Robin Schwick (20) wechselt vom FC Nordkirchen zum SV Herbern

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Der SV Herbern bekommt offensiv hinter den Spitzen Verstärkung. Robin Schwick ist schnell und torgefährlich und kommt gerne über Außen. Beim FC Nordkirchen bedauert man den Abgang.

Nordkirchen, Herbern

, 27.01.2020, 00:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diese Nachricht ist ein Hammer: Robin Schwick (20), Offensivspieler des FC Nordkirchen, wechselt in der kommenden Saison zum Lokalrivalen SV Herbern in die Landesliga.

Robin Schwick (20) wechselt vom FC Nordkirchen zum SV Herbern

Robin Schwick schnürt künftig die Schuhe für den SV Herbern. © Jura Weitzel

Schon länger war Robin Schwick heiß umworben. Sogar aus der Oberliga sollen sich Vereine nach dem Youngster erkundigt haben, der in seiner ersten Senioren-Saison beim FC Nordkirchen gleich mal elf Treffer erzielte. In Nordkirchen war er voll eingeschlagen. Schnell, schussgewaltig, ballsicher und torgefährlich ist er. So gut wie immer spielte Schwick, wenn er fit war. Und auch wenn er zum Ende der Saison etwas nachließ, hatte er sich fest in die Startelf gespielt.

FC Nordkirchen bestätigt Abgang zum SV Herbern

David Handrup, Leiter der Fußballabteilung des FC Nordkirchen, bestätigte am Sonntag: „Robin hat mir gestern mitgeteilt, dass er nach Herbern geht. Ein guter Spieler aus Nordkirchen, der etwas Neues versuchen möchte.“ Den Abgang bedauerte Handrup. Bisher galt Schwick noch als ein Wackelkandidat. Die Entscheidung über einen Verbleib sollte in Kürze fallen, hieß es noch vor gut anderthalb Wochen.

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Diese ist nun gefallen. Der Schritt nach Herbern überrascht deshalb ein wenig, weil der SVH nur eine Klasse höher spielt als Nordkirchen und Schwick auch der Sprung in die Westfalenliga zugetraut worden war. „In die Westfalenliga kann ich immer noch“, sagte Schwick, „ich habe gedacht, es ist Zeit für den nächsten Schritt und möchte mich bei einer Mannschaft, die in der Landesliga oben mitspielt, durchsetzen.“

Robin Schwick (20) wechselt vom FC Nordkirchen zum SV Herbern

In Nordkirchen erzielte Robin Schwick 17 Treffer in anderthalb Jahren. © Sebastian Reith

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Auch nach dem verpassten Aufstieg in die Landesliga im Sommer 2019 gehörte Robin Schwick stets zum Stammpersonal, war mit alter Frische auf der linken Außenbahn zurück und knüpfte mit bislang sechs Saisontoren auch an seine alte Quote an. Seine Rolle war sogar offensiver als bisher, weil er Patrick Trawinski nach dessen Weggang nach Brünninghausen (Westfalenliga) vorne ersetzte.

Robin Schwick hat viel Familie beim FC Nordkirchen

Nur eins von 17 Ligaspielen in dieser Spielzeit verpasste Schwick, der in Nordkirchen verwurzelt ist: Innenverteidiger Nils Venneker, der viele Jahre auch beim SVH spielte, ist sein Cousin. Vater Emil Schwick, selbst früher für die Schwarzweißen auf Torejagd und übergangsweise auch mal Co-Trainer neben Issam Jaber, und Onkel Albert Venneker, der Hauptsponsor des Klubs am Schloss ist, verpassen so gut wie kein Spiel.

Robin Schwick (20) wechselt vom FC Nordkirchen zum SV Herbern

Robins Vater Emil Schwick (organgene Jacke) und dessen Schwager Albert Venneker sind beim FC Nordkirchen oft an der Bande. © Sebastian Reith

In der Mannschaft spielt auch noch der Ex-Herberner Lukas Mangels, der mit Nils Vennekers Schwester verheiratet ist - es geht familiär beim FC Nordkirchen zu. Die Entscheidung über seinen Wechsel sei am Wochenende gefallen. Die Familie war eingeweiht. „Es gibt da keine Probleme. Keiner ist sauer“, sagte Schwick.

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In der Jugend für Ahlen und Lippstadt

Dass Benjamin Siegert, aktuell noch Spieler im Nordkirchener Kader, Trainer beim SVH wird, habe keine Rolle gespielt. Der Kontakt sei über Sportchef Ludger Staar zustande gekommen. „Es ist das erste Trainerjahr von Benni. Ich glaube, dass er das gut hinkriegt“, sagte Schwick.

Robin Schwick (20) wechselt vom FC Nordkirchen zum SV Herbern

Robin Schwick (l.) jubelt hier mit seinem knüftigen Trainer: Benjamin Siegert (M.). Rechts im Bild: Tim Bröer (mit der Kapitänsbinde) und Simon Mors, die beide aus Herbern zum FCN wechselten. © Sebastian Reith

Nach Siegert und Dominick Lünemann ist Schwick der dritte Nordkirchener Abgang zu den Blaugelben. Umgekehrt gab es in den vergangenen Jahren reihenweise Wechsel aus Herbern zum FC Nordkirchen, etwa Daniel Krüger, Simon Mors oder Dennis Närdemann.

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Schwick spielte in der Jugend beim FC Nordkirchen, wechselte in der D-Jugend zu Union Lüdinghausen und in der U17 in die Westfalenliga zu RW Ahlen. Dort verletzte er sich im dritten Jahr und war im U19-Altjahrgang des SV Lippstadt dann lange verletzt. In Nordkirchen spielte er daraufhin sein erstes Seniorenjahr.

Robin Schwick (20) wechselt vom FC Nordkirchen zum SV Herbern

Am Samstag gegen Senden saß Robin Schwick (r.) nur in Zivil auf der Bank, weil er erkältet war. © Jura Weitzel

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