Basketballerin Stefanie Benting geht in ihre erste Saison als Trainerin des FC Nordkirchen

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Auf welches Spiel freut sich Benting besonders? Wie sieht sie generell die Entwicklung des deutschen Basketballs? Das erwartet die 47-Jährige von der neuen Landesliga-Saison.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 12.09.2019, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hauptsache nicht wieder so eine Zittersaison spielen. Das ist das erklärte Saisonziel der Landesliga-Basketballerinnen des FC Nordkirchen und besonders ihrer Trainerin Stefanie Benting: „Ich würde uns gerne am Saisonende im gesicherten Mittelfeld, also so Platz sechs oder sieben, sehen.“

Sie übernahm die Mannschaft zum Serienwechsel von ihrem Bruder Frank Benting und freut sich über ihre neue Aufgabe: „Es macht mir echt großen Spaß mit den ganzen Mädels zusammen zu arbeiten.“

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Das 47-Jährige war sogar vor nicht allzu langer Zeit selbst noch für die Nordkirchener Basketballerinnen aktiv. Im März 2016 stand sie zum letzten Mal für den FCN auf der Platte. Mit einigen von ihren jetzigen Schützlingen hat sie deshalb noch zusammen gespielt. Ein Problem? „Nein, im Gegenteil. Ich war ja auch nie weit weg von der Mannschaft, war eigentlich zwei Mal in der Woche in der Halle. Wir sind alle sehr gut miteinander befreundet“, sagt Benting.

Stefanie Benting: „Hätte mir gewünscht, dass manche Spielerinnen häufiger beim Training gewesen wären.“

Auch ihr erstes Trainingslager als Trainerin verlief durchweg „sehr positiv, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die ein oder andere Spielerin noch häufiger erschienen wäre.“ Nun geht es also in eine neue Landesligasaison und die hat es ordentlich in sich: „Es ist schwer, die Liga einzuschätzen. Es gibt viele gleichwertige Mannschaften. Ich denke aber, dass oben die LippeBaskets Werne und der SC Paderborn das Rennen machen werden.“ Auf welches sich Stefanie Benting besonders freut, ist derweil klar: „Na, das Derby gegen Werne. Das wird großartig.“

Der deutsche Basketball bereitet Stefanie Benting Sorgen

Den Basketball als Sportart sieht sie übrigens in einer großen Bredouille. Besonders das Abschneiden der Männer-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in China bereitet ihr Sorgen.

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„Das war wirklich extrem enttäuschend. Ich hatte mir mehr erhofft - vielleicht sogar einen kleinen Boom“, so Benting. Vor wenigen Tagen war die hochgelobte Nationalauswahl schon in der Vorrunde beim Weltturnier in Asien ausgeschieden. Besonders bei der 68:70-Niederlage gegen den Basketballzwerg aus der Dominikanischen Republik ernteten die Deutschen viel Spott und Hohn.

Basketballerin Stefanie Benting geht in ihre erste Saison als Trainerin des FC Nordkirchen

Stefanie Benting war 2016 noch aktive Spielerin. © Weitzel

Auch innerhalb des Nordkirchener Vereins kann Stefanie Benting den Rückgang des Interesses an der Sportart erkennen: „Ich weiß nicht ganz, womit das genau zusammen hängt. Aber in der Jugend ist dieser Rückgang auffällig, im Damenbasketball nochmal mehr.“ Das sei auch der Grund, wieso sich im regionalen Bereich immer mehr Spielkooperationen bilden würden.

Um dem entgegenzuwirken, startet der FCN nun ein ganz besonderes Projekt. Mit Pia Grote spielt ab der neuen Saison eine 15-Jährige im Landesligakader von Stefanie Benting. „Wie erhoffen uns davon, dass Pia ganz ganz viele Erfahrungen macht und sich extrem weiter entwickelt. Davon profitieren also beide Seiten“, erklärt die ehemalige Spielerin.

Saisonauftakt gegen alte Bekannte

Zu Saisonauftakt gibt es für den FCN ein ganz besonderes Aufeinandertreffen. Am letzten Spieltag hatten sich die Nordkirchenerinnen mit einem Sieg gegen ASC Dortmund II zum Klassenerhalt gehievt. Nun kommt es direkt zum Start zu diesem Schlagabtausch (Samstag, 16 Uhr, Hückstraße, Dortmund). „Wir haben da überragend gespielt und uns verdient den Klassenerhalt gesichert. Ich bin nun mal sehr vorsichtig optimistisch und sage, dass wir gute Chancen haben“, so Stefanie Benting.

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