Mario Plechaty freut sich über die Rückkehr einer wichtigen Stütze beim FC Nordkirchen

rnFußball-Bezirksliga

Mario Plechaty muss in den bisherigen Spielen auf viele Spieler verzichten. Der Trainer des FC Nordkirchen freut sich über die Rückkehr einer Stammkraft. Diese kann noch mehr Leistung zeigen.

Nordkirchen

, 06.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich könnte es kaum besser laufen beim FC Nordkirchen. Schließlich hat der Fußball-Bezirksligist die Maximalzahl von 15 Punkten aus den fünf Ligaspielen eingesammelt. Also alles eitel Sonnenschein beim FCN? Mitnichten, denn Mario Plechaty plagen Personalprobleme. Der FCN-Trainer hofft auf eine baldige Rückkehr Teile seines Kaders.

Immerhin kehrte beim 2:0-Sieg über Viktoria Kirchderne eine tragende Säule des Teams in die Startelf zurück: Nachdem Nils Venneker schon im Kreispokal spielte, gab er nun am Sonntag auch sein Liga-Comeback gegen die Dortmunder.

Dabei hätte sich die Rückkehr beinahe verzögert. Am Donnerstag vor dem Spiel erlitt Venneker einen Schlag auf den Knöchel, der sein Auflaufen gegen Kirchderne gefährdete. „Ich hab ihm gesagt ‚Beiß auf die Zähne‘“, berichtet sein FCN-Trainer Mario Plechaty, „und das hat er dann gemacht.“

Nils Venneker spielt das erste Mal in dieser Bezirksliga-Saison

Überhaupt war es für Vennker der erster Einsatz dieser Bezirksliga-Saison. Nachdem der Kapitän aus dem Urlaub gekommen war, musste er sich zunächst in Quarantäne begeben. Als er danach wieder ins Training eingestiegen war, erfolgte der nächste Rückschlag: Während einer Einheit erlitt Venneker einen Muskelfaserriss.

Nils Venneker feierte gegen Viktoria Kirchderne den ersten Liga-Einsatz für den FC Nordkirchen.

Nils Venneker feierte gegen Viktoria Kirchderne den ersten Liga-Einsatz für den FC Nordkirchen. © Jura Weitzel

Jetzt endlich, am fünften Spieltag, kehrte er aufs Spiefeld zurück.

Dass Vennekers erster Liga-Einsatz war merkte man, wenn auch nur kurz. Am Anfang hatte Venneker einige Wackler in seinem Spiel, die aber folgenlos blieben. Zudem wirkte der Verteidiger mit fortschreitender Partie immer sicherer - und das obwohl der Kapitän noch nicht wieder richtig fit war.

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„Ich bin erst bei 50 oder 60 Prozent“, sagte der glücklich wirkende Venneker nach dem Spiel. „Das Comeback war hart. Jetzt bin ich wirklich gar“, meinte Venneker und lächelte.

Mario Plechaty ist glücklich über die Rückkehr

Sein Trainer war ebenfalls glücklich über die Rückkehr seines Verteidigers. „Er ist ganz wichtig für die Mannschaft“, sagte Plechaty und erklärte: „Nils ist ein bisschen impulsiver als die anderen Spieler - und das brauchen wir. Sein Typ ist bei uns gefragt.“

Auch Plechaty wusste, dass sein Kapitän zu weitaus größeren Leistungen imstande ist: „Nils war heute schon wichtig und wird noch wichtiger werden“, so der FCN-Coach.

Im Spiel äußerte sich das vor allem darin, dass die Nordkirchener Abwehr stabil stand. Im ersten Durchgang und auch über weite Teile der zweiten Hälfte ließ die FCN-Defensive kaum gefährliche Chancen für Kirchderne zu. Erst als Nordkirchen auf 2:0 erhöhte und die Viktoria zum Handeln gezwungen war und offensiver wurde, kam die Abwehr der Gäste etwas unter Druck - aber sie hielt, auch Dank Venneker.

Venneker setzt offensive Akzente beim FC Nordkirchen

Dieser wagte sich sogar trotz seiner konditionellen Defizite einige Male nach vorne und versuchte selbst offensive Akzente zu setzen. Beinahe wäre sein Engagement belohnt worden, doch der Abwehrspieler vergab in der zweiten Hälfte die Führung zum 2:0. „Das Torschießen liegt mir einfach nicht im Blut“, sagte Venneker und fügte lachend hinzu: „Ich mache nie einen.“

Auch so reichte es letztlich zum Sieg. Mario Plechaty war glücklich über den Sieg - und darüber, dass sein Kapitän wieder mitwirkt. „Ich bin froh, dass Nils wieder da ist.“

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Venneker selbst war ebenfalls glücklich, wieder auf dem Rasen mitwirken zu können. Gleichzeitig merkte er selbstkritisch an: „Das war noch nicht mein Spiel.“ Mit einem in Topform spielenden und hundertprozentig fitten Nils Venneker dürfte es für die Gegner nicht gerade einfacher werden, die ohnehin schon stabilen Nordkirchener aus dem Gleichgewicht zu bringen.

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