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Nordkirchen-Bezwinger Neuenbeken scheitert im Finale - Bad Oeynhausen gewinnt Relegation

rnFußball

Der FC Nordkirchen hätte es bei eigenem Erfolg am Donnerstag über Neuenbeken im Relegations-Finale mit Bad Oeynhausen zu tun bekommen. Im Ostwestfalen-Duell ging es wieder über 120 Minuten.

von Egon Bieber

Nordkirchen

, 10.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Sehnsucht ist gestillt, die Mission erfüllt, der Traum Wirklichkeit geworden und das sportliche Drama des FC Bad Oeynhausen vom 26. Mai an diesem Pfingstsonntag doch noch mit einem Happy End gekrönt worden. Bad Oeynhausen hatte sich ausgerechnet am letzten Spieltag die einzige Saisonniederlage geleistet gegen das dann die Tabellenführung übernehmende Team vom TuS Bruchmühlen und war anschließend regelrecht in Schockstarre gefallen.

Die hielt für den FCO nicht allzu lange an, nahmen die Spieler die Herausforderung und ihre zweite Chance auf den Landesliga-Aufstieg über den Umweg Relegation schnell an – und leisteten auf der „Ochsentour“ mit vier Spielen innerhalb von elf Tagen (!) Überragendes. Die Mannschaft schweißte sich von Match zu Match zu einer Einheit zusammen, in der frei nach dem Filmklassiker „Die vier Musketiere“ alle für einen, einer für alle fighteten und sich diesen Aufstieg mit klasse Spielen wahrlich verdienten.

Bad Oeynhausen ist zurück in der Landesliga

Der FC Bad Oeynhausen ist zurück in seinem „Wohnzimmer“, der Fußball-Landesliga. In dieser Spielklasse kickten Mannschaften viele Jahrzehnte, unterbrochen von vielen Jahren in der Verbandsliga, bis zum Abstieg im Jahr 2015. Nach vier Jahren in dieser Spielklasse soll es dann aber auch für lange Zeit gewesen sein. „Nie wieder Bezirksliga“ skandierten die Spieler nach dem Schlusspfiff und tanzten im Kreis.

Und es war eine Nerven aufreibende Partie gegen Nordkirchen-Bezwinger mit Höhen und Tiefen über 120 Spielminuten plus X – und dann explodierten die Gefühle, herzten sich alle und es flossen auch Tränen der Freude.

Neuenbeken führte sogar gegen Bad Oeynhausen

Dabei hatte das Spiel gegen den SCV Neuenbeken nicht schlechter beginnen können. Nach einer Doppelchance binnen von Sekunden über Betim Sahitaj und Hashem Celik (15.), bei denen der beste Neuenbekener, Torwart Alexander Wulf, überragend parierte, geriet der FC durch einen traumhaft geschossen Freistoß von Miguel Jan Soylu in Rückstand (18.). Durch ein Traumtor von Benedikt Valldorf aus etwa 30 Meter in den Torgiebel (28.) gelang das 1:1. Niklas Bobe (29.) und Tim Möller (40.) boten sich weitere Topchancen, um nach einer überragenden ersten Halbzeit schon zur Pause eine Vorentscheidung heraus zu schießen.

In der zweiten Halbzeit lief es nicht mehr so rund beim FCO, häuften sich die Fehlpässe, gab es ein offenes Match mit dem SCV. Dem boten sich in der 65. Minute (Jens Schröder, versprang der Ball bei der Annahme total frei stehend im Strafraum) und in der 68. Minute (Peyman Gourgi über das leere Tor nach zuvor Ballverlust des FCO in der Vorwärtsbewegung) top Chancen zur Führung.

Wulf hält stark für Neuenbeken

Zuvor in der 53. Minute stand SCV-Keeper Wulf einem FCO-Tor erneut im Weg. Und dann gab es diese denkwürdigen fünf Minuten mit drei Hochkarätern für den FCO durch Hashem Celik (77., 82., jeweils knapp vorbei und drüber) und Jeger Ghauem (79., Torwart parierte glänzend), in der die Entscheidung hätte fallen müssen. Beide Teams mussten aber zwei Mal 15 Minuten nachsitzen – und da machte der FCO in Überzahl nach Toren von Niklas Bobe (108.) und Betim Sahitaj (119.) den Landesliga-Aufstieg perfekt. Danach gab es nur noch Freude, Glückstränen und Party nach der Rückkehr im Vereinsheim und in diversen anderen Lokalitäten in der Stadt Bad Oeynhausen.

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