FC Nordkirchen zeigt Moral gegen Werner SC und gewinnt kurz vor Schluss

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Die Schlussphase des Testspiels hatte es in sich. Obwohl der Werner SC zwischenzeitlich mit 3:1 führte, kämpfte sich der FC Nordkirchen zurück, drehte das Spiel und gewann am Ende mit 4:3.

von Hendrik Skirde

Nordkirchen, Werne

, 30.08.2020, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Nachspielzeit hörte man laute Jubelschreie am Sportplatz des FC Nordkirchen. Eigentlich etwas ungewöhnlich für ein „belangloses“ Testspiel, jedoch hatten die Nordkirchener allen Grund zur Freude.

Marcel Stiepermann hatte gerade das 4:3 für den FCN gegen den Landesligisten Werner SC erzielt. Nach einer Ecke kam der Ball auf den kurzen Pfosten, von dort verlängerte Marian Tüns den Ball sehenswert mit der Hacke und leitete ihn auf Stiepermann weiter, der mittig vier Meter vor dem Tor stand und das Siegtor erzielte. Die besonders große Freude war der Tatsache geschuldet, dass der FCN bis zur 78. Minute noch mit 1:3 gegen den Werner SC zurücklag.

„Hut ab für die Leistung der Jungs, die haben heute nochmal richtig Moral bewiesen“, sagt der FCN-Trainer Mario Plechaty. WSC-Trainer Lars Müller war nicht so begeistert wie sein Trainerkollege. „Es ist einfach enttäuschend. Wir haben das in den ersten 15 Minuten gut gemacht und dann einfach das Spielen eingestellt.“

FC Nordkirchen geht in Führung

In der 26. Minute ging der FCN dann auch durch Daniel Krüger in Führung. Kurz vor der Pause gelang dem WSC dann der etwas glückliche Ausgleich durch Yussef Saado. Nach einer Ecke landete der Ball nach großem Gewusel im Strafraum im Netz der Nordkirchener. „In den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit haben wir vogelwild gespielt“, so Müller.

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Nach der Halbzeitpause spielte der WSC dann wieder frisch auf und zeigte seine ganze Klasse. Plechaty fand lobende Worte für den Gegner. „Werne hat das spielerisch gut gemacht und gut gepresst. Das hat uns einige Probleme bereitet.“ In der 63. Minute erzielte Chris Thannheiser nach einem schnellen Konter das 2:1 und nur drei Minuten später war es Yannick Lachowicz, der auf 3:1 erhöhte.

„Positiv war einzig und allein, dass wir in der zweiten Halbzeit immerhin 30 Minuten gut gespielt haben und nicht nur 15 Minuten wie in der ersten Halbzeit“, sagte Müller mit ironischem Unterton.

Joachim Mrowiec dreht auf

In den letzten 15 Minuten drehte der FCN dann nochmal komplett auf und spielte deutlich schneller nach vorne. Durch ein Doppelpack von Joachim Mrowiec, der in der 78. Minute das 2:3 erzielte und zehn Minuten später nochmal traf, stand es dann 3:3, ehe Stiepermann das 4:3 schoss.

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Für Plechaty seien das Umschaltspiel und die Hektik gegen Werne das größte Problem gewesen. „Wir haben oft viel zu langsam nach vorne gespielt, am Ende wurde das besser. Wir dürfen auch nicht nach jeder Balleroberung sofort wieder einen Fehlpass spielen. Daran müssen wir noch arbeiten.“

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