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„Wir werden voll auf Sieg spielen“

rnNils Venneker:

Es wird ernst für den FC Nordkirchen. Dem Fußball-Bezirksligisten steht am kommenden Sonntag das erste Topspiel der Saison bevor. Mit einem Sieg über den BV Brambauer möchte man die Spitzenposition festigen.

Nordkirchen

, 31.08.2018 / Lesedauer: 5 min

Es ist angerichtet: Wenn am Sonntag, 2. September, die beiden Fußball-Bezirksligisten BV Brambauer und FC Nordkirchen in der Schlossgemeinde (15 Uhr, Am Schloßpark, Nordkirchen) aufeinandertreffen, dann begegnen sich zwei Schwergewichte der Bezirksliga Staffel acht. Wir haben mit den Schlüsselspielern beider Mannschaften, Joel Razanica (Kapitän BV Brambauer) und Nils Venneker (Vize-Kapitän) FC Nordkirchen), gesprochen.

Herr Razanica, ärgern Sie sich eigentlich?

Razanica: Warum?

Sie haben am vergangenen Wochenende die Chance verpatzt, weiterhin Tabellenführer zu sein. Stattdessen haben Sie gegen Dorstfeld nur 1:1 gespielt…

Razanica: Ja klar, ein bisschen Ärger ist immer dabei. Im Nachgang zum Spiel können wir sagen, dass wir mit dem Unentschieden zufrieden sein können. Dorstfeld hat unsere Stärken gut verteidigt.

Das Remis war aber schon eine Überraschung, oder?

Razanica: Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, zu gewinnen, sind dann aber nicht so ins Spiel gekommen, wie wir wollten und haben erst in der zweiten Halbzeit das 1:0 gemacht. Schade, dass Jörg Lemke den berechtigten Elfmeter gegen uns nicht hält. Im Endeffekt können wir mit dem 1:1 leben. Sieben Punkte aus drei Spielen sind ein guter Start.

Venneker: Ich war auf jeden Fall von dem Unentschieden überrascht. Ich sah Brambauer als klaren Favoriten. Aber es zeigt, dass man auch gegen die vermeintlich kleineren Teams aufpassen muss.

Sie sind mit dem FC Nordkirchen der Nutznießer, Herr Venneker. Wie wichtig war der 4:1-Sieg über Roj vor dem Duell am Sonntag?

Venneker: Wir hatten nur ein einziges Ziel: Dieses Spiel irgendwie zu gewinnen. Es war ein hartes Spiel und wir haben uns in der ersten Halbzeit relativ schwergetan. Vor allem an offensiver Durchschlagskraft hat es gefehlt. Aber nach der Roten Karte war eigentlich klar, dass es ein eher angenehmer Nachmittag für uns wird. Am Ende war es eine klare Sache. Man muss sagen: Wir haben bisher jeden unserer Gegner beherrscht. Und für uns war es ganz wichtig, auch so ein ekeliges Spiel wie gegen Rjo zu gewinnen. In solchen Spielen haben wir in der Vergangenheit gerne Mal Federn gelassen.

„Wir werden voll auf Sieg spielen“

Wollen auch am Sonntag gemeinsam jubeln: Marcel Bieber (l.) und BVB-Kapitän Joel Razanica © Foto: Goldstein

Nordkirchen hat bis dato eine weiße Weste. Ist der FC Nordkirchen am Sonntag deshalb Favorit?

Razanica: Ich habe mir vorab schon ein paar Inputs aus Nordkirchen geholt. Wir haben von der guten Vorbereitung der Nordkirchener mitbekommen und wissen auch, dass sie sich mit Landesliga-Spielern verstärkt haben.

Venneker: Es gibt in so einem Spiel keinen Favoriten. Wir sind noch ganz am Anfang der Saison. Brambauer hat eine sehr gute Truppe. Aber klar, wir möchten sie auf Abstand halten. Es braucht aber eine Steigerung zur Vorwoche. Wir haben den Vorteil: Wenn wir verlieren, ist das kein Weltuntergang. Auch wenn wir das natürlich mit allen Mitteln verhindern wollen.

Wird es für den FC Nordkirchen der erste echte Härtetest?

