Neuzugang Daniel Von der Ley kennt beim FC Nordkirchen fast den ganzen Kader

rnFußball-Bezirksliga

Neben Lars Rustige und Mario Plechaty kommt auch der Ex-Herberner Daniel Von der Ley vom FC Iserlohn zum FC Nordkirchen. Dort kennt er sich aber bereits bestens aus.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 01.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum fünften Mal innerhalb der vergangen sechs Jahre wechselt Daniel Von der Ley nun schon den Verein. Beim FC Nordkirchen möchte er sich aber sesshaft machen. Allerdings nicht unbedingt wegen des runden Leders.

„Der Beruf steht bei mir an erster Stelle. Da macht es für mich einfach keinen Sinn mehr, leistungsorientiert in der Westfalenliga zu spielen“, erklärt der 27-Jährige. Im Sommer nehme er eine Stelle als Unternehmensberater an, durch die er innerhalb der Woche durch ganz Deutschland reisen müsse. „Ich muss eigentlich von Montag bis Freitag täglich mit Kunden sprechen. Da kann ich nicht noch dreimal trainieren.“

Deshalb heuerte er beim FC Nordkirchen als Spieler an, der zur Verfügung stehen möchte, wenn der Verein ihn braucht, aber nicht unbedingt an vorderster Front stehen muss. „Wenn sie mich sonntags brauchen und aufstellen, bin ich da. Sonst lasse ich anderen natürlich auch den Vortritt“, sagt der Mittelfeldspieler.

In der Region um Nordkirchen herum kennt sich Von der Ley bestens aus. „Ich bin in Ascheberg geboren und habe fünf Jahre in Herbern gespielt. Ich kenne mich hier schon aus.“

Jetzt lesen

Aus dem aktuellen FCN-Kader kenne er Joachim Mrowiec, Daniel Krüger, Tim Bröer, Philipp Sandhowe, Marian Tüns, Fernando Manfredi, Lukas Mangels und Nils Venneker aus gemeinsamen Herbern-Zeiten oder eben aus direkten Duellen. Letzterer ist dabei mit Daniel Von der Ley besonders gut befreundet. „Nils und ich kennen uns schon sehr lange und er wollte mich immer wieder nach Nordkirchen holen“, erzählt der Noch-Iserlohner. Auch im vergangenen Sommer zeigte Issam Jaber, aktuell noch Trainer beim FCN, besonderes Interesse am 27-Jährigen. „Aber da hatte ich noch Bock, noch ein Jahr in der Westfalenliga zu kicken. Das ist nun anders.“

Mit dem FC Nordkirchen möchte er kurzfristig aber auch höhere Gewässer ansteuern. „Würde ich immer mitspielen können, würden wir sicher aufsteigen“, scherzt er ironisch. Ohne ihn würde es natürlich schwer werden. „Nein, Spaß bei Seite! Ich glaube, dass das eine sehr gute Mannschaft ist und der Verein viel erreichen kann. Nordkirchen wird auf jeden Fall oben angreifen.“

Jetzt lesen

Ob der gebürtige Ascheberger bei seinem jetzigen Verein in Iserlohn noch ein Abschiedsspiel geben wird, ist fraglich. „Es wäre natürlich echt schade, wenn ich nicht vernünftig Tschüss sagen kann. Dennoch sind es genau die richtigen Maßnahmen, die getroffen werden und mit denen man dann eben leben muss.“

Lesen Sie jetzt

Der FC Nordkirchen ist nach dem Saisonende berechtigt, eine Wildcard zu beantragen, um weiter in der Landesliga zu spielen. Ob sie den Joker auch ziehen, steht noch nicht fest. Von Sebastian Reith

Lesen Sie jetzt