Daniel Eroglu vom FC Nordkirchen: „Nie wieder Freunde trainieren!“

rnFußball

Daniel Eroglu, unter Issam Jaber Co-Trainer beim FC Nordkirchen, hat erklärt, wie seine Zukunft aussieht. Er bleibt beim FC Nordkirchen, aber in anderer Funktion als bisher.

Nordkirchen

, 25.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Daniel Eroglu war in der vergangenen Saison Co-Trainer von Chefcoach Issam Jaber beim Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen. Im neuen Trainerstab wirkt „Hugo“ nicht mehr mit. Der 36-Jährige hält sich nach seiner Kreuzband-Operation im vergangenen Jahr nun aber fit. Und nennt die Gründe, warum er Angebote als Trainer ausgeschlagen hat.

Auf dem offiziellen Mannschaftsfoto 2019/20 steht Daniel Eroglu direkt neben Issam Jaber. Beide tragen einen schwarzen Kapuzenpulli. Eroglu war in der abgebrochenen Saison Assistent beim FC Nordkirchen - und trug entsprechend auch die Kleidung, die ihn vom Spielerdasein abhob. Auf dem offiziellen Mannschaftsfoto 2020/21 steht Daniel Eroglu auch wieder. Direkt neben Lukas Mangels, ganz links in der hintersten Reihe. Aber im Trikot.

Issam Jaber (l.) und Daniel Eroglu waren in der vergangenen Saison gemeinsam für die Bezirksliga-Mannschaft des FC Nordkirchen verantwortlich: Jaber als Cheftrainer, Eroglu als sein Assistent.

Issam Jaber (l.) und Daniel Eroglu waren in der vergangenen Saison gemeinsam für die Bezirksliga-Mannschaft des FC Nordkirchen verantwortlich: Jaber als Cheftrainer, Eroglu als sein Assistent. © Sebastian Reith

„Ich halte mich fit“, erklärte der 36-Jährige, „um mehr geht es nicht.“ Eroglu will aushelfen, wenn Not am Mann ist, in der ersten Mannschaft in der Bezirksliga, aber auch in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga B. Dafür hat er in der Corona-Pause an seiner Fitness gearbeitet und war regelmäßig laufen.

Jetzt lesen

„Ich fühle mich fit und ich fühle mich als Mitglied der Mannschaft“, sagte Eroglu - aber spielen muss der Mittelfeldspieler nicht mehr unbedingt. Er überlässt anderen das Feld und ist damit der klassische Backup-Spieler.

Ehrgeiz hat Daniel Eroglu immer noch

„Mittlerweile nennen sie mich Opa“, scherzte „Hugo“. Ehrgeiz ist aber noch da. Wenn er mit seinem Nachfolger, dem spielenden Co-Trainer Marcel Stiepermann (34), zusammen in einer Mannschaft im Trainingsspiel auf dem Platz steht, kämen sie zusammen auf 70 Jahre. „Aber bislang haben wir noch kein Trainingsspiel verloren, wenn wir in einer Mannschaft waren“, sagte Eroglu.

Issam Jaber (l.) und Daniel Eroglu waren in der vergangenen Saison gemeinsam für die Bezirksliga-Mannschaft des FC Nordkirchen verantwortlich: Jaber als Cheftrainer, Eroglu als sein Assistent.

Issam Jaber (l.) und Daniel Eroglu waren in der vergangenen Saison gemeinsam für die Bezirksliga-Mannschaft des FC Nordkirchen verantwortlich: Jaber als Cheftrainer, Eroglu als sein Assistent. © Sebastian Reith

Den Trainerjob findet Eroglu zwar reizvoll. Auch Angebote von ersten Mannschaften in der Kreisliga B hatte es im Sommer gegeben. Doch die lehnte er ab. „Das war einfach der falsche Zeitpunkt“, sagte er. Beruflich habe Daniel Eroglu viel zu tun. Und etwas hat er aus dem Jahr als Nordkirchener Co-Trainer auch gelernt. „Es ist eine schwierige Sache, seine Kumpels zu trainieren. Du bist mit ihnen unterwegs und musst ihnen dann am Sonntag sagen, dass sie nicht spielen“, sagte Eroglu. Daher: „Nie wieder Freunde trainieren! Das ist ein schmaler Grat.“

Jetzt lesen

Daniel Eroglu entdeckt neue Freiheiten

Jetzt fährt „Hugo“ ohne Stress und ohne Druck zum Training. Ohne die Gedanken, Übungen vorbereitet haben zu müssen. Und auch ohne den Ärger vorgeschobener Abmeldungen seiner Spieler. „Du kennst das ja: Wenn die Oma das dritte Mal Geburtstag hat.“ Es scheint, als wenn Eroglu die neuen Freiheiten zum Karriereende genießt. Dass er ein Traineramt doch irgendwann wieder ausübt, schließt er dabei nicht aus.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt