Noch mehr Verletzte: So groß ist das Lazarett beim SC Capelle

Fußball-Kreisliga B

Selbst Trainer Reinhard Behlert fällt es schwer, sich an alle Namen zu erinnern, die er am Spieltag nicht einsetzen kann. Ob er im Notfall sogar selbst einspringen würde?

von Nico Ebmeier

Capelle

, 10.09.2019, 05:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Noch mehr Verletzte: So groß ist das Lazarett beim SC Capelle

Reinhard Behlert schaut trotz seiner vielen Verletzten weiter nach vorne. © Jura Weitzel

Mittlerweile ist die Ausfall-Liste bei den Fußballern des SC Capelle fast länger als die Liste der Spieler, die am Wochenende vernünftig vor den Ball treten können. „Es ist schon ziemlich unschön“, muss auch Reinhard Behlert, Trainer des B-Ligisten, zugeben. Auch das ist ein Grund, dass die „Gelben“ bisher nur einen Punkt aus drei Partien holen konnten. Drei Mal musste der Coach in den drei Spielen bisher schon vor der Halbzeit verletzungsbedingt tauschen. Es ist sogar schon so weit, dass Behlert selbst beim Aufzählen seines Lazaretts durcheinander kommt.

Sechs Spieler fehlen dem SC Capelle

Fabrizio Pate fehlt nach einem „sehr komplizierten“ Muskelabriss im Oberschenkel weiterhin fünf Wochen, Felix Nölken steigt sogar erst in der Rückrunde wieder ein. Max Cillien wird das Trikot nach seinem Bänderriss genauso vier Wochen nicht anziehen können wie Marcel Dülfer nach seinem Bandscheibenvorfall.

Und es geht noch weiter. In dieser Saison verletzten sich zusätzlich Alexander Küper mit einem Faserriss (vier bis acht Wochen Ausfallzeit) und Toralf Streppel, der mit Bänderriss im Sprunggelenk wohl noch fünf Wochen pausieren muss. Trotzdem schaut Reinhard Behlert immer weiter nach vorne: „So ein Pech kann jede Mannschaft haben. Man muss immer die positiven Seiten sehen.“ Zum Beispiel sei die Rückkehr von Manuel Lachmann, der nach langer Pause am vergangenen Sonntag das erste Mal wieder spielte, eine solche.

Reinhard Behlert Noch mehr Verletzte: So groß ist das Lazarett beim SC Capelleselbst würde nicht mehr spielen

Angst, dass ihm irgendwann die Spieler ausgehen, hat Behlert übrigens nicht. „Wir wechseln die ganze Zeit munter zwischen den Mannschaften hin und her. Mal spielen bei uns welche aus den Altherren, mal aus der Zweiten. Wir können das schon überbrücken.“

Mittlerweile sei es sowieso nur noch eine große Truppe, sagt der Capeller. Im Online-Portal Fussball.de steht der Trainer sogar selbst in der Kaderliste seiner Mannschaft. Auf die Frage, ob er sogar im Notfall einspringen würde, lacht er zunächst nur. „Gott sei Dank sind wir auf der Torhüterposition bisher immer noch super aufgestellt und vor allem verletzungsfrei. Dazu, dass ich wieder spiele, sollte es erstmal nicht kommen.“

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