Er hält alles: Feldspieler im Tor des SC Capelle ist seit drei Spielen ohne Gegentor

rnSC Capelle

Fabian Steinhoff kann auf seine persönliche Serie einfach stolz sein. Drei Mal stand er im Tor - drei Mal spielte er zu Null. Dabei ist er eigentlich für Mittelfeldpositionen ausgebildet.

Capelle

, 02.12.2019, 15:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

An Fabian Steinhoff beißen sich gegnerische Stürmer die Zähne aus. Schon drei Mal stand Fabian Steinhoff (28) im Jahr 2019 als Feldspieler im Tor des Fußball-B-Ligisten des SC Capelle. Die Bilanz sind 270 Minuten ohne Gegentor. Gegen den SV Herbern III gewann Capelle im April (2:0), spielte dann 0:0 gegen Drensteinfurt II und siegte Samstag in Hiltrup mit 4:0. Der 28-Jährige verriet im Interview das Geheimnis.

Herr Steinhoff, muss sich Torwart Lukas Schulze Kersting sich Sorgen um seinen Stammplatz machen?

Nein, eigentlich nicht. Ich habe nicht vor, weiter im Tor zu spielen.

Woran liegt es, dass Sie in drei Spielen kein einziges Gegentor kassiert haben? Waren die Gegner zu schwach?

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Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung. Wir verteidigen wahrscheinlich gut. Wir haben in den letzten sieben Spielen drei Gegentore kassiert. Das spricht dafür, dass unsere Defensive eigentlich ganz gut ist. Die Gegner waren aber auch nicht die stärksten. Ich habe Sonntag auch nicht wahnsinnig viel auf das Tor bekommen. Zwei Eins-gegen-eins-Situation gab es - mehr nicht.

Er hält alles: Feldspieler im Tor des SC Capelle ist seit drei Spielen ohne Gegentor

Fabian Steinhoff nach dem Spiel am Samstag in Hiltrup. © Fabian Steinhoff

Wie kam es dazu, dass Sie sich ins Tor gestellt haben?

Ich habe früher nie im Tor gestanden. Lukas Schulze Kersting und Bene Reckmann waren letzte Saison beide nicht da. Ich war auch verletzt wie etliche Spieler. Dann habe ich angeboten, dass ich mich wenigstens ins Tor stellen könnte. Im Training haben wir das getestet. Das hat so gut geklappt, dass der Trainer sagte meinte: Das passt. Ich mache das aber wirklich nur, wenn Not am Mann ist.

Haben Sie schon eigene Torwarthandschuhe?

Nein, die leihe ich mir noch aus, meistens von Benedikt Reckmann.

Sportlich läuft es mit sieben Siegen ganz hervorragend. Was ist in diesem Jahr noch möglich für die Mannschaft?

Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Wir wollen jeden Sieg mitnehmen und gucken, wo es damit hingeht. Aber so eine Serie hatten wir lange nicht mehr. Ich erinner mich jedenfalls an keine Vergleichbare - und ich bin das zehnte Jahr in Capelle.

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