Bodenlose Talfahrt von Westfalia Vinnum: Jetzt äußert sich Kapitän Giuliano Buccini

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Der 27-Jährige spricht über die Stimmung innerhalb der Mannschaft, über kleinere Unruhen und den Vorfall in der Partie gegen Herta Recklinghausen.

von Nico Ebmeier

Vinnum

, 25.10.2019, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wirklich zum Jubeln zumute ist Giuliano Buccini in diesen Tagen nicht. Nicht nur, dass der Vinnumer Kapitän seit dem zweiten Spieltag verletzt ist, tabellarisch sieht es für seine Westfalia immer schlechter aus. Seit der Niederlage gegen den FC Leusberg schützt nur die bessere Tordifferenz vor dem Fall auf den letzten Tabellenplatz.

„Die Tabellensituation sagt alles. Da gibt es auch nichts schön zu reden“, sagt Buccini kritisch und nennt die Gründe für das bisher miserable Abschneiden von Westfalia Vinnum. „Zu Beginn der Saison hatten wir sehr viele Neue und da brauch es einfach etwas Zeit, bis sich alles gefunden hat. Irgendwann gab es dann großes Verletzungspech und speziell die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Das führte immer mehr zu Unruhe innerhalb der Mannschaft.“ Unruhe? „Es gab Spieler, die einfach etwas quer geschlagen sind. Die einfach andere Ansprüche hatten“, erklärt der 27-Jährige.

Buccini selbst konnte seiner Mannschaft kaum helfen. Am zweiten Spieltag beim Gastspiel in Hochlar riss er sich direkt das Außenband und fiel bis zur vergangenen Woche aus. Und selbst da spielte er nur, weil die Personalnot so groß war.

„Der Zwischenfall gegen Herta Recklinghausen hat uns ziemlich runter gezogen“

Und dann gab es da noch den „Zwischenfall“, wie es der Kapitän beschreibt, beim Spiel gegen Herta Recklinghausen. „Der zieht dich dann natürlich zusätzlich enorm runter. Einige Spieler wollten einfach nicht mehr den Fußballplatz betreten“, so Buccini. „Wir haben uns dann aber in der Kabine auf ein paar Bierchen getroffen und haben das alles zusammen verarbeitet. Das tat uns sehr gut.“

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Dass Giuliano Buccini generell Kapitän ist, kam dabei sehr überraschend, war der 27-Jährige doch vor der Saison gerade erst vom PSV Bork nach Vinnum gewechselt. „Damit hätte ich absolut nicht gerechnet, dennoch hat es mich sehr gefreut, dass die Mannschaft so gewählt hat.“ Und dieses Vertrauen würde er am liebsten in jedem Spiel zurück zahlen: „Ich versuche, immer Vollgas zu geben und Vorbild zu sein. Als Kapitän bin ich dazu auch immer sehr emotional, werde vielleicht auch ab und zu mal laut“, scherzt er.

Giuliano Buccini schwärmt in den höchsten Tönen von seinem Trainer

Dass Neu-Trainer Michael Nachtigall der Grund für die Vinnummer Talfahrt ist, streitet der Spielführer sofort ab: „Er ist ein wirklich guter Trainer, der immer sehr viele Einzelgespräche führt und uns gut vorbereitet. Besonders in den Trainingseinheiten merkt man seine Erfahrung. Er trainiert immer genau das, was wir im Spiel vorher falsch gemacht haben.“

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Damit es für die Westfalia nun aber wieder bergauf geht, sieht Buccini zwei Möglichkeiten: „Erstmal müssen unsere ganzen Spieler wieder fit werden. Im Moment bauen wir fast nur auf unsere Zweite. Dann müssen wir dringend mehr Charakter zeigen, auch mal ein Spiel 90 Minuten lang gut spielen.“

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