FC Nordkirchen ist nach der ersten Pleite auf Spurensuche nach den Gründen

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Die 0:3-Niederlage bei BW Huckarde war unerwartet, aber am Ende nicht unverdient. Nun steht Mario Plechaty vor einigen Fragezeichen und vor allem vor den Wochen der Wahrheit.

Nordkirchen

, 27.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine krachende Pleite des Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen am Sonntagnachmittag im Dortmunder Westen. Auch wenn das Ergebnis mit zwei Kontertreffern in der Nachspielzeit zu hoch ausfiel, gibt es Mario Plechaty zu denken. Der November könnte vorentscheidend sein.

„Wir sind ja auch eben nicht die Bayern. Es ist völlig normal, dass wir mal ein Spiel verlieren. Auch wenn es heute natürlich sehr hart war. Wir müssen jetzt nur versuchen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen“, versuchte der FCN-Coach nach der Partie die passenden Worte zu finden. „Es hatte sich zuletzt abgezeichnet und nun ist es eben passiert. Daraus müssen wir lernen.“

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Schon vor zwei Wochen, beim Auswärtsspiel im Castroper Schwerin, hätten die Nordkirchener leistungsgemäß die erste Niederlage verdient gehabt. Marcel Stiepermann rettete aber in letzter Sekunde noch einen Punkt. „Dazu muss man aber sagen, dass Schwerin ein stärkerer Gegner war. Heute haben wir uns einfach selbst das Leben schwer gemacht. Dennoch hat das Huckarde heute auch richtig gut gemacht“, gab Plechaty zu und führte dabei schon das erste große Problem der letzten Wochen an.

„Die Gegner wollen uns unbedingt schlagen“

„Wir spielen hier gegen Gegner, gerade die aus dem Ruhrgebiet, die uns unbedingt und um jeden Preis schlagen möchten. Die kommen aus der Kabine und sind ab der ersten Minute gallig, uns zu überraschen. Wenn man dann auch noch gegen solche Truppen hintenliegt, können die oft nochmal 200 Prozent zu legen“, erklärte der Coach. Huckarde spielte am Sonntag einen einfachen Fußball, versuchte mit wenigen Kontakten über die Außenbahnen zum Erfolg zu kommen. Es schien überfordernd für die technisch starke Nordkirchener Auswahl.

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„Man hat gemerkt, wie uns hier vor allem der Kunstrasen überhaupt nicht lag. Er war generell sehr, sehr schnell und dann hat es auch noch geregnet. Bei jeder Ballannahme sprang der Ball ein, zwei Meter vom Fuß. Ich habe die Jungs vor der Partie davor gewarnt, aber sie konnten es nie wirklich umsetzen“, findet Plechaty eine weitere Begründung für die Pleite im Dortmunder Westen. Dennoch weiß der Trainer auch, „dass das ganz sicher keine Ausreden sein dürfen. Wir müssen die Partie hier eigentlich von Beginn an dominieren und auch gewinnen, wenn wir oben bleiben wollen.“

Drei Gründe für die Niederlage des FC Nordkirchen

Als dritten Grund für das 0:3 nannte Mario Plechaty die weiter dünne Personallage beim FCN: „Wir haben weiter sehr viele Verletzte und müssen dann eben auch Spieler von der Bank bringen, die vielleicht gerade erst wieder ins Training eingestiegen sind. Aber das merke ich auch im Training. Es gibt Spieler, die aktuell nicht immer Vollgas geben, weil sie genau wissen, dass sie am Sonntag spielen werden. Da fehlt mir leider etwas die Breite im Kader.“

Positiv für Nordkirchen ist aber nun, dass man durch den Feiertag am nächsten Sonntag zwei Wochen Zeit hat, die Geschehnisse aus Huckarde zu analysieren. „Und dann wird es richtig wichtig. Erst spielen wir gegen Kemminghausen und Olfen, die auch richtig Bock haben, uns zu schlagen. Danach geht es im Doppelpack gegen Roj und Mengede. Da werden wir sehen, wo wir wirklich stehen“, schaute Mario Plechaty in die Glaskugel.

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