FC Nordkirchens Tischtennisspieler freuen sich nicht über den Aufstieg

Tischtennis

Der FC Nordkirchen hätte sich eine Fortsetzung des Spielbetriebes gewünscht. Obwohl der Klub im Aufstiegsrennen die Pole-Position inne hatte, war er längst nicht durch.

Nordkirchen

, 02.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Markus Schulze Zumkley nennt das Saisonende eine „Meisterschaft auf dem Papier“.

Markus Schulze Zumkley nennt das Saisonende eine „Meisterschaft auf dem Papier“. © Jura Weitzel

Wirklich gratulieren lassen wollte sich Markus Schulze Zumkley, stellvertretender Vorsitzender der Tischtennisabteilung des FC Nordkirchen, nicht. Die Freude über den Aufstieg infolge des Saisonabbruchs war beim FCN-Tischtennisspieler eher verhalten. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Saison im Tischtennis vorbei ist. Wer in der Tabelle oben steht, steigt auf - und in der Kreisliga Südmünsterland ist das der FC Nordkirchen.

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„Es fühlt sich nicht nach einer richtigen Meisterschaft an“, sagte der 36-Jährige, „es ist eine Meisterschaft auf dem Papier.“ Theoretisch, meinte Schulze Zumkley, hätte der FC Nordkirchen die Meisterschaft ja noch verspielen können. Von 17 Saisonspielen haben die Nordkirchener 15 gewonnen und 2 Mal unentschieden gespielt. Eine Niederlage gab es bislang nicht. „Aber gegen Herbern (2.) und Südkirchen (4.) hätten wir mit Personalnot gespielt. Da hätte es passieren können“, merkte Schulze Zumkley an.

Nordkirchener waren ein verdienter Tabellenführer

Doch verdient hätten sich die Nordkirchener nach dem Saisonverlauf einen Aufstieg wohl schon. „Es gab ja viele Überlegungen, aber wir waren sowohl nach der Hinrundentabelle als auch jetzt vorne. Worst-Case-Szenario wäre gewesen, wenn die Saison beendet und neugestartet worden wäre“, sagte der Förderschullehrer an der Maximilian-Kolbe-Schule.

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Am Ende lobte Schulze Zumkley die aufgrund von Härtefällen umstrittene Entscheidung des Tischtennis-Bundes. „Extremfälle seien die Ausnahme. Es gab keine andere Möglichkeit“, sagte er.

FC Nordkirchen sucht noch Spieler, die helfen können

Der FC Nordkirchen sei derzeit noch in der Personalplanung. Spitzenspieler Steffen Rohlmann werde aus familiären Gründen ganz sicher kürzertreten. Und ob André Mevenkamp aus Köln einpendelt - fraglich. Verstärkung mit einem Spieler, der über Bezirksklassenreife verfügt, bräuchte der FCN Schulze Zumkley zufolge schon noch. „Wir haben schon diskutiert, ob wir nicht einer Mannschaft, die richtig heiß auf die Liga ist, den Vortritt lassen“, sagte Schulze Zumkley. Seit dem Abstieg aus der Bezirksklasse 2015/16 werden sich das die Nordkirchener gut überlegen.

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