicht die Dinge jedoch etwas.

Said Dahoud mit Hordels bester Tormöglichkeit

Hordels beste Chance hatte Said Dahoud, Bruder des Dortmunder Bundesliga-Spielers Mahmoud Dahoud, der den Ball aus 20 Metern an die Latte setzte (21.). Aufseiten des LSV vergab Meris Memic gute Gelegenheiten und setzte zwei Schüsse (34./42.). Glück hatte der LSV, als der Schiedsrichter nach Noel Lahrs Ausrutscher und dem Einsteigen von Michel Josch gegen Peter Elbers nicht auf den Punkt zeigte (42.).

Nach dem Wechsel drängte der LSV. Bezeichnend, dass der eingewechselte Innenverteidiger Matthias Göke die bis dahin beste Chance hatte, aber daneben köpfte (50.). Wenig später scheiterte Göke im zweiten Versuch erneut aussichtsreich (56.). Mehmet Kara (66.) mit einem Schuss und Marcel Ramsey mit einem Kopfballaufsetzer, verfehlten das Tor (72.). Michel Josch bewahrte sein Team mit einer Glanzparade vor dem Rückstand. Er lenkte einen von Timo Erdmann abgelassenen und von Reis noch abgefälschten Schuss zur Ecke (73.). Sein Gegenüber glänzte bei einem Kopfball-Heber von Sekulic (88.).

„Das Leben selber schwer gemacht“

„Ein ganz blödes Ergebnis. Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht, hatten Glück, dass wir nicht zurückliegen. Wir wollten die Offensivpower aus den letzten Spielen mitnehmen. Das sah zwischendurch gut aus, aber wir haben, etwas übertrieben, an die 100 Fehlpässe gespielt. In der zweiten Halbzeit war es besser. Wir haben Riesenchancen. Die Chancen hatten wir auch noch durch einen Abwehrspieler. Wir machen uns das Leben selber schwer und treten etwas auf der Stelle und hatten heute eine Fehlpass-Orgie. Das müssen wir abstellen“, analysierte LSV-Trainer Marc Woller.

Lüner SV: Josch - Reis, Drees, Ramsey, Pfennigstorf, Sekulic, Lahr (46. Göke), Bozlar, Deppe, Memic (80. Mushaba), Kara

Tore: Fehlanzeige

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