Zwei Schmidts ballern den Lüner SV zum ersten Sieg - Die Ergebnisse

Handball

Die Handballerinnen des Lüner SV haben ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Die Liga-Kolleginnen aus Brambauer gingen hingegen unter. Auch für die Herren gab es keine Punkte.

Lünen, Brambauer

, 22.09.2019, 21:42 Uhr / Lesedauer: 3 min
Zwei Schmidts ballern den Lüner SV zum ersten Sieg - Die Ergebnisse

Thia Schmidt traf neun Mal bei der Borussia. © Günther Goldstein (A)

Frauen-Verbandsliga 2
Borussia Dortmund III – Lüner SV 18:35 (7:14)

„Wir wollten nach letzter Woche eine Reaktion zeigen und die haben wir gezeigt“, sagte LSV-Trainer Marcel Mai nach dem deutlichen Auswärtssieg in den Hallen der Drittvertretung der Dortmunder Borussia. Thia und Anna Schmidt ballerten Lünens zweiten Gegner der Saison fast im Alleingang vom Parkett. Die Beiden netzten zusammen 19 Mal, einmal mehr als ihr Gegenüber aus Dortmund insgesamt. „Das hat einfach funktioniert.“, sagt Mai.

Bereits zur Halbzeit stellten die Gäste aus Lünen klar, dass für den BVB nichts zu holen ist – mit 14:7 führten Mais Damen. Zwar schienen die Dortmunderinnen nach der Pause motiviert, ließen zunächst kein Tor zu und kamen bis auf 10:14 heran, dann zog der LSV aber davon. Erst nach dem 19:10 aus Lüner Sicht (42.) begann der BVB wieder Tore zu werfen – zu spät. „Julia Koopmann hatten wir gut im Griff, am Ende hat sich der Gegner dann auch etwas aufgegeben“, sagt Mai. In der Endphase des Spiels flog Dortmunds Schlüsselspielerin Koopmann nach einem klaren Foul an Püschel vom Platz (46.). Von der Seite sei sie mit „vollem Körpereinsatz“ in Püschel „rein“. Mai: „Das war bei ihrer Erfahrung unnötig. Das Spiel war schon lange durch.“

Lüner SV: Schink/Klostermeier – Lieneke (5), T. Schmidt (9/5), Hins (2), Püschel (4), Lohölter, J. Krause (1), A. Schmidt (10), Rempe (1), Dressler (2), Geissler (1)

HSG Schwerte-Westhofen – VfL Brambauer 45:26 (21:12)

„Ich bin immer noch sprachlos. Das habe ich noch nie erlebt“, sagte VfL-Trainer Andre Schwedler. Dabei lief es zu Beginn der Partie noch gut. Die VfL-Frauen sind normal ins Spiel gestartet. Nach knapp zehn Minuten ließ Brambauer aber einige Chancen liegen und leistete sich ein paar technische Fehler, die von Gastgeber Schwerte eiskalt ausgenutzt wurden. „Dann hat uns irgendwie der Mut im Angriff verlassen“, sagte Schwedler. Seine Mannschaft fand überhaupt nicht mehr zu ihrem Spiel, lief zur Pause schon einem Neun-Tore-Rückstand hinterher.

Im zweiten Durchgang nahm sich Brambauer noch einmal vor anzugreifen. Doch das Team kam nur auf maximal sieben Tore heran. Ab der 45. Minute lief dann überhaupt nichts mehr zusammen. „Da war gefühlt kein Mensch mehr auf der Platte“, so Schwedler. Die HSG Schwerte-Westhofen spielte ihren Streifen weiter herunter, lief etliche Tempogegenstöße und brach den VfL-Frauen so das Genick.

„Wir haben zum Ende hin auch einfach gar nichts mehr getroffen“, so Schwedler und weiter: „So kommt dann so ein Ergebnis auch zustande. Ich bin immer noch sprachlos und muss das alles erst einmal Sacken lassen.“ Die VfL-Frauen starteten somit mit zwei deutlichen Niederlagen in die Saison. Am Samstag, 28. September, empfängt Brambauer den SC Westfalia Kinderhaus.

VfL Brambauer: Sindermann/Jaschewski - Fleckstein (2), Holz (2), Sahage, Bloeß (1), Kost (5/1), Kroll (1), Leismann (1), Bauer (8/1), Lasshof (4/1), Umbescheidt (2)

Landesliga 3
HSG Herdecke/Ende – Brambauer 34:31 (15:13)

„Die Niederlage hätte nicht sein müssen, sie geht aber in Ordnung“, sagte VfL-Trainer Björn Grüter nach dem knapp verlorenen Spiel bei der HSG Herdecke/Ende. Zwei Minuten vor Spielende hatte sein Team den Abstand auf nur ein Tor verringert (32:31). „Es waren individuelle Fehler“, sagt Grüter. „Wir sind in zu viele Gegenstöße reingelaufen und haben unnötige Tore kassiert.“ Besonders die Anfangsphase habe Brambauer „verschlafen“ und sich vom Vorsprung des Gegners (12:6, 19.) „das ganze Spiel nicht mehr erholt“. Dennoch habe die Moral auch in Durchgang zwei gestimmt. Für einen Ausgleich oder gar die Führung reichte es dann aber nie.

Positiv war für den Trainer in jedem Fall der Auftritt von Ole Wißemann, der nach mehrwöchigem Ausfall wegen einer Bänderverletzung im Fuß wieder in den Kader zurückkehrte. Wißemann habe laut Grüter „eine ganz gute Vorstellung abgeliefert“ und sei für den Mannschaftschef „sicherlich eine Alternative für den Rückraum“.

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter (2), L. Langmann (1), Wißemann (1), Gärtner, Pape (3), P. Langmann, Pohl (8), Maurer (1), Eder (11/8), Sporbeck (4)

Kreisliga Hellweg
Eintracht Dolberg II – Lüner SV 30:30 (15:10)

Das war der erste Punktgewinn für Handball-Kreisligist Lüner SV: Beim SV Eintracht Dolberg II kämpfte sich Lünen trotz eines 10:15-Rückstandes zur Pause noch zurück und belohnte sich mit einem Punkt. Auch wenn in dieser Partie noch nicht alles rund lief, zeigte der LSV eine starke kämpferische Leistung. Am Sonntag, 29. September, wartet um 16 Uhr mit dem SuS Oberaden III ein Lokalduell auf den LSV. Der SuS II ist mit einem Sieg und einer Niederlage gestartet.

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