FC Nordkirchen holt den Bruder eines Premier-League-Spielers als Co-Trainer

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Der FC Nordkirchen präsentiert einen neuen Co-Trainer. Der stand einmal vor einer Profikarriere, wurde aber immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Sein Bruder hatte weniger Pech.

Nordkirchen

, 20.01.2020, 14:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Nordkirchen hat am Sonntag den Namen seines neuen Co-Trainers bekanntgegeben. Mario Plechaty hatte schon vor Tagen einen Kracher angekündigt. Jetzt ist es offiziell.

Marcel Stiepermann, Bruder von Profi Marco Stiepermann (Borussia Dortmund, VfL Bochum, Norwich City), wird neuer Co-Trainer beim Vierten der Fußball-Bezirksliga 11. Marcel Stiepermann (33) spielt derzeit noch beim Landesligisten Kirchhörder SC und ist dort Leistungsträger. Am Saisonende wird der Mittelfeldspieler seine Karriere allerdings beenden.

FC Nordkirchen holt den Bruder eines Premier-League-Spielers als Co-Trainer

Marcel Stiepermann (l.) wird in der kommenden Saison Co-Trainer des FC Nordkirchen. © Stephan Schütze

„Ich habe ihn damals nach Mengede geholt und wir haben uns sehr gut verstanden. Er sagte damals: wenn er mal aufhört, soll ich an ihn denken. Er möchte auch ins Trainergeschäft“, erzählte Mario Plechaty, der ab Sommer Trainer bei den Nordkirchenern wird. Plechaty habe Stiepermann seinerzeit schon zum Lüner SV holen wollen.

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Als Stiepermann sein Karriereende mitteilte, schlug Nordkirchen zu

Dass Stiepermann, der beim Hörder SC schon mal als Spielertrainer fungierte, und Plechaty nun erstmals im Trainerbereich zusammenarbeiten, war auch ein Zufall. Um den Jahreswechsel habe sich ein Neujahrsgruß zu einem Telefonat entwickelt, in dem es auch um Stiepermanns Karriereende im Sommer ging. Plechaty sei eigentlich davon ausgegangen, dass Marcel Stiepermann noch ein Jahr beim KSC dranhängt. „Da habe ich natürlich sofort zugeschlagen“, sagte Plechaty.

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Derzeit ist Marcel Stiepermann für den Kirchhörder SC aktiv. © Stephan Schütze

Stiepermann sei „genau das, was er wollte“: Ein junger, ehrgeiziger Co-Trainer. In Nordkirchen soll Stiepermann vorrangig nicht spielen, könnte aber einspringen, wenn Not am Mann ist. „Er hatte Pech mit seinen Verletzungen. Er wäre sicherlich Profi geworden“, sagte Plechaty.

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Viele Stationen in Stiepermanns Karriere

In der Jugend spielte er bei Borussia Dortmund, dem VfL Bochum und der SG Wattenscheid, kam dann über RW Oberhausen in die Regionalliga West und spielte hier für RW Essen und den SC Wiedenbrück. Später lief er für den SV Rödinghausen und den ASC 09 Dortmund auf, ehe er in Mengede etwas kürzertrat. Zuletzt hatte er in Schüren und Berghofen kürzere Stationen, kam 2017 zum Hörder SC und vor einem Jahr zum Kirchhörder SC.

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2013: Hier kickte Marcel Stiepermann in der Westfalenliga gegen den FC Brünninghausen. © Stephan Schütze

Hier war man vom Abgang nicht sonderlich überrascht. „Wir wussten, dass er im Sommer aufhören möchte und im Trainerbereich Fuß fassen möchte. Wir waren vorbereitet“, sagte Jörg Mielers, Sportlicher Leiter der Kirchhörder.

Stiepermann und Plechaty lernen sich auf einer Party kennen

Plechatys erster Kontakt kam sogar noch deutlich vor Mengede zustande. Stiepermann hatte Plechatys Ex-Klub Mengede nämlich mal aus dem Westfalenpokal geschossen. „Das Witzige war, dass wir uns danach auf einer Party in Dortmund getroffen haben. Der Kontakt ist danach nie abgebrochen. Es ist eine fußballverrückte Familie“, sagte Plechaty.

Der Trainerstab 2020/21 beim FC Nordkirchen ist damit noch nicht komplett. Plechaty kündigte an, dass auch ein Torwarttrainer kommen soll. Und sein Sohn Sandro, der bei Schalke in der U23 spielt, werde wie beim LSV und zuletzt in Iserlohn mit Individualtraining möglichst einmal pro Woche seinen Vater unterstützen.

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