FCN-Neuzugang Dominik Dupke: Im Rettungsdienst gegen das Coronavirus

rnFußball-Bezirksliga

Gleich fünf Neuzugänge stellte der FC Nordkirchen im März vor. Einer davon kommt im Sommer von Westfalia Wethmar und hat aktuell besonders viel zu tun.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen, Wethmar

, 12.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dominik Dupke, ab Sommer Spieler beim Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen, arbeitet derzeit hart für die Gesundheit anderer statt zu Hause zu bleiben. Er arbeitet im Rettungsdienst.

Als zielstrebig, ehrlich und offen würde sich der Nordkirchener Neuzugang selbst beschreiben. „Ich sage lieber die harte Wahrheit, als jemanden anzulügen“, erklärt Dominik Dupke. Aktuell ist er noch beim Lüner Bezirksligisten Westfalia Wethmar unter Vertrag - bis zum 30. Juni. Ob er bis dahin noch ein Spiel für den TuS macht, ist ungewiss. Zu unsicher ist die Lage um das neuartige Coronavirus.

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Doch für Dupke ist das kein Grund, sich irgendwie auszuruhen. „Wir wollen ältere und vorerkrankte Menschen schützen. Dafür müssen wir im Rettungsdienst sehr gewissenhaft arbeiten“, sagt er. Also das, was er auch vor der Pandemie gemacht hat? „Ja, grundsätzlich würde ich sagen, dass ich mein Leben wie zuvor auch lebe.“

Hamsterkäufer nerven Dominik Dupke

Während er selbst von der Pandemie „nicht beunruhigt“ wird, merkt der 23-Jährige natürlich aber auch selbst, eine Veränderung unter den Menschen: „Diese Leute, die Hamsterkäufe tätigen, empfinde ich als sehr egoistisch. Sie verbreiten dadurch die ganze Hysterie“, kritisiert er. Dupke selbst nimmt auch darunter Schaden: „Ich leide persönlich auch hin und wieder darunter, wenn ich vom Dienst wiederkomme, noch etwas einkaufen möchte und die Einkaufsläden dann leer sind.“

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Wenn er dann ab Juli am Schlosspark aufläuft, hat der Noch-Wethmarer mit seinem neuen Verein große Ziele. „Nordkirchen hat das Potenzial, eine oder sogar zwei Ligen höher zu spielen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir vielleicht schon nächste Saison aufsteigen“, gibt er sich kämpferisch.

Dupke machte schon beim SV Sodingen sechs Westfalenliga-Spiele. Landesliga-Niveau ist also vorhanden. „Ich will immer gewinnen“, lautet seine Devise.

Und beim FCN hat er für diese Ziele wohl die richtige Adresse gefunden: „Nordkirchen hat eine gute Mannschaft, eine gute Infrastruktur und ist zudem sehr zielstrebig. Das passt zu mir. Dazu hatte ich während der Gespräche immer ein richtig gutes Gefühl.“

Besonders mit Neu-Trainer Mario Plechaty scheinen die Gespräche gut gelaufen zu sein. Plechaty wollte den 23-Jährigen schon vor zwei Jahren zum Lüner SV lotsen, damals klappte es aber nicht. Wieso dann jetzt? „Ganz einfach, weil er nicht mehr beim LSV ist“, sagt er und lacht. Auch Plechaty gibt zu: „Es ist halt immer so eine Sache aus Wethmar nach Lünen zu wechseln. Das macht man einfach nicht.“

Der aktuelle Iserlohn-Coach freut sich mit Dominik Dupke auf einen sehr „dynamischen“ Spieler. „Ich wollte ihn endlich in meiner Mannschaft haben und bin umso glücklicher, dass es nun geklappt hat.“

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Seine baldige Konkurrenz im Nordkirchener Kader kennt der 23-Jährige dagegen nicht: „Ich kenne die Spieler leider nur aus persönlichen Duellen zwischen Wethmar und Nordkirchen. Aber es waren immer enge und gute Spiele.“



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