Coronavirus: Basketballerinnen haben Entscheidung über Wildcard gefällt

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Nach einer sportlich eher trostlosen Saison könnte die Wildcard, die der Verband allen Teams anbietet, die rechnerisch noch nicht abgestiegen sind, wie ein Rettungsanker für den FC Nordkirchen wirken.

Nordkirchen

, 24.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Landesliga oder Bezirksliga? Die Wildcard-Regelung des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) berechtigt die Landesliga-Basketballerinnen des FC Nordkirchen dazu, auf eigenen Wunsch in der Landesliga zu bleiben. Die Saison war als Folge des Coronavirus abgebrochen worden. Nun hat sich der FC Nordkirchen auch dazu geäußert, ob es die angebotene Wildcard in Anspruch nehmen wird.

Nur ein Sieg aus 17 Spielen, die meisten Körbe kassiert, Ligaschlusslicht - es war wahrlich kein gutes zweites Landesliga-Jahr für den FC Nordkirchen, der vor allem darunter litt, dass in Rike Breuing und Mareen Lange studienbedingt zwei Top-Spielerinnen fast die ganze Saison fehlten und dann auch noch Centerspielerin Daniela Klodt - stets für 15 und mehr Punkte gut - sich mit einer Verletzung lange verletzt meldete.

Gallenkämper sagt Adé

Als dann auch noch Topscorerein Jule Gallenkämper ihren überraschenden Wechsel bekanntgab, deutete alles daraufhin, als wenn die Nordkirchener Saison vollends den Bach hinunterging. Der deutliche Sieg gegen Westfalia Kinderhaus II Anfang Februar war dann aber ein Erfolgserlebnis zur rechten Zeit. Die Basketballerinnen zeigten, dass noch Leben in ihnen steckte. Das Coronavirus stoppte dann den Spielbetrieb vor anderthalb Wochen.

Doch aller Wahrscheinlichkeit nach hätte es für den Ligaletzten nicht aus eigener Kraft zum Klassenerhalt gelangt. Das sah man beim FCN auch am Wochenende so, als sich die Mannschaft absprach. Trainerin Stefanie Benting setzte am Dienstagmorgen dann eine Kurzmitteilung ab - mit dem Inhalt: „Wir werden die Wildcard nicht in Anspruch nehmen und in der nächsten Saison in der Bezirksliga spielen.“

FC Nordkirchen ist in der Bezirksliga besser aufgehoben

Abteilungsleiterin Daniela Klodt sagte: „Wir waren uns relativ einig. Es ist die beste Entscheidung.“ Nun hoffen die Basketballerinnen darauf, dass sie für die kommende Saison bald das Training wieder aufnehmen können. „Wir hoffen auf das Beste“, sagte Klodt. Noch verhindert die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, einen Trainingsbetrieb.

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