Die Leichtigkeit ist zurück: Robin Schwick spielt beim FC Nordkirchen wieder groß auf

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Es gab Extra-Applaus für Robin Schwick bei seiner Auswechslung. Den hatte sich Nordkirchens Fußballer verdient. Mit zwei Treffern ragte er heraus. Trainer und Spieler bleiben auf dem Boden.

Nordkirchen

, 09.09.2019, 12:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Robin Schwick (20), Linksaußen des Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen, erkannte man gegen den RC Borken-Hoxfeld (6:2) kaum wieder. Schwick spielte Sonntag wie ausgewechselt: frisch, frech, frei, war torgefährlichster Akteur auf dem Rasenplatz in Nordkirchen und belohnte sich mit zwei Treffern zum 1:0 und 2:1 selbst für seine gute Leistung. „Es war lange her, dass ich wieder getroffen habe. Das erste Saisontor, dann auch noch gleich zwei Mal getroffen zu haben, war cool“, sagte Schwick.

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Selbstverständlich ist das nicht. Denn Schwick hatte es in den vergangenen Monaten nicht gerade leicht. Nachdem der Youngster als Neuzugang auf der linken Seite eingeschlagen war wie eine Bombe und in den ersten sechs Spielen der vergangenen Saison vier Mal getroffen hatte, plagte sich Schwick in der Rückrunde mit Blessuren rum. Darunter litten auch sein Spielwitz und das Selbstvertrauen.

Robin Schwicks Spielwitz ist zurück

Beide Eigenschaften waren gegen Borken-Hoxfeld aber spätestens wieder da. Schwick bestätigte damit auch seinen persönlichen Aufwärtstrend. Seit Wochen zeigt die Formkurve nach oben.

Schon nach einer Minute feuerte er einen ersten Schuss auf Hoxfelds Tor ab. Insgesamt hatte er fünf gute Chancen, schoss mit seinem starken Linken immer dann, wenn sich die Gelegenheit bot. Und mit seiner Schnelligkeit und den Tempodribblings entlief er seinen Bewachern reihenweise. Die Leichtigkeit war zurück beim 20-Jährigen.

Die Leichtigkeit ist zurück: Robin Schwick spielt beim FC Nordkirchen wieder groß auf

Die Gegner hatten bei Robin Schwick (r.) im Laufduell meist das Nachsehen. © Sebastian Reith

„Ich merke, dass ich wieder in Tritt komme. Der Großteil der Rückrunde war verglichen mit den Spielen davor schlecht in der letzten Saison“, sagte Schwick, ist aber selbstkritisch: „Das letzte Spiel gegen Merfeld war nicht so gut, das Pokalspiel gegen Roxel schon eher.“ Konstanz ist es jetzt, was Schwick braucht.

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„Hugo (Anm. d. Red: Daniel Eroglu) und Issam stehen immer hinter mir“, sagte Schwick. Der Trainerrückhalt ist da, Chefcoach Issam Jaber will aber den Hype um Schwick klein halten. Von einem „Superspiel“ wollte Jaber hinterher nicht reden, nur von einem „guten Spiel“: „Er hat es gut gemacht, aber er kann mehr. Wenn er in der Vorwärtsbewegung noch den Kopf öfter hoch nimmt, können wir noch zwei bis drei Tore mehr machen. Wie er sich aber aus der Delle, die er hatte, rausgearbeitet hatte, bin ich mit einverstanden“, sagte Jaber.

Größere Verantwortung auf Robin Schwicks Schultern

Dabei ist die Verantwortung, die Schwick übernehmen muss, auch größer geworden. Gegen Hoxfeld spielte er im 4-3-3-System eine offensivere Rolle als damals - genau die Position, die früher Patrick Trawinski bekleidet hatte. Schwick hat aber auch bewiesen: Im zweiten Seniorenjahr kann er dieser Verantwortung gerecht werden.

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