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Nach Venneker-Luftloch: Der FC Nordkirchen verpasst seinen Finaltraum

Fußball-Kreispokal

Der FC Nordkirchen drängte am Mittwoch den 1. FC Gievenbeck an den Rand einer Pleite. Am Ende jubelte aber der Favorit - auch weil Nils Venneker eine große Chance ausließ.

Nordkirchen

, 15.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Nach Venneker-Luftloch: Der FC Nordkirchen verpasst seinen Finaltraum

Haben den Traum vom Finale nur knapp verpasst: Der FC Nordkirchen, hier mit Dominick Lünemann (v.l.), Marvin Fritsche und Tim Bröer, verlor am Mittwochabend gegen den 1. FC Gievenbeck. © Timo Janisch

Der FC Nordkirchen hat die Pokalüberraschung verpasst. Der Fußball-Bezirksligist verlor im Halbfinale des Kreispokals am Mittwochabend mit 1:2 gegen den Oberliga-Absteiger 1. FC Gievenbeck – eine vermeidbare Niederlage.

Kreispokal-Halbfinale

FC Nordkirchen – Gievenbeck 1:2 (1:0)

Kurz nach Abpfiff der Nachspielzeit sackten die Nordkirchener Akteure völlig entkräftet auf dem Boden zusammen. Verteidiger Nils Venneker wollte gar nicht mehr aufstehen. Der Defensivmann ärgerte sich über seine verpatzte Chance, die womöglich zum 2:2 hätte führen können. Ein Spielstand, den sich der FC Nordkirchen gegen Gievenbeck nach 90 Minuten verdient gehabt hätte. Als Sieger verließ allerdings der Favorit aus Gievenbeck den Platz, der jetzt am Donnerstag, 30. Mai, im Finale auf den SV Herbern trifft.

„Haben mächtig Druck gemacht“

„Es lag an der Chancenverwertung. Wir haben mächtig Druck gemacht und uns nicht versteckt. Auch nach dem 1:0 haben wir immer weiter nach vorne gespielt, haben aber leider das 2:0 verpasst“, sagte Nordkirchens Offensivmann Dominick Lünemann nach dem intensiven Spiel. Auch ihm war die Trauer über den verpassten Finaleinzug anzusehen. „Wir sind mächtig traurig. Ein Finale gegen Herbern wäre für uns alle ein Highlight gewesen. Wir hätten gerne vor dieser großen Kulisse gespielt“, so Lünemann nach dem Spiel weiter. Eine bärenstarke Halbzeit reichte dabei aber einfach nicht aus.

Der erste Durchgang gehörte überraschend den mutig aufspielenden Nordkirchenern, die mit ihrer forschen Spielweise dem Oberligisten mächtig Probleme bereiteten. Von einem Drei-Klassen-Unterschied war zu keiner Zeit des Spiels etwas zu sehen. So war es auch nicht verwunderlich, dass Nordkirchen nach acht Minuten durch Patrick Trawinski per Kopfball in Führung ging. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatten Trawinski (11.), Tim Bröer (30.) und zwei Mal Daniel Krüger (31./43.) die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, doch sie blieben im Abschluss unglücklich oder scheiterten am starken Gästekeeper Nico Eschhaus. So ging es mit einer 1:0-Führung in die Umkleide. „Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt, hätten aber das zweite oder dritte Tor nachlegen können. Ich bin trotzdem unheimlich stolz auf diese Mannschaft“, sagte FCN-Trainer Issam Jaber.

Gievenbeck findet zu seinem Spiel

In Durchgang zwei schüttelte sich Gievenbeck dann und kam besser ins Spiel. Nordkirchen kam – mit einer Ausnahme – kaum noch gefährlich vor das Tor der Gäste. Einzig in der 81. Minute – mittlerweile beim Stand von 1:2 – verfehlte Nils Venneker freistehend aus etwa 15 Metern den Ball und trat in die Luft. Es war die Chance zum Ausgleich. Dazwischen drehte Gievenbeck, dass in Durchgang zwei seine individuelle Klasse zeigte, das Spiel. Tristan Niemann (73.) und Christian Keil (80.) hießen die Gästeschützen, die Gievenbeck ins Finale schossen.

Neben der insgesamt eher unverdienten Niederlage muss Nordkirchen zwei Verletzungen verkraften. Marvin Fritsche und Daniel Eroglu mussten vorzeitig das Feld verlassen. Die Diagnosen sind noch unklar.

FC Nordkirchen: Sandhowe – Venneker, Fricke, Krüger, Närdemann, Bröer, Lünemann (68. D. Eroglu/75. Drees), Kutscher, Trawinski, Schwick, Fritsche (83. Mangels)

1. FC Gievenbeck: Eschhaus – Franke, Keil, Gerbig (46. Balz), Niemann, Mende, Geisler, Altun, Kurk, Brüwer (66. Leisgang), Scherr

Tore: 1:0 Trawinski (8.), 1:1 Niemann (73.), 1:2 Keil (80.)

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