Daniel von der Ley: „Wir wollen in elf Monaten oben stehen!“

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Neuzugang Daniel von der Ley war nach dem Spiel gegen den Lüner SV zufrieden mit dem Auftakt des FC Nordkirchen in die Vorbereitungsspiele. Er trug sich auch in die Torschützenliste ein.

Nordkirchen

, 31.07.2020, 11:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das erste Testspiel gegen den Westfalenligisten Lüner SV (2:1) hat gezeigt: Daniel von der Ley ist für das Spiel des Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen eine Bereicherung: schnell auf den Beinen, schnell im Kopf, kämpferisch stark und aggressiv im Zweikampf. Auch wenn von der Ley offensiver und weiter links ausgerichtet ist, ähnelt er einem Spieler, den der FC Nordkirchen in der letzten Saison vermisst hatte: Marvin Fritsche.

Ein Tor erzielt, in der zweiten Halbzeit dann erschöpft ausgewechselt - der Einstand von Daniel von der Ley im Nordkirchener Trikot konnte sich sehen lassen. „Guter Start, würde ich sagen“, meinte der 27-Jährige nach dem Spiel selbst. Er hatte die Erwartungen, die Trainer Mario Plechaty an ihn stellt, erfüllt. Ein gestandener Spieler, der langjährige Erfahrung auf hohem Niveau in Westfalens höchsten Ligen gesammelt hat.

Von der Ley verfügt über viel Erfahrung in der Westfalenliga

Vom SV Herbern ging es nach Gievenbeck, dann zum Oberligisten ASC 09 Dortmund. Von der Ley spielte auch für den SV Brackel, zuletzt für den FC Iserlohn.

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„Die letzten Wochen waren stressig für mich. Ich habe einen neuen Job, es war viel los. Ich habe versucht, so oft es geht beim Training zu sein“, sagte er - doch so richtig klappte das nicht. Zwei oder dreimal habe er es erst geschafft. Will er spielen, wird er sich dauerhaft öfter am Trainingsplatz sehen lassen müssen. „Nach einer Saison Pause wollte ich mir das erste Spiel aber nicht entgehen lassen“, sagte von der Ley, „es macht natürlich super viel Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen.“

Daniel von der Ley (M.) gab einen guten Einstand im Nordkirchener Trikot.

Daniel von der Ley (M.) gab einen guten Einstand im Nordkirchener Trikot. © Sebastian Reith

Sein erster Eindruck vom Nordkirchener Kader: „Die Mannschaft ist echt gut. Aber natürlich haben wir einen weiten Weg vor uns. Die neue Liga wird anspruchsvoll. Mit dem Sieg beim Lüner SV haben wir natürlich einen guten Start hingelegt. Aber davon können wir uns nichts kaufen. Die Saison geht erst in sechs Wochen los und wir wollen in elf Monaten oben stehen und nicht nach dem ersten Vorbereitungsspiel über große Pläne sprechen“, sagte von der Ley.

Von der Ley sieht noch Steigerungsbedarf

Qualität habe die Truppe, „aber wir müssen uns noch steigern. Das hat man heute gesehen, auch wenn wir gute Ansätze gezeigt haben“, sagte von der Ley. Er spielte auf der linken offensiven Seite, war dann gegen den LSV zur Stelle, als Nico Plechaty ihn wunderschön bediente. Vor dem Tor blieb von der Ley eiskalt. Nicht alles klappte aber schon auf Anhieb: einige Stockfehler, Ballverluste, ein paar Fehlpässe - typisch für ein erstes Spiel nach einer Pause.

Doch von der Ley ging dem Ball dann auch hinterher, versuchte vorne die Spitzen Marcel Stiepermann und Daniel Krüger zu finden, arbeitete auch nach hinten an der Seite von Tim Bröer auf der Sechs und dem jungen Linksverteidiger Florian Siemerling.

Damit ähnelte er ein bisschen - auch von der Haarfarbe und Größe her - Marvin Fritsche. Die Schaltzentrale aus der Saison 2018/19 hatte den Verein verlassen. Man merkte, dass so einer auf dem Platz fehlte. „Wir haben es geschafft, gegen einen Westfalenligisten wenig zuzulassen. Das muss man herausstellen. Die Konter haben wir gut gefahren“, sagte von der Ley zufrieden.

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