Venneker: Nein, das war für mich das Spiel vor gut zwei Wochen gegen den TuS Eichlinghofen. Bei dem 4:0-Sieg haben wir uns ganz stark präsentiert. Und das gegen einen direkten Konkurrenten von uns.

Beide Mannschaften haben vor der Saison aufgerüstet: Wie beurteilen Sie den Kader des anderen?

Venneker: Schon vor der Saison war klar, dass Brambauer zu den Top-Drei-Teams gehören wird. Ich sehe sie als klaren Mitkonkurrenten um die vorderen Plätze. Schon in der vergangenen Rückrunde habe ich gesehen, dass die Mannschaft richtig Potenzial hat.

„Wir werden voll auf Sieg spielen“

Ist einer von vielen Nordkirchener Neuzugängen: Daniel Krüger (r.) © Reith

Razanica: Drei, vier gestandene Spieler sind ja aus Herbern gekommen. Die haben eine sehr hohe Qualität und haben bisher ja auch schon überzeugt und sind sehr gut eingeschlagen. Wir haben vor Nordkirchen einen gewissen Respekt, wollen die Punkte aber trotzdem holen. Ich sehe uns nicht als Favoriten.

Kann der BVB mit Nordkirchen mithalten?

Razanica: Das kann ich jetzt noch nicht so richtig beurteilen. Dazu müssen wir erst das Spiel abwarten. Das wird zeigen, wo wir stehen. Es ist das erste Topspiel für uns. Ich finde unseren Kader stark, vielleicht fehlt es uns aber noch etwas an Erfahrung. Das hat auch das Spiel letzte Woche gegen Dorstfeld gezeigt, wo wir eigentlich einen dreckigen 1:0-Sieg hätten landen können.

Venneker: Wir hatten einen guten Saisonstart, mehr aber auch nicht. Perfekt wäre er erst, wenn wir auch gegen Brambauer die drei Punkte holen. Unser großer Vorteil könnte sein, dass wir auf Rasen spielen. Das sind die Brambauer nicht gewohnt. Und die Erfahrung zeigt: Ab der 70. Minute werden die Beine dann schon etwas schwerer.

Wird Nordkirchen voll auf Sieg spielen?

Venneker: Natürlich wollen wir gewinnen. Ich kann versprechen, dass wir bis zum Ende hin Druck machen werden. Auch wenn es kurz vor Schluss unentschieden steht, wollen wir die drei Punkte hier behalten. Wir sind konditionell auf einem Level, dass wir 90 Minuten Gas geben können.

Beide Mannschaften stehen für eine starke Offensive, kommt das dem jeweiligen Spielstil entgegen?

Razanica: Ich denke, das spielt uns schon mehr in die Karten, als wenn ein Gegner nur tief steht. Es ist schwieriger, gegen neun bis zehn mauernde Männer die Lücke zu finden. Wir respektieren aber natürlich die Stärke vom FC Nordkirchen und werden auf Konter lauern. Bei Ballverlusten versuchen wir, schnelle Gegenstöße zu produzieren.

Venneker: Es wäre übertrieben zu sagen, dass einem die offensive Spielweise in die Karten spielt. Aber es macht einfach mehr Spaß, gegen einen Gegner zu spielen, der voll auf Sieg spielt als gegen eine Mannschaft, die den Fußball verderben will. Das kann man schon sagen. Was wir aber noch nicht über Brambauers Taktik wissen: Ob sie uns sehr hoch anlaufen werden oder eher abwartend agieren.

Ihr Tipp für Sonntag?

Razanica: Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Wir respektieren Nordkirchen und ich sehe uns als Außenseiter. Wir wollen aber trotzdem einen Punkt mitnehmen. Mich würde es freuen, wenn es ein spannendes Spiel wird und wir nicht mehr als ein Gegentore bekommen.

Venneker: Ich möchte mich nicht zu einem Tipp hinreißen lassen. Aber ich denke, dass wir auf heimischen Rasen eine gute Rolle spielen werden.

Kennen Sie eigentlich Joel Razanica?

Venneker: Nein, der Name sagt mir so nichts. Aber am Sonntag wird man sich sicherlich Mal über den Weg laufen (lacht).

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