Nico Plechaty: Rechtsverteidiger überzeugt beim Nordkirchener Test gegen den Lüner SV

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Nach langer Leidenszeit nach seinem Wechsel vom SV Herbern ist Nico Plechaty endlich angekommen beim FC Nordkirchen. Mit zwei Vorbereitungen stach Plechaty gegen seinen Ex-Verein Lüner SV heraus.

Nordkirchen

, 29.07.2020, 09:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Nordkirchener Fußballer Nico Plechaty hatte am Dienstagabend beim Testspiel des FCN beim Lüner SV seinen eigenen kleinen Fanclub dabei. Der 21-Jährige ist beim VfB Waltrop Jugendtrainer in der E1. „Nico, Nico, Nico“, sangen die Nachwuchskicker, als Nico Plechaty Mitspieler Daniel von der Ley sah und das 1:0 durch einen sehenswerten Pass vorbereitete.

Der Trainersohn war der Mann des Spiels. Beide Tore vorbereitet, am Ende jede Menge Meter gemacht, Akzente gesetzt - das will man von einem Außenverteidiger sehen. Man fragte sich zwischenzeitlich schon, wieso Plechaty eigentlich bei dem Bezirksligisten spielt und nicht beim zwei Klassen höheren Westfalenligisten.

Nico Plechaty, der in der Winterpause vom Landesligisten SV Herbern, wo er nicht so richtig zum Zuge kam, ans Schloss gewechselt ist, zeigte, dass er in der Nordkirchener Viererkette rechts hinten eine echte Bereicherung sein kann. Mit Nils Venneker und Florian Fricke im Zentrum, Nico Plechaty rechts und dem blutjungen Neuzugang Florian Siemerling, der links ein starkes Debüt feierte, könnte diese Formation schon am ersten Spieltag am 6. September auflaufen.

Trainer Mario Plechaty lobt beide Außenverteidiger

Die jungen Spieler auf den Außenverteidigerpositionen hätten „das heute richtig gut gemacht“, sagte Trainer Mario Plechaty hinterher. Festlegen auf Stammpersonal wollte er sich noch nicht. Zu früh sei es dafür noch. Es hänge auch davon ab, ob alle Spieler gesund bleiben.

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Ausgerechnet sein Sohn hatte damit in der ersten Jahreshälfte Probleme. „Ich habe mich, als ich nach Nordkirchen gewechselt bin, in der dritten Einheit verletzt. Da ist mir ein Spieler unglücklich in den Fuß gesprungen“, erzählte er. Knochenabsplitterung am Sprunggelenk, vier Monate Pause. Und das Debüt im FCN-Trikot musste warten.

Nico Plechaty hat mit 21 Jahren gute Chancen, sich rechts in der Viererkette einen Stammplatz zu erobern.

Nico Plechaty hat mit 21 Jahren gute Chancen, sich rechts in der Viererkette einen Stammplatz zu erobern. © Timo Janisch

Doch Nico Plechaty kämpfte sich Stück für Stück zurück: „Ich habe viel für mich selber gemacht in der Corona-Zeit, bin gelaufen oder war auf dem Fußballplatz.“ Das bestätigte auch Trainer Mario Plechaty: „Nico war lange verletzt, aber er hat viel gemacht in der Vorbereitung. Er ist noch ein bisschen wild in manchen Aktionen, das muss er noch lernen.“

Nico Plechatys Antritte stachen hervor

Ist Nico Plechaty fit, zeichnet ihn die Schnelligkeit aus. Die bärenstarken Antritte nach hinten wie nach vorne sind im Amateurfußball gefragt. „Ich habe gerne schnelle Spieler über außen“, sagte auch Mario Plechaty. Da tat sich sein Sohn besonders hervor.

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„Die Wege nach hinten sind sehr wichtig, gerade wenn man bei einer Offensivaktion den Ball verloren hat und es mit vollem Tempo wieder nach hinten geht - da spielt die Geschwindigkeit eine große Rolle“, sagte Nico Plechaty, der sich flexibel zeigte: Ob ein Platz weiter vorne im rechten Mittelfeld oder hinten rechts - dafür ist er offen. Hauptsache, er spielt.

Und wie ist das, wenn der eigene Vater der Trainer ist? Für Nico Plechaty ist das handelbar: „Er war ja schon in der Jugend mein Trainer und später beim LSV. Klar ist das nicht ganz einfach, du nimmst manchmal Sachen mit nach Hause. Wir sind aber beide alt genug und können damit umgehen“, antwortete Nico Plechaty, für den der Einstand mit zwei Assists kaum besser hätte laufen können.

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