Emotionaler Derbysieg verhindert historischen Fehlstart des SV Südkirchen

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Zum ersten Mal in fünf Jahren gewinnt der SV Südkirchen wieder beim FC Nordkirchen. „Wenn du hier mit einem Punkt wegfährst, hätte sich das nicht gut angefühlt“, sagt Trainer Michael Luppus.

Südkirchen

, 22.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Geil! Fußballer Marvin Dornhege, Mittelfeldspieler und Torschütze beim 3:1 (1:0)-Auswärtssieg des SV Südkirchen beim Derbykontrahenten FC Nordkirchen, war nach dem Fußball-B-Liga-Kracher euphorisch. „Wir haben auf den Moment gewartet, die ersten drei Punkte endlich zu holen und dann noch im Derby. Jetzt geht die Saison los, jetzt sind wir drin und wach. Und jetzt müssen die nächsten drei Punkte her“, forderte Dornhege.

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Der SV Südkirchen schien bei Gastspielen beim Nachbarn unter einem Auswärts-Fluch zu stehen: Mit dem ersten Auswärtssieg bei Nordkirchens Reserve im fünften Anlauf nach dem Abstieg aus der Kreisliga A verhinderte der SV Südkirchen ebenso den schlechtesten Saisonstart, seit der Verein zur Kreisliga B gehört. Die zwei Niederlagen zum Start sorgten für Druck beim Tabellenachten des Vorjahres, der sich doch das Ziel gesetzt hatte, wieder etwas weiter oben anzugreifen.

Jubeltraube zum 2:0: Paul König (l.) feiert Marvin Dornheges Treffer.

Jubeltraube zum 2:0: Paul König (l.) feiert Marvin Dornheges Treffer. © Sebastian Reith

Die ersten Spiele seien laut Marvin Dornhege unglücklich gewesen. Zahlreiche Spieler fehlten durch Verletzungen, Krankheit und die bekannte Maisernte, zu der einige Südkirchener abgerufen wurden. Feldarbeit statt Arbeit auf dem Feld für Südkirchen. Dornhege: „Alles gut. Das war alles abgesprochen.“

Führung gibt dem SV Südkirchen Sicherheit

Nach dem 2:0, bei dem Dornhege aus kurzer Distanz den Ball über die Linie drückte, hatte er das Gefühl von Sicherheit. „Da war der Knoten geplatzt. Da wusste ich, dass wir das über die Bühne bringen. Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns“, sagte Dornhege und kündigte eine Aufholjagd an. Noch ist Südkirchen Zwölfter. Das soll sich ändern.

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Michael Luppus freut sich über das 3:1 im Derby

„Es war ein sehr kampfbetontes Spiel. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Wir hatten die besseren Torchancen“, sagte Trainer Michael Luppus, der durchatmete, als Julian Rohlmann das späte 3:1 erzielte. „Wenn du hier mit einem Punkt wegfährst, hätte sich das nicht gut angefühlt“, sagte Luppus.

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Ihm war bewusst: „Wir können natürlich auch in Nordkirchen verlieren. Die haben auch eine gute Mannschaft. Mir war klar, dass wir nicht sofort am ersten Spieltag da sind, wo ich die Mannschaft gerne hätte“, sagte Südkirchens Trainer.

Nach dem Spiel legt sich die Aufregung

Ein Unentschieden wäre möglich gewesen, wenn Nordkirchen noch eine der Chancen verwandelt hätte. „In der zweiten Halbzeit waren wir wesentlich stärker und besser im Spiel. Das dritte Kontertor passiert“, sagte Tobias Temmann, Spielertrainer des FC Nordkirchen II, gratulierte aber nach dem Spiel. Während des Spiels war es aber nicht immer so schiedlich-friedlich zugegangen. Verbal flogen an der Bande schon mal die Fetzen. Nach dem Spiel: Shakehands zwischen den Nachbarn.

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Tobias Temmann über das 1:3 gegen Südkirchen

Für Temmann ist es die erste Station als hauptverantwortlicher Trainer. Sein Fazit nach dem dritten Spieltag: „Wir hatten uns mehr ausgemalt. Das Heimspiel wollten wir gewinnen. Mit sieben Punkten wären wir voll im Soll gewesen. Jetzt sind es nur vier - damit müssen wir leben.“

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