Das etwas andere Derby-Interview mit Olfens Marvin Böttcher und Nordkirchens Daniel Krüger

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Dass die beiden ganz gut Tore schießen können, ist bekannt. Doch was halten Daniel Krüger und Marvin Böttcher eigentlich von Pyrotechnik in den Stadien?

von Nico Ebmeier

Nordkirchen, Olfen

, 14.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie sind die beiden prägenden Figuren in den Offensiven aus Nordkirchen und Olfen. Auch wenn das Derby am Sonntag nicht stattfindet, haben Sie sich dem Interview gestellt. Wobei es diesmal um Fragen ging, die nicht unbedingt mit dem runden Leder zu tun haben.

In welcher Fußballbettwäsche haben Sie als Kind geschlafen?

Krüger: Ich bin schon von klein an ein großer BVB-Fan und wer wollte als Kind nicht gerne in diesem Tempel vor der Südkurve spielen?

Böttcher: Ich bin von klein auf Schalke Fan und hatte dementsprechend auch Bettwäsche vom S04.

Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Fußballer geworden wärst?

Krüger: Vielleicht hätte ich mich dann noch etwas intensiver, als derzeit neben dem Fußball möglich, mit meinem Zweithobby, dem Singen, beschäftigt. Aber am Fußball führte nie ein Weg vorbei.

Ist Nordkirchen gegen Olfen nun ein Derby, oder nicht?

Krüger: Für mich ist es ehrlich gesagt ein Spiel wie jedes andere auch. Mit Olfen hatte ich noch nicht sonderlich viele Berührungspunkte. In der Vergangenheit gab es sicherlich einige brisante Duelle zwischen den beiden Teams, aber für mich persönlich ist es maximal ein Nachbarschaftsduell. Dennoch ist es natürlich schön, wenn mal ein paar Fans mehr am Seitenrand stehen und für Stimmung sorgen.

Böttcher: Ein bisschen Derby ist es schon, wobei ich finde, dass Lüdinghausen, Selm oder Vinnum eher Derbys sind beziehungsweise waren.

Würden Sie Pyrotechnik in den Fußballstadien legalisieren?

Krüger: Ich persönlich finde Pyrotechnik in Maßen sehr beeindruckend und stimmungsvoll. Im Vordergrund sollte aber natürlich stehen, dass durch das Abbrennen keine anderen Menschen, insbesondere Kinder, gefährdet werden.

Ich hätte nichts gegen eine Legalisierung, denke aber, dass dies auch sehr viele Gefahren mit sich bringt, ausgenutzt werden könnte und streng beobachtet werden müsste.

Böttcher: Gegen Pyrotechnik habe ich nichts einzuwenden. Solange es das Spiel nicht beeinträchtigt, Unbeteiligte schadet oder verletzt.

Was halten Sie vom Coronavirus?

Krüger: Zunächst habe ich mich über den Hype aufgeregt und hinterfragt, warum aus so überreagiert wird. So langsam ist man sich aber dessen bewusst, welche Gefahren sich hinter dem ganzen Thema verbergen. Diesbezüglich habe ich jetzt als Mitarbeiter im Ordnungsamt bei der Stadt Lüdinghausen einen guten Einblick in das Geschehen und denke schon, dass man das Thema in naher Zukunft ernst nehmen sollte. In manchen Situationen und bei bestimmten Überreaktionen mancher Leute, insbesondere wenn ich die leergeräumten Supermarktregale sehe, fasse ich mir dann aber doch an den Kopf und denke man sollte dann doch die Kirche im Dorf lassen.

Böttcher: Das Coronavirus ist ja momentan Thema Nummer Eins. Viele Sportarten haben bereits den Spielbetrieb eingestellt. Wenn es dazu beiträgt, es einzudämmen und die Älteren und Schwachen zu schützen, sollte man drüber nachdenken, auch im Amateurbereich den Spielbetrieb einzustellen.

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Wo landet Ihre Mannschaft zum Saisonende?

Krüger: Ich denke, dass wir nach dem guten Start nach der Winterpause jetzt beruhigt in die nächsten Wochen gehen können. Wir können jetzt von Spiel zu Spiel denken und dann, wenn es ähnlich weiterläuft, vielleicht am Ende der Saison einen Platz unter den ersten drei oder vier erreichen.

Böttcher: Meine Mannschaft wird am Saisonende über dem Strich landen und daher werden wir alles daran setzten, am Sonntag drei Punkte aus Nordkirchen mitzunehmen

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