Athletinnen des SuS Olfen überzeugen bei Westfalenmeisterschaft in Hagen

Leichtathletik

Für den ganz großen Wurf reicht es nicht, die Leistungen der Athletinnen des SuS Olfen bei den Westfalenmeisterschaften in Hagen stimmten aber. Vor allem Johanna Kiefer überraschte.

Olfen

14.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marie Gövert (M.) wurde bei den Westfalenmeisterschaften in Hagen über 1500 Meter Vierte.

Marie Gövert (M.) wurde bei den Westfalenmeisterschaften in Hagen über 1500 Meter Vierte. © Wolfgang Birkenstock

Die Leichtathletik-Westfalenmeisterschaft der U18 und U16 war die einzige große Meisterschaft, die der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ausrichtete. Unter strengen Corona-Schutzauflagen, dazu auch noch gänzlich ohne Zuschauer, war der SuS Olfen dabei mit drei Athleten vor einer „Geisterkulisse“ vertreten und konnte dennoch drei vierte Plätze und überzeugende Leistungen zum Ende einer doch „merkwürdigen“ Saison abliefern.

Am ersten Tag der Titelkämpfe ging Marie Gövert eine Woche nach ihren beiden harten 1.500-Meter-Rennen bei den Deutschen Meisterschaften in Heilbronn, nochmals über 800 Meter in der Altersklasse U18 an den Start.

Marie Gövert ist nach 400 Metern so schnell wie nie zuvor

Wie gut sie Heilbronn weggesteckt hatte, zeigte sie in Hagen. In einem sehr stark besetzten Rennen, mit Marie Gövert waren allein vier Athletinnen des Finales über 1.500 Meter von Heilbronn vertreten, das von Beginn an sehr schnell war, lief sie bereits nach 64 Sekunden, so schnell wie nie zuvor, an der 400-Meter-Marke vorbei.

Am Ende verlor sie den Kampf um Rang drei auf der Zielgeraden gegen Jessica Bickmann (Bigge-Olsberg) knapp, doch Rang vier und starke 2:16,71 Minuten waren neue persönliche Bestzeit über 800 Meter, sechs Hundertstel schneller als vor zwei Wochen in Olfen. „Am Ende hatte ich doch ziemlich schwere Beine, da fehlte mir nach dem hohen Anfangstempo ein wenig die Kraft, um noch auf Platz drei zu kommen“, analysierte die 16-Jährige später.

Faßbender schafft vierten Rang

Am zweiten Tag schaffte Luca-Lynn Faßbender über 1.500 Meter der U18 dann in einem taktisch sehr guten Rennen ebenfalls einen guten vierten Rang. Sie hielt sich von Beginn an in einer Verfolgergruppe hinter den drei enteilten Spitzenläuferinnen auf und zog nach 1.000 Metern einen langen Spurt an.

Jetzt lesen

Am Ende wurde sie dafür mit 4:58,90 Minuten belohnt, nur sieben Hundertstelsekunden an der Bestzeit vorbei. „Ich hätte vielleicht noch etwas früher den Spurt anziehen sollen, doch das Ziel mit Platz vier habe ich erreicht“, zeigte sie sich zufrieden.

Johanna Kiefer sorgt aus Sicht des SuS Olfen für eine Überraschung

Für die große Überraschung aus SuS-Sicht sorgte Johanna Kiefer im Hochsprung der W14. Vor zwei Wochen in Olfen hatte Johanna Kiefer ihren Saisoneinstieg mit für sie doch mageren 1,41 Meter abgeliefert. Wie verwandelt stellte sie sich aber im Hagener Ischelandstadion vor. 1,48 Meter im zweiten Versuch und dann auch noch die neue Bestleistung von 1,52 Meter, ebenfalls im zweiten Versuch. Bei 1,55 Meter scheiterte sie noch knapp, doch die 1,52 Meter bedeuteten in diesem Rang vier.

Ihr Trainer Rüdiger Lenz freute sich am Ende ebenfalls riesig über die gute Leistung seines Schützlings: „Zum Saisonhöhepunkt Bestleistung springen, was will man da mehr?“ Jetzt will Rüdiger Lenz nächste Woche die gute Form noch ausnutzen und Johanna Kiefer zu einem weiteren Hochsprungwettbewerb zum Saisonende anmelden.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt