Werner SC will gegen den SC Capelle die Saison „sportlich und fair zu Ende bringen“

rnFußball-Kreisliga B

Im Abstiegskampf der Kreisliga B kündigt Capelles Gegner Werner SC II an, keine Spieler aus der Landesliga-Mannschaft unnötig einzusetzen. Dabei gelten auch klare Regeln für den Einsatz.

von Carl Brose

Capelle

, 09.05.2019, 19:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch steckt der SC Capelle mitten im Abstiegskampf der Kreisliga B. Durch den 3:2-Sieg über den SC Ottmarsbocholt verschafften sich die Capeller zwar Luft im Abstiegskampf, doch noch ist man vorsichtig beim SCC. Denn am Sonntag steht zunächst noch das Spiel gegen den Werner SC II an. Die Werner stehen mit sieben Punkten Rückstand auf einem Abstiegsplatz und könnten mit einem Sieg noch einmal Spannung in den Tabellenkeller bringen.

„Wollen nicht auffüllen“

Trotz der Bedeutung des Spiels schließt Thomas Overmann, Fußball-Chef des Werner SC, es aus ,unnötig Spieler aus der Landesliga-Mannschaft des Vereins an die Reserve abzugeben. „Wir wollen die Saison sportlich und fair zu Ende bringen. Deswegen wollen wir nicht die zweite Mannschaft mit Landesliga-Spielern auffüllen“, sagt Overmann. Lediglich zuletzt angeschlagene Spieler könnten am Sonntag für den Werner SC in Capelle auflaufen, um Spielpraxis zu sammeln. „Die Mannschaft muss normalerweise selber in der Lage sein, die Klasse zu halten. Wir wollen das nicht auf Biegen und Brechen erzwingen, indem wir Spieler aus der ersten Mannschaft runterschicken. Das hätten wir sonst ja auch schon von Saisonbeginn an machen können“, so Overmann.

Klare Regeln für den Einsatz von Spielern

Für den Einsatz von Spielern in niedriger spielenden Mannschaften des Vereins gibt es bestimmte Regeln: Bis zum 30. April gilt für die Vereine, dass sie maximal vier Spieler gleichzeitig aus den höher spielenden Mannschaften in den unteren Mannschaften einsetzen dürfen. Von diesen vier Spielern dürfen höchstens zwei älter als 23 sein. Sollte das nicht der Fall sein, gibt es Geldstrafen, Punktabzug oder eine Niederlage als Wertung des Spiels zur Strafe. Hat ein Spieler ein Spiel für das höher spielende Team bestritten, hat er eine Schutzfrist von fünf Tagen. Erst dann darf der Spieler in einer tiefer spielenden Mannschaft wieder eingesetzt werden.

Wenn Spieler nach dem 1. Mai einen Einsatz bei der höher spielenden Mannschaft hatten, dürfen diese in den kommenden Spielen der niedriger spielenden Teams nicht mehr eingesetzt werden.

„Wenn die Mannschaft nicht gut genug ist für die Liga, dann sollte sie dort auch nicht spielen. Es sollte jeder dort spielen, wo er leistungsmäßig hingehört. Deswegen wollen wir die Mannschaft nicht künstlich in der Liga halten“, sagt Overmann.

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