FC Nordkirchen gewinnt 6:1, obwohl es am Freitag noch eine Hiobsbotschaft gab

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Der FC Nordkirchen hat den ersten Kantersieg in der Meisterschaft eingefahren. Mario Plechaty war erleichtert, hatte er doch am Freitag erst den nächsten Ausfall hinnehmen müssen.

Nordkirchen

, 20.09.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da war es doch, das Feuerwerk: Nach zwei schwierigen Spielen, die der FC Nordkirchen jeweils mit 1:0 gewann, siegte der neue Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga am Sonntag mit 6:1 gegen Teutonia SuS Waltrop. Nordkirchen präsentierte sich gnadenlos effektiv und entschied die Partie schon in der ersten Hälfte. Einer trumpfte besonders auf.

Und das war Daniel Krüger. Der Nordkirchener Mittelstürmer traf in der ersten Hälfte dreifach. Mit dem Tor von Ufuk Ekincier zum 4:1-Pausenstand war die Vorentscheidung schon im ersten Durchgang gefallen. Gefahr kam spätestens dann nicht mehr auf.

Als hätte es unter der Woche nicht schon genug Hiobsbotschaften mit den Ausfällen von Thomas Eroglu (Bänderriss) und Dominik Dupke (Wadenbeinbruch und Riss des Syndesmoseband) gegeben, kam am Freitag im Abschlusstraining auch noch Nico Plechaty dazu. Bei dem Trainersohn ist eine Leistenverletzung wieder aufgebrochen. Und weil Daniel von der Ley noch ein leichtes Ziehen spürte, war der Kader der Nordkirchener gegen Waltrop direkt zwei Köpfe kleiner als gedacht.

Nordkirchen gelingen zwei Treffer in 18 Minuten

Nordkirchen steckte das erstaunlich gut weg. „Heute haben wir uns die Seele mal rausgeschossen“, sagte FCN-Coach Mario Plechaty nach Spielschluss. Bereits nach acht Minuten stand Daniel Krüger nach Tim Bröers Eckstoß wie eine Rakete in der Luft und köpfte unhaltbar ein. Als Joachim Mrowiec nur eine Minute später die Latte traf, konnte man schon erahnen, welchen Verlauf der Nachmittag nehmen könnte.

Zweimal half dabei Waltrops Keeper Niklas Eßmann unfreiwillig mit. Erst misslang ein Abstoß völlig und kam wie ein Bumerang über Marcel Stiepermann und Daniel Krüger zurück zum 2:0 (18.) - für die ersten beiden Saisontore hatte Nordkirchen 180 Spielminuten gebraucht, für die folgenden zwei nur ein Zehntel.

Daniel Krüger vor dem 2:0 - Nordkirchens Stürmer erzielte einen Dreierpack.

Daniel Krüger vor dem 2:0 - Nordkirchens Stürmer erzielte einen Dreierpack. © Sebastian Reith

Dann lief Krüger Eßmann an, dieser wartete mit dem Befreiungsschlag etwas zu lang und Krüger grätschte ihm den Ball vom Fuß zum 3:1 (39.). Als Ekincier dann einen Freistoß direkt verwandelte (41.), hatte der FC Nordkirchen Waltrops Widerstand gebrochen.

Nordkirchen haucht Waltrop wieder Leben ein

Der war vor allem noch einmal aufgekommen, weil Nordkirchen es nicht geschafft hatte, einen Konter zu unterbinden, den Marius Speker zum 1:2 verwertete. Vor ihm hatte Plechaty explizit gewarnt: Speker war einst beim Lüner SV Plechatys Spieler. Nordkirchens erstes Gegentor der Saison brachte die Gäste zurück ins Spiel.

Doch nur für eine kurze Phase. „Nach dem 2:1 kann es noch einmal gefährlich werden. Aber dann macht Daniel Krüger es sensationell, spekuliert und macht das Tor genau zur richtigen Zeit“, sagte Plechaty. Von den Waltropern kam insgesamt zu wenig. Trainer Tim Braun wechselte zur Pause auch dreimal - geholfen hatte es nicht sonderlich viel.

Denn allerspätestens nach Marcel Stiepermanns sicher verwandeltem Handelfmeter zum 5:1 waren alle Zweifel ausgeräumt. Nordkirchen tat danach nur das Nötigste, schonte auch einige Leistungsträger. Einer der Einwechselspieler, Lars Wannigmann, verlängerte einen Eckball dann noch zum 6:1-Endstand in das Netz - Nordkirchens zweites Tor an diesem Tag durch eine Eckenvariante. „Wir waren heute sehr präsent bei Standardsituationen“, stellte auch Plechaty fest.

FC Nordkirchen: Sandhowe - Tüns, Fricke, Bröer, Siemerling, Rustige, Humenscheimer (68. Wannigmann), Stiepermann, Mrowiec (74. Mangels), Ekincier, Krüger (67. Mors)

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