FC Nordkirchen ist nun auch Tabellenführer: Wie reagiert die Mannschaft?

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Nach dem Sieg gegen RW Germania grüßt der FCN erstmals in dieser Saison von ganz oben. Trainer Mario Plechaty weiß genau, wie sein Team damit nun umgehen soll.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 29.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die ersten Monate unter Mario Plechaty so verliefen, hatten sich wohl auch die kühnsten Optimisten beim Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen nicht erträumt. Elf Spiele (inklusive Tests und Kreispokal) - elf Siege und seit Sonntag auch erstmals Spitzenreiter der Bezirksliga 9. Auf der Tribüne träumten sogar einige FCN-Anhänger schon von der perfekten Saison. Plechaty steht aber so nun vor einer neuen Herausforderung, denn ab jetzt sind die Nordkirchener die Gejagten.

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„Wir kommen jetzt so langsam ins Rollen“, zog der Coach ein kurzes Fazit nach dem 4:1-Sieg im Topspiel gegen RW Germania. „Krüger und Jockel (Joachim Mrowiec, Anm. d. Redaktion) haben ein richtig gutes Spiel gemacht und auch aus dem Mittelfeld bringen wir viel mehr Torgefahr mit.“ Das klingt fast so, als wäre der FCN immer noch nicht ganz zufrieden mit der aktuellen Form - trotz der besten Offensive, der besten Defensive, dem torgefährlichsten Stürmer und dem besten Punkteschnitt der ganzen Liga.

Nils Venneker könnte beim FC Nordkirchen zurückkehren

„Das ist ja alles ganz normal. Am Anfang war die Mannschaft noch etwas nervös, etwas verunsichert. Meisterschaft ist immer etwas anderes als Vorbereitung“, so der Coach. „Wir haben jetzt zwei richtig schwere Wochen hinter uns, wo wir oft nur mit zwölf Spielern trainiert haben. Aber jetzt hoffe ich, dass ein paar Spieler auch wieder zurückkommen.“ Nils Venneker beispielsweise soll am nächsten Wochenende erstmals wieder im Kader stehen.

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Nach dem Spiel mahnte Mario Plechaty im Mannschaftskreis gewohnt sein Team: „Es sind noch viele Punkte zu vergeben, auch wenn das jetzt ein richtig, richtig gutes Spiel war.“ Doch so ganz auf die Bremse wollte der Trainer dann aber doch nicht treten. „Im Gegenteil. Wir müssen diese Euphorie mitnehmen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut, die Kameradschaft ist top.“ Nach dem Spiel blieb das Team auch noch lange auf dem Platz stehen und genoss mit ein paar Kaltgetränken den Sieg im Spitzenspiel.

In den nächsten Wochen wird sich dann zeigen, wie gut die Mannschaft wirklich mit dieser ungewohnten Situation umgehen kann. Denn hinter dem neuen Spitzenreiter (12 Punkte) haben sich seit Sonntag gleich sechs Mannschaften (9 Punkte) gesammelt, die Wochenende für Wochenende auf einen Nordkirchener Ausrutscher warten werden.

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