Personalmangel beim FC Nordkirchen: Feiert Florian Fricke sein Comeback als Angreifer?

rnFußball-Bezirksliga

Krüger verletzt, Schwick und Mors gesperrt. In das Spiel gegen die TSG Dülmen geht der FCN fast ohne nominelle Angreifer. Das könnte die Chance für Abwehrchef Florian Fricke sein.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 15.11.2019, 13:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Irgendwie läuft es alles nicht wirklich, wie es soll beim Fußball-Bezirksligisten aus Nordkirchen. Nach dem 2:2 gegen den SV Gescher und einem erneuten Auswärts-Punktverlust ist der Anschluss an die beiden Spitzenteams aus Haltern und Stadtlohn endgültig verloren. Dazu fehlen zu dem ohnehin verletzten Topstürmer Daniel Krüger am Sonntag gegen Dülmen (14.30 Uhr, Am Schloßpark, Nordkirchen) auch noch die gesperrten Offensivakteure Robin Schwick und Simon Mors.

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Aber „Gott sei Dank ist wieder Heimspiel“, freut sich FCN-Kapitän Florian Fricke. Denn auf dem heimischen Platz sind die Nordkirchener noch punktverlustfrei. Sieben Spiele, sieben Siege. „Da fühlen wir uns scheinbar irgendwie wohler“, sucht auch Fricke nach den Gründen für die Auswärtsmisere.

„Ich habe wirklich absolut keine Ahnung, woran es liegen könnte. Es gibt eben manchmal solche Serien im Fußball, leider ist es für uns nun eher ein Fluch.“

Kaum noch Stürmer im Kader des FC Nordkirchen

Doch auch die Partie auf dem gewohnten Nordkirchener Grün löst die andere große Baustelle nicht: den nicht vorhandenen Angriff. Mit Schwick, Mors und Krüger fehlen am Sonntag nicht nur die Erfahrung von 20 Ligatoren (Mors 8, Krüger 7 und Schwick 5), sondern besonders die drei treffsichersten Stürmer beim FCN. „Das ist natürlich einfach Pech. Da fällt der beste Stürmer aus, andere spielen sich in den Vordergrund und dann fallen die nun auch aus“, resümiert Fricke.

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Nun muss sich Trainer Issam Jaber wohl oder übel etwas ganz Besonderes einfallen lassen. „Er hat da immer ein sehr gutes Händchen. Ich rechne mit einer Überraschung.“ Eine Überraschung? Vielleicht muss der Kapitän ja selbst vorne für die Tore sorgen. Zur Erinnerung: Der jetzige Abwehrchef wurde erst 2012 durch seinen Wechsel zum Oberligisten Spvgg Erkenschwick zum Defensivakteur beordert. Bei Union Lüdinghausen beispielsweise stürmte Fricke in der Bezirksliga, hatte mit 14 Toren maßgeblichen Anteil am Landesliga-Aufstieg 2012. Besonders seine Kopfballstärke machte ihn gefährlich.

Florian Fricke: „Eine Position, die mir Spaß macht.“

„Das stimmt schon. Es ist eine Position, die mir durchaus nicht unbekannt ist und mir ebenfalls sehr viel Spaß macht“, erklärt er. Und was sagt der Trainer dazu? „Ich habe mit Issam Jaber schon das ein oder andere Mal darüber geredet und es ist eine durchaus mögliche Option. Ich bin da ganz offen. Generell bereite ich mich auf jede Position vor, die ich eventuell spielen könnte und ganz anders ist das ja auch nicht.“

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