Dreifachtorschütze Joachim Mrowiec hilft dem FC Nordkirchen mit seiner Variabilität

rnFußball-Bezirksliga

Nordkirchen gewann gegen Vreden am Ende mit 7:0. Ein Spieler hatte dabei besonderen Grund zum Jubeln. Joachim Mrowiec schoss drei Tore und zeigte, warum er so wichtig für die Mannschaft ist.

von Hendrik Skirde

Nordkirchen

, 23.09.2019, 14:20 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nach dem Spiel jubelte die gesamte Nordkirchener Mannschaft. Bei herrlichem Fußballwetter und mit Musik, die aus den Boxen an der Sportanlage am Schloss dröhnte, feierte die Mannschaft ihr gelungenes 7:0-Schützenfest gegen die SpVgg Vreden II. Ein Spieler stach auf dem Platz sowie nach dem Spiel abseits des Feldes besonders hervor.

Mrowiec traf gleich drei Mal für seine Mannschaft und die Freude darüber sah man ihm auch nach dem Spiel noch an. Er grinste über beide Ohren und freute sich mit seinen Mitspielern über das, wie Trainer Issam Jaber es nannte, „nahezu perfekte Spiel.“

Mrowiec mit Startschwierigkeiten

Zu Beginn der Saison lief es noch nicht rund beim Stürmer des FCN. Nach den ersten sechs Spielen stand lediglich ein Tor in der Bezirksliga hinter dem Namen Joachim Mrowiec. „Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten, nun läufts bei mir persönlich einfach wieder“, sagte der 28-Jährige. Auch im Pokal hatte Mrowiec schon sein Erfolgserlebnis. Beim 1:0 gegen den BSV Roxel war der Stürmer der Matchwinner für seinen FC Nordkirchen.

Nachdem Mrowiec in der letzten Saison der Übergang vom Mittelstürmer zum Außenstürmer gelungen ist, fühlt er sich nun auf der Position richtig zuhause. „Ob ich vorne links oder rechts spiele, macht mir eigentlich nichts aus. Rechts kann ich vielleicht meinen Körper etwas mehr reinstellen und mein rechter Fuß ist natürlich stärker“, so Mrowiec. Dass Mrowiec gegen Vreden also auf seiner nicht ganz so starken linken Position spielte, merkte man ihm nicht an.

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Bereits nach 13 Minuten erzielte Mrowiec seinen ersten von drei Treffern. Benjamin Siegert spielte einen langen Pass auf Daniel Krüger in die Spitze. Krüger lockte den Vredener Keeper aus dem Tor und passte dann auf Mrowiec, der frei im Fünfmeterraum stand und nur noch einnetzen musste.

Beim 2:0 nur sechs Minuten später kam wieder ein Pass in die Spitze. Diesmal war Mrowiec direkt der Abnehmer und schoss den Ball eiskalt ins lange Eck. Das 5:0 und somit letzte Tor von Mrowiec an diesem Nachmittag gelang ihm nach etwas Chaos im Sechzehnmeterraum. Die Ecke von links kam flach auf die Ecke des Strafraums. Von dort aus flankte Siegert in den Strafraum, von wo der Ball nach rechts zu Lennart Kutscher geköpft wurde. Dieser passt dann, wie schon Krüger beim 1:0, quer in den Fünfmeterraum auf Mrowiec, der den Ball einnetzte (55.).

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Die Entstehung der Tore zeigt zum einen das gute Positionsspiel von Mrowiec, der gegen Vreden immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Zum anderen zeigt es das gut funktionierende Zusammenspiel der Nordkirchener, denn fast jeder der sieben Treffer wurde schön herausgespielt.

Variabilität der Schlüssel

Auch Trainer Jaber fand ausschließlich positive Worte zur Leistung seiner Mannschaft und auch auf Mrowiec sang er eine Lobeshymne - und das, obwohl Jaber dafür bekannt ist, die Mannschaftsleistung über die Leistung einzelner Spieler zu stellen.

„Er war ein wichtiger Teil unserer Mannschaft und ein Grund, weshalb wir so hoch gewonnen haben. Offensiv und auch defensiv war Jockel heute überragend“, lobte der Trainer den Dreifach-Torschützen. Seine Variabilität auf beiden Außenseiten sei ein weiterer Grund, weshalb Mrowiec am Ende mit drei Toren auf dem Spielberichtsbogen stand.

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Für Mrowiec persönlich soll der Lauf so lange wie möglich weitergehen. „Ich habe mir diesmal kein persönliches Ziel für Tore gesetzt, aber zweistellig sollte es schon werden“, sagte Mrowiec selbstbewusst. Defensiv sei bei ihm immer Luft nach oben. „Offensiv ist alles gut, wenn ich den Ball habe. Ich bin zwar nicht der Sprintstärkste, aber sobald ich den Ball hab, kann ich meine Stärken ausspielen“, sagte der Dreifach-Torschütze.

Nordkirchens Schlussmann Philipp Sandhowe fand auch noch ein paar lobende Worte zu seinem Mitspieler. „Gut, dass Jockel jetzt mal wieder getroffen hat. Mich freut es sehr für ihn. Jetzt darf er aber nicht abheben, sonst müssen wir ihn mit dem Lasso einfangen“, scherzte der Keeper nach dem Spiel.

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