Nils Venneker vor Regelationsspiel: „Von Thorsten Legat halte ich nicht viel!“

rnFC Nordkirchen

Am Sonntag, 2. Juni, steigt das erste Relegationsspiel um den Aufstieg in die Landesliga für die Fußballer des FC Nordkirchen. Abwehrchef Nils Venneker spricht vor dem Duell Klartext.

von Marcel Schürmann

Nordkirchen

, 31.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Die ersten Aufstiegs-Entscheidungsspiele stehen am Wochenende an. Vor dem Duell mit dem SV Burgsteinfurt am Sonntag (15 Uhr, Rasenplatz Sportpark Gievenbeck, Gievenbecker Weg 200, 48149 Münster) sprach Nordkirchens Nils Venneker mit Marcel Schürmann über den Gegner, den freiwilligen Abstieg von Eintracht Coesfeld und Bövinghausens neuen Trainer, Thorsten Legat.

Herr Venneker, vor anderthalb Monaten haben Sie gesagt, Sie glauben, dass der TuS Bövinghausen und der FC Nordkirchen im Endspurt der Liga alle Spiele gewinnen werden. Sie sollten recht behalten.

Ja, das ist aber eigentlich nicht so schön. Auch wenn für uns alle klar war, dass der TuS alles gewinnen wird. Schade.

Der FCN ist ja fast schon wie der FC Liverpool der Bezirksliga 8, Sie haben nur zwei Spiele in der gesamten Spielzeit verloren. Sind Sie zufrieden?

Mit der Saison bin ich auf jeden Fall zufrieden. Aber eben nicht mit der Platzierung.

In jeder anderen Staffel wären Sie mit 76 Punkten sicher Meister geworden. Meister wurde ja der TuS Bövinghausen, der für die neue Saison in Thorsten Legat einen prominenten Trainer vorgestellt hat. Was halten Sie von ihm?

Ich halte nicht viel von ihm. Der gibt sich in den Medien manchmal etwas komisch. Wie er als Trainer ist, kann ich aber nicht so gut beurteilen.

Sie treffen in der Relegation auf den SV Burgsteinfurt. Wie ist der Klub einzuschätzen?

Ich kenne ein, zwei Spieler noch aus Herberner Zeiten, damals haben wir ein paar Mal gegeneinander gespielt. Die spielen auf jeden Fall einen ekligen Fußball, gehen hart in die Zweikämpfe. Auch von außen machen die immer ordentlich Lärm - und darauf stellen wir uns ein.

Haben Sie für den Fall der Fälle schon Elfmeter geübt diese Woche?

Nein, das werden wir auch nicht mehr machen. Wir entscheiden die Partie einfach vorher.

In der Bezirksliga 11 ist Meister Coesfeld freiwillig zurück in die Kreisliga A gegangen. Dadurch steigt Deuten als Zweiter direkt auf. Finden Sie das unfair?

Schon ein bisschen. Sowas finde ich eigentlich blöd. Ich denke, dann sollte keine Mannschaft direkt aufsteigen, sondern der Zweite sollte sich - wie wir - der Relegation anschließen.

Vorwärts Epe hätte in der Staffel 11 als Dritter das Recht auf die Relegation gehabt, verzichtet aber ebenfalls freiwillig.

Ich weiß nichts Genaueres. Wenn wir im Winter gesehen hätten, dass wir keine Chance auf die ersten beiden Ränge haben, dann hätten wir wohl auch eine Mannschaftsfahrt gebucht. Vielleicht dachte der Verein aber auch, dass die Aussicht, die Relegation zu gewinnen, eh nicht so groß ist.

Wie stehen die Chancen des FCN?

Ich denke, wir sind schon mit die stärkste Mannschaft der Relegation. Wir sind seit Weihnachten auf dieses Szenario vorbereitet, haben extra keinen Urlaub gebucht.

Am Donnerstag stieg das Kreispokalfinale zwischen Ihrem Ex-Klub Herbern und dem 1. FC Gievenbeck, gegen den Sie im Halbfinale ausgeschieden sind. Haben Sie Ihre Niederlage - und speziell Ihre vergebene Riesenchance zum Ausgleich damals - schon verkraftet?

Längst. Ich versuche ja immer Tore zu verhindern - vorne wie hinten. Wenn wir im Finale gewesen wären, wäre es gegen Herbern, glaube ich, noch ein größerer Zuschauermagnet geworden. Andersrum würde unsere Saison dann noch länger gehen. Und ich freu mich jetzt auch schon auf die Sommerpause.

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