Die B-Liga-Fußballer des SC Capelle haben schwierige Wochen hinter sich und sammelten bisher kaum Punkte. Dennoch glaubt Trainer Reinhard Behlert fest an sein Team und an den Klassenerhalt.

08.01.2019, 18:27 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der SC Capelle hat sich nach seinem Abstieg aus der A-Liga noch nicht richtig gefangen. In der aktuellen Saison sicherte sich die Mannschaft erst elf Punkte und steht damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Doch der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nur zwei Zähler. SCC-Coach Reinhard Behlert übernahm im Oktober nach der Trainerentlassung von Daniel Knapp wieder das Amt und hofft, dass seine Mannschaft den Mut nicht verliert.

Der SC Capelle darf den Mut nicht verlieren

Reinhard Behlert hat das Traineramt wieder übernommen. © Weitzel

Der Saisonverlauf: Der SC Capelle startete mit vier Punkten aus drei Spielen in die Saison. Nach einer kleinen Durststrecke gelang dem Team Ende September ein weiterer wichtiger Sieg gegen Amelsbüren. Es folgten sechs Niederlagen in Serie, ehe ein 2:0-Erfolg gegen den SV Südkirchen eingefahren wurde. In den letzten beiden Partien holte Capelle ein 2:2-Remis gegen den FC Nordkirchen II und verlor 0:2 gegen den VfL Wolbeck II. Insgesamt stehen drei Siege, zwei Unentschieden und zwölf Niederlagen auf dem Konto. Ein Ergebnis, womit die Beteiligten nicht zufrieden sein können.

Die Trainer aus der Anfangsphase der Saison, Daniel Knapp und Jörg Sudhaus, schmissen hin. Reinhard Behlert übernahm – nicht zum ersten Mal. Behlert sprang bereits im letzten Jahr mitten in der Saison ein und kannte die Mannschaft: „Wir haben gehofft, dass durch den Abstieg die Mannschaft nach vielen Niederlagen wieder mehr Spiele gewinnt und so wieder eine Euphorie entstehen kann. Das hat sich so aber nicht ergeben, womit ich ehrlicherweise nicht gerechnet habe. Ich habe eine verunsicherte Mannschaft übernommen, die aber meiner Meinung nach in den letzten Wochen deutliche Fortschritte gemacht hat“, sagt Behlert.

Der Trend: Auch wenn die Punkteausbeute bisher eher mau ist, steht Behlert voll hinter seinem Team: „Wir haben eine sehr gute Trainingsbeteiligung. Die Mannschaft ist auch deutlich stabiler geworden und arbeitet defensiv gut. Wir können derzeit an vielen Punkten arbeiten. Jetzt müssen wir zusehen, dass auch der zweite Schritt erfolgt: Nämlich etwas Zählbares einfahren.“ In der Wintervorbereitung will das Team an vielen Dingen arbeiten. „Wir müssen dahin kommen, dass wir in den Spielen auch wieder das Heft in die Hand nehmen und wieder Fußball spielen“, fordert Behlert.

Die Gewinner: Fabian Steinhoff zählt zu den Gewinnern der Hinserie. Er war über ein Jahr lang verletzungsbedingt raus, hat aber wieder Fuß gefasst und ist in der Defensive ein wichtiger Faktor für Capelle. „Dass er sich wieder so gut herangekämpft hat, ist wirklich beachtlich. Das freut mich für ihn sehr“, sagt Behlert. Zudem kann Niklas Kaiser von der aktuellen Saison profitieren. Er hat sich als Neuzugang (er kam vom VfK Weddinghofen) in die Startelf gespielt und zeigt dort konstant gute Leistungen. „Er macht seine Sache wirklich gut“, lobt auch Behlert.

Der Verlierer: Der SC Capelle hatte bisher auch großes Verletzungspech. Nils Schindler traf das Pech am härtesten. Nach seinem Kreuzbandriss im letzten Jahr kämpfte er sich wieder heran, lief wieder auf und riss sich zuletzt erneut das Kreuzband. „Das ist sehr tragisch. Er ist ein klasse Junge und ein guter Fußballer. Mir tut es für ihn sehr leid“, so Behlert. Auch Alexander Küper fällt lange Zeit aus. Er zog sich einen Sehnenabriss in der hinteren Oberschenkel-Muskulatur zu und wird die gesamte Rückrunde fehlen. Er wird voraussichtlich aber nicht operiert. Seine Verletzung soll mit einer langen Pause auskuriert werden. Dennoch wird er noch monatelang fehlen.

Der SC Capelle darf den Mut nicht verlieren

Fabian Steinhoff, Mittelfeldspieler SC Capelle © Reith

„Wir hatten vielleicht auch am Anfang der Saison die falschen Trainer gehabt. Das hat nicht so gepasst. Aber das größere Problem ist doch das Verletzungspech.“
Fabian Steinhoff, Mittelfeldspieler

Ähnlich sieht es bei Felix Nölken aus. Er wird bis Juli ausfallen, laboriert an einer komplizierten Ohr-Entzündung und wurde bereits am Ohr operiert. „Das trifft uns alle natürlich sehr“, sagt Behlert. Alle drei Spieler sind feste Größen im Capeller Team und werden schmerzlich vermisst. Dennoch bleibt Behlert nur die Möglichkeit, weiter zu improvisieren und seine Mannschaft weiter zu formen. Über Kampf und Einsatzbereitschaft muss der SC Capelle seine Spiele angehen.

Die Baustellen: 26 Tore geschossen. 54 kassiert. Das ist die Bilanz der letzten 17 Spiele. Der SC Capelle will künftig wieder mehr die Spielkontrolle haben. „Wir müssen wieder agieren und nicht nur reagieren. Offensiver müssen wir auch ausgelegt sein und wir dürfen die Stabilität nicht so schnell verlieren. Wir wissen, dass wir einige Baustellen haben. Wir werden aber alles geben“, verspricht Behlert. Der Trainer weiß, dass sein Team wieder Erfolgserlebnisse braucht.

Das Ziel: Ganz klar der Nicht-Abstieg! Behlert ist von seiner Mannschaft überzeugt und weiß, dass sie den Klassenerhalt schaffen kann. Der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, der derzeit vom Werner SC II eingenommen wird, beträgt nur zwei Punkte, kann sich aber bei vermehrtem Abstieg vergrößern. Auf Schlusslicht TuS Hiltrup III hat der SC Capelle immerhin zehn Punkte Vorsprung. „Wenn wir weiter an uns arbeiten, wird es für uns keinen Abstieg geben“, so Behlert.

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