Spielend leicht zum Derbysieg: FC Nordkirchen zerlegt Union Lüdinghausen

rnFußball: Bezirksliga 11

Am Ende war es wie in einem Trainingsspiel, bei dem der Schiedsrichter noch nicht mal mehr Nachspielzeit drauflegte. Der FC Nordkirchen war beim Derbysieg gegen Lüdinghausen eine Klasse besser.

Nordkirchen

, 08.12.2019, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bezirksliga 11
FC Nordkirchen - Union Lüdinghausen 5:0 (2:0)

Unions Patrick Voll nickte zustimmend. „Das habe ich mir auch gedacht“, sagte der Lüdinghauser Innenverteidiger, angesprochen auf seine Großchance per Kopf nach 28 Minuten. Den Kopfball nach einem Freistoß drückte Voll sträflich freistehend am Tor vorbei. Im direkten Gegenangriff landete der Ball im Tor durch Joachim Mrowiec, der aus vollem Lauf über Mirco Fabry hinweg schoss.

Lüdinghausen protestierte vehement, sah eine Abseitsstellung. Doch das Gespann, das wegen der Vorkommnisse der letzten Jahre bei Spielen gegen Lüdinghausen auf Nordkirchener Wunsch diesmal das Spiel leitete, blieb bei seiner Entscheidung – für Tobias Tumbrink, Lüdinghausens Trainer, eine Fehlentscheidung. Er sah eine „glasklare Abseitsstellung.“

Die Führung für Nordkirchen war etwas schmeichelhaft, denn die Gastgeber waren nicht gut ins Spiel gekommen. Nils Husken köpfte Philipp Sandhowe an (4.), bei Niklas Hüsers Tor ging die Abseitsfahne hoch (6.) – das waren frühe Chancen für den Drittletzten, der richtig Dampf machte. „Ich glaube, dass so eine Spielentwicklung sich auch anders darstellen kann. Wenn wir in Führung gehen, nimmt das Spiel eine andere Wendung, gerade mental“, sagte Tumbrink deswegen in seiner Analyse.

Teils üble Beschimpfungen

Tumbrink hatte in Engin Yavuzaslan eine echte Geheimwaffe auf der Sechs aufgeboten. Der 28-Jährige war zuletzt Spielertrainer bei der DJK Eintracht Coesfeld, kickte früher für den VfL Bochum II, VfB Hüls und die SpVgg Erkenschwick. Über 250 Oberliga- und NRW-Liga-Partien stehen in seiner Vita.

Der Rückstand war ein Nackenschlag für Lüdinghausen und ein echter Wendepunkt im Spiel. Keine zehn Minuten später war Robin Schwick durch und ließ Fabry keine Chance – 2:0. Wieder war das Tor abseitsverdächtig. Der Linienrichter musste teils üble Beschimpfungen vom Union-Anhang über sich ergehen lassen.

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Nach dem Seitenwechsel erzielte Simon Mors schnell das 3:0 (48.), als er den beim Rauskommen zögernden Fabry per Lupfer überwand. Die Köpfe bei den Eisernen gingen runter, Nordkirchen entwickelte richtig Spielfreude, presste früh, machte aber nicht mehr als notwendig. „Das, was an Leidenschaft in so einem Derby zum Tragen kommt, hat Nordkirchen gut hinbekommen“, sagte Tumbrink.

Nordkirchen war danach ganz souverän. Marius Grewe foulte Schwick elfmeterreif, Florian Fricke traf zum 4:0 (68.). Grewe verhinderte nur eine Minute später den fünften Einschlag von Fernando Manfredi. Das fünfte Tor erzielte dann Dennis Närdemann nach einer Flanke von Lukas Mangels.

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