Der Trainerwechsel kann dem FC Nordkirchen gut tun - unter bestimmten Bedingungen

rnKommentar

Die Fußstapfen von Issam Jaber werden groß für dessen Nachfolger - aber vor allem passten sie viele Jahre ganz gut. Nordkirchen braucht einen Trainer, der die Gegebenheiten gut annimmt.

Nordkirchen

, 11.12.2019, 09:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Issam Jaber ist als erfolgreichster Trainer aller Zeiten in die Geschichte des FC Nordkirchen eingegangen. Er hätte den Klub fast in die Landesliga geführt - davon waren die Uedings und Bülskämpers vor ihm alle weit entfernt. Er hat sich ein Denkmal gesetzt. Trotzdem ist der Trainerwechsel zum Saisonende die richtige Entscheidung.

Denn mit der Zeit verändert sich das Verhältnis von Trainer zur Mannschaft naturgemäß. Mahnende Worte, die ein Trainer einmal genutzt hat, erreichen nicht mehr die gewünschte Wirkung. Entscheidungen, die der Trainer irgendwann fällt, fällt er nicht mehr mit der erforderlichen Distanz. Das sind Abnutzungserscheinungen, wie bei einem abgefahrenen Reifen.

Jetzt lesen

Dass der FCN grundsätzlich einen neuen Satz aufziehen will, um mit genug Grip Anlauf in Richtung Landesliga zu nehmen, ist gut. Im Jahr 2019 mehrten sich Stimmen, auch innerhalb der Mannschaft, nach Veränderung, nach etwas Neuem, nach einer neuen Denkweise. Das sollte man gar nicht kritisch sehen. Ein anderer Trainer an der Seitenlinie kann den nächsten Entwicklungsschritt mit weniger Hürden angehen.

Aber nur, wenn er auch zum Verein passt. Nordkirchen braucht einen Coach, der genug Fachwissen hat, um die Mannschaft zu entwickeln, und der einen Namen hat, um Spieler anzulocken. Die Einstellung darf professionell sein, aber nicht zu fordernd. Der FCN verfügt nicht über die Strukturen eines Westfalen- oder Oberligisten. Auf die richtige Balance zwischen Spaß und Zielerreichen kommt es an. Der neue Trainer tritt nicht nur in große, sondern auch in passende Fußstapfen.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt